Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Unterhaltsanspruch für geschiedene Ehefrau


04.07.2007 19:00 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Guten Tag,
mein Ehemann ist nach 11jähriger Ehe vor 2 Jahren von seiner damaligen Frau geschieden worden. Aus dieser Ehe entstanden 2 Kinder, heute 12 und 9 Jahre alt. Wir selber sind seit 2 1/2 Jahren Eltern eines gemeinsamen Kindes, verheiratet und ich habe nach einem halben Jahr Elternzeit meine Tätigkeit ganztags wieder aufgenommen und unser Kind ist seitdem in einer Kindertagesstätte, da der Verdienst meines Mannes für alle nicht ausreichend ist. Ab welchem Zeitpunkt, bzw. Alter der jetzt 9 und 12 Jahre alten Kinder,ist es der geschiedenen Frau lt. deutschem Gesetz zuzumuten,bzw.kann man sie verpflichten, wieder eine eigene Tätigkeit aufzunehmen und sich am Unterhalt der Familie zu beteidigen? und wer veranlaßt, bzw. entscheidet das?
Vielen Dank

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage beantworte ich wie folgt:

Eine Erwerbsobliegenheit, d. h. eine Pflicht der geschiedenen Ehefrau eine berufliche Tätigkeit aufzunehmen, besteht, wenn das jüngste Kind in die 3.Grundschulklasse kommt. Ab dieser Zeit bis zum vollendeten 15. Lebensjahr des Kindes hat die Frau eine Teilzeitbeschäftigung auszuüben. Wenn das jüngste Kind das 15. Lebensjahr vollendet hat, besteht eine Verpflichtung zur Vollzeiterwerbstätigkeit.
Sollte die geschiedene Ehefrau trotz dieser Verpflichtung nicht arbeiten, so kann ihr ein sog. fiktives Einkommen zugerechnet werden; d. h., dass gemäß ihrer beruflichen Ausbildung und der Situation am Arbeitsmarkt ein erzielbares Einkommen angerechnet wird und sich dadurch der Unterhaltsanspruch vermindert.

Es ist aber zu beachten, dass dies nur den Unterhaltsanspruch der Ehefrau, nicht jedoch der gemeinsamen minderjährigen Kinder betrifft.
Dieser ist als Barunterhalt von Ihrem Mann alleine zu leisten, solange die Kinder minderjährig sind und/oder keine eigenen Einkünfte erzielen.

Sollte eine Verpflichtung zur Erwerbstätigkeit bestehen und die geschiedene Ehefrau noch Unterhalt für sich zu erhalten, besteht die Möglichkeit, eine Abänderungsklage gegen einen bestehenden Unterhaltstitel (Urteil oder Vergleich) beim zuständigen Amtsgericht einzureichen.
In diesem Fall empfehle ich Ihnen einen Kollegen vor Ort zu mandatieren und aufgrund der finanziellen Situation Ihres Mannes Prozeßkostenhilfe zu beantragen.

Mit freundlichen Grüßen
Eva Tremmel-Lux
Rechtsanwältin
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER