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Unterhaltsansprüche bei fehlender Mitwirkg. der Unterhaltsberechtig.

| 01.10.2012 15:35 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


11:44
Sehr geehrte Damen und Herren,
1:wie verhält es sich mit den Urkunden vom Jugendamt zur Unterhaltsverpflichtung aus dem Jahr 2005?Es hat doch zum 01.01.2008 eine Neuberechnung der Unterhaltsverpflichtung gegeben, anhand dieser müßte mein Bekannter nicht mehr soviel Unterhalt zahlen.
Das Jugendamt jedoch besteht auf die Erbringung der Unterhaltsschuld aus der Urkunde von 2005.Müssen wir hier etwas ändern lassen?,da mein Bekannter nicht sehr viel verdient.
2:Gibt es seitens der Mutter,bzw.der volljährigen Tochter keine Mitwirkungspflicht? Soweit wir es zufällig mitbekommen haben ist die Tochter(20)wohl in den insgesamt 14 Schuljahren öfter sitzengeblieben und jetzt abgegangen,den Abschluß und was sie noch vorhat wissen wir nicht,nur das sie jetzt als AU-Pair für 1 Jahr ins Ausland geht und mein Bekannter für die Zeit nicht zahlen muß.Desweiteren hätte es nach deren Volljährigkeit doch eine Neuberechnung geben müssen,wo die Mutter mit in der Verpflichtung steht.Die Mutter hat ca.50%mehr Netto als mein Bekannter,wenn sie den Beruf noch ausübt.Was ist, wenn die Tochter wieder kommt?,kann sie dann erneute Ansprüche stellen?,sie ist dann 21 und hat dann wohl immer noch keine Ausbildung.
3:Bei dem 17 Jährigen Sohn fast das gleiche Bild.Obwohl er Schulisch wohl nicht so gut abschnitt,wurde er für ein 1/2 Jahr als Austauschschüler verschickt und mußte das gesamte Jahr wiederholen,er wird wohl bis auf weiteres zur Schule gehen und wir wissen nicht worauf es hinausläuft.Das Jugendamt(mit Beistandschafft) macht nur lapidare Angaben und die Kinder hätten das Recht 2 mal sitzen zu bleiben,während die Kindsmutter über die Einkünfte usw.vom Jugendamt informiert wird. Müssen die Kinder nicht auch planvoll und zielstrebig ihre Schule,bzw.Ausbildung absolvieren, damit sie sich selbst unterhalten können?Von all dem ist hier nichts zu erkennen,leider.
4:Endet die Beistandschaft nicht mit dem 18 Lebensjahr
Ich hoffe Sie können uns ein wenig weiterhelfen,wobei ich denke, das mein Bekannter der Gang zu einem Anwalt nicht erspart bleibt,da dies noch nicht alles war.Vielen Dank vorab
MfG S.L.
Eingrenzung vom Fragesteller
01.10.2012 | 15:44
01.10.2012 | 16:52

Antwort

von


(2361)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26 7 26
Web: http://WWW.RECHTSANWALT-BOHLE.DE
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Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Fragen möchte ich wie folgt beantworten. Vorausschicken möchte ich, dass nach Ihrer Schilderung dringend Handlungsbedarf besteht.

1.)
Die Neuordnung des Unterhaltsrechts im Jahre 2008 betraf nicht den Unterhalt minderjähriger und volljähriger Kinder. Die Grundlagen dieser Unterhaltsansprüche sind nicht geändert worden. Allerdings wäre es zutreffend, dass weniger Unterhalt zu zahlen ist, wenn Ihr Bekannter nicht über das notwendige Einkommen verfügt. In diesem Fall MUSS Ihr Bekannter tätig werden.

Zunächst sollte er unbedingt vor Ort die Unterhaltsansprüche neu berechnen lassen und dann eine Abänderung der bestehenden Unterhaltstitel anstreben. Eine solche Berechnung kann auch über unser Büro erfolgen Gerne können Sie sich mit mir in Verbindung setzen. Insbesondere muss geklärt werden, ob der Titel für die Tochter auch über die Volljährigkeit hinaus besteht oder insoweit begrenzt ist.

2.)
Hinsichtlich der Tochter besteht derzeit kein Unterhaltsanspruch, da diese als AuPair tätig ist. Ihr Bekannter sollte die Zeit nun nutzen und die weitere Unterhaltspflicht prüfen lassen. Grundsätzlich ist die Tochter ab Volljährigkeit verpflichtet, für ihren eigenen Unterhalt zu sorgen. Ihr Bekannter ist als Vater aber auch zur Zahlung des sogenannten Ausbildungsunterhaltes verpflichtet. Bei dieser Berechnung ist auch die Mutter anteilig nach ihren Einkommensverhältnissen zum Unterhalt der Tochter verpflichtet. Das Einkommen der Mutter muss natürlich bekannt sein.

3.)

Die Kinder müssen natürlich planvoll die Ausbildung und die Schule beenden. Dem minderjährigen Sohn wird dieses nicht vorgehalten werden können, der volljährigen Tochter schon.

Allerdings wird dieses Fehlverhalten in der Vergangenheit voraussichtlich nicht dazu führen, dass ein Anspruch gänzlich entfallen ist. Die Tochter muss sich nach der Rückkehr um eine Ausbildung bemühen, um einen Anspruch zu erhalten..

Diese Bemühungen wird sie nachweisen müssen.

In diesem Zusammenhang weise ich darauf hin, dass Ihr Bekannte der Recht hat Auskunft über die schulischen Leistungen und über die Schulabschlüsse zu erhalten. Die Tochter muss Ihm nachweisen, welchen Abschluss sie erlangt hat oder ob ein solcher nicht vorhanden ist.

4.)
Die Beistandschaft endet zwar mit der Volljährigkeit, doch kann das Jugendamt auch auf Wunsch den volljährigen Kindes weiter tätig werden.

Der Gang zum Anwalt wird unerlässlich sein und Ihr Bekannter sollte insoweit schnell tätig werden.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
Damm 2

26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
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Rückfrage vom Fragesteller 02.10.2012 | 10:53

Erst einmal vielen Dank für die schnelle Bearbeitung.
Zu 2. haben wir noch 1 Frage,bzw.sehen wir das in etwa so: Mein Bekannter könnte das Jugendamt auffordern die letzten 2 Jahre neu zu berechnen unter Zurechnung des Barunterhalts der Mutter?Dieser wurde seit Volljährigkeit der Tochter ja nicht mit berechnet und Ihm können Nachteile dadurch entstehen.Er wird irgendwann den Zahlungsrückstand bezahlen müssen und wäre da Unterhaltstechnisch falsch berechnet worden,bzw.er würde mehr zurückzahlen als er müßte.Leider war es Ihm nicht immer möglich den vollen Anspruch auszugleichen.
Was würde denn in etwa ein Beratungsgespräch bei Ihnen kosten?,nur um mal zu schauen was der Vater an Rechten hat, die er für sich nutzen kann(Ohne Einleitung diverser Schritte).
MfG S.L.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 02.10.2012 | 11:44

SAehr geehrte Ratsuchende,

Sie bewerten und bemängeln dabei die Ausführlichkeit und Hilfestellung - und danach stellen Sie eine Nachfrage.


Glauben Sie nicht, dass die Reihenfolge falsch ist?


Das gilt auch für Ihre Nachfrage:

Ihr Bekannter kann nicht rückwirkend vom Jugendamt etwas fordern.

Eine mögliche Abänderung kann nur für die Zukunft eintreten, sofern nicht Besonderheiten voliegen. Solche Besonderkeiten kann ich hier aber nicht erkennen.


Ihr Bekannter mag einmal anrufen. Dann können wir die Einzelheiten einer Erstberatung besprechen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
Damm 2

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Bewertung des Fragestellers 02.10.2012 | 11:14

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"Ich hätte mir ein wenig mehr Tranzparentz gewünscht,gerade im Bezug auf das Jugendamt.Ob das Amt zB.meinem Bekannten die wichtigen Sachen vorenthalten darf,was es leider zu Gunsten der Unterhaltsberechtigten tut.Es werden so gut wie keine Informationen weitergegeben.Ob das Jugendamt dieses so tun darf, oder auch Mitwirkungspflichtig ist,da sie die Kinder vertreten,entzieht sich nach wie vor unserer Kenntnis.Ansonsten bin ich sehr zufrieden,das Preis-Leistungsverhälnis stimmt hier.Also jederzeit gerne wieder.MfG S.L."
Stellungnahme vom Anwalt:
Vielleicht sollte man eine Nachfrage dann so stellen, dass der Antwortwunsch deutlich wird.
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 02.10.2012
4,4/5,0

Ich hätte mir ein wenig mehr Tranzparentz gewünscht,gerade im Bezug auf das Jugendamt.Ob das Amt zB.meinem Bekannten die wichtigen Sachen vorenthalten darf,was es leider zu Gunsten der Unterhaltsberechtigten tut.Es werden so gut wie keine Informationen weitergegeben.Ob das Jugendamt dieses so tun darf, oder auch Mitwirkungspflichtig ist,da sie die Kinder vertreten,entzieht sich nach wie vor unserer Kenntnis.Ansonsten bin ich sehr zufrieden,das Preis-Leistungsverhälnis stimmt hier.Also jederzeit gerne wieder.MfG S.L.


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