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Unterhaltsanspruch gegenüber der Mutter

| 23.11.2009 15:03 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Sehr geehrter Anwalt/in,

Ich würde gerne wissen, ob ich einen Unterhaltsanspruch gegenüber meiner Mutter habe.

Meine Sutuation:

Ich bin 27 Jahre alt und verheiratet. Ich wohne allerdings noch im Haus meiner Mutter getrennt von meiner Frau.
Meine Frau ist arbeitslos und bezieht ALG II. Meine Mutter geht einer Tätigkeit nach. Ich selbst habe keinerlei Einkünfte.
Nun habe ich (von Deutschland aus) ein Studium an einer Fernuni im europäischen Ausland begonnen. Die Besonderheit: Der Abschluss ist zwar hier in Deutschland voll anerkannt, jedoch muss man kein Abitur haben, um dort zu studieren. Daher wird mir in Deutschland kein Bafög gewährt.

Da es sich um meine erste Ausbildung handelt und meine Frau mich nicht selbst unterstützen kann- habe ich meiner Mutter gegenüber noch Ansprüche? Wie könnte ich sie geltend machen?

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

grundsätzlich sind gemäß § 1601 BGB Verwandte in gerader Linie einander zum Unterhalt verpflichtet.

Unterhaltsberechtigt ist jedoch nur der, der außerstande ist, sich selbst zu unterhalten.

Dass ist das Problem, da Sie verpflichtet sind, für Ihren eigenen Lebensunterhalt Sorge zu tragen. Soweit Sie auf das Fernstudium hinweisen, dürfte die Möglichkeit bestehen, daneben einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Insoweit sind Sie gehalten, durch eine Erwerbstätigkeit Ihren Lebensunterhalt sicher zu stellen.

Im Hinblick auf die Darstellung, es handele sich um die erste Ausbildung, ist zu klären, warum erst jetzt eine Ausbildung angestrebt wird. Im Rahmen einer Einzelfallberatung ist daher Ihr beruflicher Werdegang genau zu ermitteln.

Darüberhinaus wäre, wenn überhaupt ein Anspruch kommt, wovon ich nach Ihre Schilderung derzeit nicht ausgehe, auch der Vater anteilig nach seinem Einkommen zum Unterhalt verpflichtet.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 23.11.2009 | 15:51

Vielen Dank vorerst für die schnelle Antwort.
Hier kommen meine Nachfragen:

1. Es handelt sich um ein Vollzeitstudium mit einem von der Uni veranschlagten Zeitaufwand von 40 Std/Wo.. Ich denke daher, dass mir als Vollzeitstsudent (wie jedem Studenten in Deutschland auch) keine Erwerbstätigkeit zusätzlich zugemutet werden kann. Insofern werde ich mich auch nicht selbst unterhalten können.

2. Die Ausbildung wurde erst jetzt angestrebt, da ich zuvor jahrelang versucht habe als Autodidakt das Abitur an einer staatlichen Prüfung abzulegen. Ich habe also mein bestes getan, um studieren zu können. Wofür ist denn mein Werdegang von Bedeutung? Wie sieht es nun mit meinem Anspruch aus?

3. Bitte beantworten Sie noch die 2. Frage aus der ehemaligen Anfrage, wie ich Ansprüche geltend machen könnte.

Nachfrage vom Fragesteller 23.11.2009 | 15:55

Vielen Dank vorerst für die schnelle Antwort.
Hier kommen meine Nachfragen:

1. Es handelt sich um ein Vollzeitstudium mit einem von der Uni veranschlagten Zeitaufwand von 40 Std/Wo.. Ich denke daher, dass mir als Vollzeitstsudent (wie jedem Studenten in Deutschland auch) keine Erwerbstätigkeit zusätzlich zugemutet werden kann. Insofern werde ich mich auch nicht selbst unterhalten können.

2. Die Ausbildung wurde erst jetzt angestrebt, da ich zuvor jahrelang versucht habe als Autodidakt das Abitur an einer staatlichen Prüfung abzulegen. Ich habe also mein bestes getan, um studieren zu können. Wofür ist denn mein Werdegang von Bedeutung? Wie sieht es nun mit meinem Anspruch aus?

3. Bitte beantworten Sie noch die 2. Frage aus der ehemaligen Anfrage, wie ich Ansprüche geltend machen könnte.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.11.2009 | 16:23

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihr beruflicher Werdegang ist schon wichtig, da Sie erst jetzt eine Asubildung beginnen.

Nach Ihrer Darstellung haben Sie jahrelang versucht Ihr Abitur zu erreichen, weil Sie offenbar ein Studium angestrebt haben. Insoweit wäre zu klären, wann Sie damit begonnen haben und warum der Abschluss nicht vorliegt.

Darüberhinaus ist zu klären, was Sie nach Abschluss der Schulausbildung getan haben. Volljährige sind verpflichtet nach Schulabschluss nach einer angemessenen Überlegungszeit, die allenfalls wenige Monate beträgt, entweder angestrengt eine Ausbildung zu absolvieren oder aber einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Somit ist es mehr als wichtig, Ihren genauen Werdegang zu kennen.

In meiner Antwort hatte ich bereits ausgeführt, dass ich derzeit keinen Raum für einen Anspruch sehe.

Sie sollten dieses aber unbedingt durch einen Rechtsanwalt vor Ort im Rahmen einer individuellen Beratung prüfen lassen, da durch den genauen Werdegang eventuell eine andere Einschätzung möglich sein könnte.

Ihr weitere Frage wäre nur für den Fall zu beantworten, dass ein Anspruch besteht, was ich derzeit verneine. Im Falle eines Anspruches, muss Ihre Mutter zur Auskunft über ihr Einkommen aufgefordert werden und der Anspruch wäre der Höhe nach zu berechnen.

Zahlt Ihre Mutter freiwillig nicht, müssten Sie Anspruche beim Amtsgericht - Familiengericht - geltend machen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle.

Bewertung des Fragestellers 30.11.2009 | 11:01

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FRAGESTELLER 30.11.2009 4,4/5,0
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