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Unterhaltsanspruch eines volljährigen Kindes nach abgeschlossener Berufsausbildung

| 16.09.2012 18:07 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Guten Tag,

mein 23jähriger Sohn hat nach seiner abgeschlossene Berufsausbildung ein Fachabitur und ein Studium ( alles in Fachrichtung Maschinenbau) begonnen. Er wohnt noch zu Hause. Seit seinem 18.Geburtstag bekommt er keinen Unterhalt mehr vom Vater, da der für ihn mögliche Unterhalt ( 334,-- ) aufgrund seines Einkommens an den jüngeren Bruder - noch nicht volljährig - ging.
Nun studiert auch der jüngere Bruder und wohnt in einer eigenen Wohung.
Von früheren Gesprächen beim Jugendamt weiß ich, dass der mögliche Unterhalt des Vaters mit dem 18.Geburtstag auf beide aufgeteilt werden muss.
Der Vater möchte nun den kompletten Unterhalt weiter an den jüngeren zahlen mit dem Hinweis, dass Eltern nur eine Ausbildung finanzieren müssten. Wie ist die Rechtslage?
Ich möchte meinen älteren Sohn nicht benachteiligt sehen.

Sehr geehrter Fragesteller,

unter Berücksichtigung des von Ihnen dargestellten Sachverhalts und Ihres Einsatzes möchte ich Ihre Frage wie folgt beantworten:

Grundsätzlich schulden Eltern ihren Kindern nur eine Ausbildung, die bei Ihrem älteren Sohn mit Abschluss der ersten praktischen Ausbildung abgeschlossen war. Zwar akzeptiert die Rechtsprechung in einigen Fällen auch eine aufbauende weitere Ausbildung. Dies gilt insbesondere für die Fälle, in denen zunächst das Abitur absolviert wurde, dann eine Lehre und anschließend ein „richtungsgleiches" Studium.

Auf den Fall, dass nach einem Realschulabschluss zunächst eine Lehre absolviert wurde, dann eine Fachoberschule/Fachhochschule, sind diese Maßstäbe nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 17. Mai 2006 jedoch ausdrücklich nicht anwendbar. In solchen Fällen sei nur dann ausnahmsweise von einer einheitlichen, von den Eltern zu finanzierenden Berufsausbildung auszugehen, wenn schon bei Beginn der praktischen Ausbildung erkennbar eine Weiterbildung einschließlich des späteren Studiums angestrebt wurde.

Sollte Ihr älterer Sohn sich also erst nach der Lehre entschieden haben, durch weiteren Schulbesuch und anschließendes Studium seinen Ausbildungsweg zu vervollständigen, hat der Kindesvater mit seiner Auffassung recht.

Bitte beachten Sie, dass dieses Forum nur eine erste Orientierung bieten, nicht aber die persönliche Beratung ersetzen kann. Dennoch hoffe ich, dass Ihnen meine Antwort weiterhilft.
Abschließend möchte ich Sie auf die Bewertungsmöglichkeit hinweisen.

Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel

Bewertung des Fragestellers 16.09.2012 | 19:08

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