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Unterhaltsanspruch während Ausbildung

| 23.06.2009 19:09 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Hallo,
Ich bin 22 Jahre alt und wohne alleine in meiner eigenen Wohnung und beginne zum 1.8.09 meine erste Berufsausbildung.
Meine Wohnung kostet 290 € inkl. Nebenkosten mtl. .
Mein Ausbildungsentgelt wird 660 € brutto mtl. im 1. Lehrjahr sein.
Meine Eltern sind seit 18 Jahren geschieden.
Aufgewachsen bin Ich bei meiner Mutter.
Meine Mutter ist Hartz4-Empfängerin.
Mein Vater verdient 48000 € brutto jährlich, ist Besitzer eines Hauses und hat eine Ehefrau, welche 400 € mtl verdient.
Ich bin sein einziges Kind und beziehe seit ich 18 bin, kein Unterhalt mehr von ihm. Mit 18 bin Ich auch bei meiner Mutter ausgezogen und wohnte bei meinem Vater, bis Ich 19 wurde.
Seit dem schlage Ich mich mit Teilzeitjobs durch und habe jetzt endlich eine Ausbildung gefunden.
Aus sozialen Gründen kann ich weder bei meiner Mutter noch bei meinem Vater leben.

Meine Frage: Besteht für mich während der Ausbildung Unterhaltsanspruch und wie hoch ist dieser?
Wenn ja, bekomme Ich zusätlich Kinderegeld oder muss mein Vater das mit gegebenenfalls fälligen Unterhaltszahlungen verrechnen?

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage.

1. Grundsätzlich besteht ein Anspruch auf Ausbildungsunterhalt unabhängig vom Alter bid zum erfolgreichen Abschluss der allgemeinen Schul- und Berufsausbildung. Eine erste Berufsausbildung müssen die Eltern also durch Unterhalt fördern.
Da Sie in der Erstausbildung sind besteht grundsätzlich ein Anspruch auf Unterhalt.

2. Die Höhe kan aufgrund Ihrer Angaben nicht abschließend beurteilt werden. Der Bedarf eines Volljährigen beträgt nach den Leitlinien der meisten OLG´s 650 € monatlich, wobei darin die Miete enthalten ist. Von diesem Betrag sind die Nettoausbildungsvergütung vermindert um ausbildungsbedingte Aufwendungen abzuziehen.

Auch das Kindergeld ist voll auf den Bedarf anzurechnen. Ihr Bedarf dürfte daher aufgrund Kindergeld und eigenem Einkommen wahrscheinlich gedeckt sein, so dass rechnerisch nichts mehr für Ihren Vater bleibt.

Sie haben einen Anspruch auf Kindergeld falls Sie die Einkommensgrenzen hierfür nicht überschreiten. Wenn Ihr Vater das Kindergeld bezieht ist er verpflichtet dieses an Sie weiterzuleiten.

Eine hälftige Anrechnung des Kindergeldes wie bei Minderjährigen erfolgt nicht.


Rückfrage vom Fragesteller 23.06.2009 | 21:56

Hallo,
vielen Dank erst mal für die schnelle Antwort.
Um meine Frage nach der Höhe des gegebenenfalls vorhandenen Unterhaltsanspruch zu beantworten brauchen Sie noch zusätzliche Informationen.
Meine Wohnung:
38 qm
190 € Kaltmiete
50 € Nebenkosten
50 € Abschlag für Heizungsgas
Aufwendungen Fahrkarten:
40 € mtl. zum Betrieb und Berufsschule
22,5 € wöchentl. um zum Büro zu fahren. (1 mal wöchentl.)

Kosten für Reinigung und Instandhaltung der Arbeitskleidung werden nicht vom Arbeitgeber übernommen.

Ich bin ledig und Kinderlos.

Mein Vater ist Arbeiter und wie gesagt in 2. Ehe.
Meine Mutter erwerbslos.

(Mit ca. 480 € Netto im ersten Lehrjahr plus 154 € Kindergeld bleiben nach bezahlter Miete und Fahrkarten 224 € für Rechnungen und Essen. Unterhalt?`)



Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 23.06.2009 | 23:52

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne komme ich auf die Nachfrage zurück.

Wegen der etwas höheren Wohnkosten wäre Ihr Bedarf auf 660 € pro Monat anzusetzen. Abzuziehen sind vom netto 480 € die Aufwendungen von 130 € pro Monat für Fahrtkosten (90 € + 40 €).

Dann bleiben 350 €. Das Kindergeld von 164 € ist ebenfalls vom Bedarf abzuziehen. Es bleibt ein ungedeckter Restbedarf von 146 €.

Diesen Betrag müsste Ihr Vater als Unterhalt zur Verfügung stellen, denn nach Ihren Angaben ist er leistungsfähig. Hier müsste aber ggf. das Nettoeinkommen konkret geprüft werden. Da er aber keine weiteren Kinder hat, sollte er in dieser Höhe ohne Probleme leistungsfähig sein. Zwar wäre auch Ihre Mutter barunterhaltspflichtig, diese verfügt aber über kein ausreichendes Einkommen über dem Selbstbehalt und muss daher nichts zahlen.

Sie sollten von Ihrem Vater den Unterhalt verlangen und bei Weigerung einen Anwalt einschalten.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familienrecht und Arbeitsrecht

Bewertung des Fragestellers 04.07.2009 | 02:07

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