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Unterhaltsanspruch des Kindes

| 04.12.2009 11:20 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Steffan Schwerin


Folgende Situation:

Frau F1 und Mann M1 sind geschieden.
Aus der Ehe gibt es ein Kind K1. K1 wohnt beim Mann M1.
Die Frau F1 arbeitet und zahlt Unterhalt für das Kind gemäß Düsseldorfer Tabelle.

Frau F1 lebt in eheähnlicher Gemeinschaft mit Mann M2. Hat das Einfluss auf den Unterhaltsanspruch des Kindes K1?

Jetzt möchte Frau F1 den Mann M2 heiraten. Das gemeinsame Einkommen von F1 und M2 liegt erheblich höher als das Einkommen von F1 vor der Neuheirat.

Steigt damit automatisch der Unterhaltsanspruch des Kindes K1 gegen F1(+M2)?

Was wenn anschließend das Einkommen der Frau F1 z.B. durch Verlust des Arbeitsplatzes auf "0" fällt? Würde bei der dann notwendigen Anpasung des Unterhaltes das neue Netto von F1 (=0) zugrunde gelegt, das gemeinsame Netto von F1/M2, oder ein fiktives Gehalt. Wenn fiktiv (weil Unterstellung dass F1 absichtlich arbeitslos wurde) - in welcher Höhe? Da die Düsseldorfer Tabelle nach Gehalt gestaffelt ist würde die Höhe des fiktiven Gehaltes ja logischerweise die mögliche Höhe des Unterhaltes beeinflussen.

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Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

die von Ihnen gestellten Fragen beantworte ich unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes sowie Ihres Einsatzes wie folgt:


Frage 1: Frau F1 lebt in eheähnlicher Gemeinschaft mit Mann M2. Hat das Einfluss auf den Unterhaltsanspruch des Kindes K1?

Das Zusammenleben mit dem neuen Partner hat keinen Einfluss auf den Unterhalt für F1. Der Kindesunterhalt ist voranging und wird auch in diesem Fall wie gehabt berechnet.


Frage 2: Heirat F1 und M2 - Steigt damit automatisch der Unterhaltsanspruch des Kindes K1 gegen F1(+M2)?

Auch wenn F1 wieder heiratet, bleibt nur sie unterhaltsverpflichtet gegenüber K1. Hier ändert sich nach der Wiederheirat aber die Bemessungsgrundlagen, da ja das Einkommen auch steuerlich anderes gehandhabt wird.

Der Unterhaltsanspruch von K1 gegenüber F1 steigert sich hier nicht deshalb, weil das Einkommen von M2 berücksichtigt würde. Das ist nämlich nicht der Fall. Hier käme eine rechnerische Erhöhung des Unterhalts nur insoweit in Betracht, als dass das Einkommen von F1 nach der Heirat steuerlich besser stehen kann.

Aber erst wenn F1 mit M2 ein gemeinsames Kind bekäme, würde sich der Unterhalt für F1 schmälern.


Frage 3: Was wenn anschließend das Einkommen der Frau F1 z.B. durch Verlust des Arbeitsplatzes auf "0" fällt? Würde bei der dann notwendigen Anpasung des Unterhaltes das neue Netto von F1 (=0) zugrunde gelegt, das gemeinsame Netto von F1/M2, oder ein fiktives Gehalt. Wenn fiktiv (weil Unterstellung dass F1 absichtlich arbeitslos wurde) - in welcher Höhe?

Das Gehalt von M2 würde in diesem Fall nicht berücksichtigt. Ein fiktives Gehalt würde auch nicht zugrunde gelegt. In diesem Fall würde F1 keinen oder nur noch sehr wenig Unterhalt mehr bekommen.

Nachfrage vom Fragesteller 04.12.2009 | 12:12

"Aber erst wenn F1 mit M2 ein gemeinsames Kind bekäme, würde sich der Unterhalt für F1 schmälern.
(...)
In diesem Fall würde F1 keinen oder nur noch sehr wenig Unterhalt mehr bekommen."

Gehe ich recht in der Annahme, dass obige Sätze einen "Buchstabendreher" enthalten und richtig heissen müssen:

Aber erst wenn F1 mit M2 ein gemeinsames Kind bekäme, würde sich der Unterhalt für K1 schmälern.
(...)
In diesem Fall würde K1 keinen oder nur noch sehr wenig Unterhalt mehr bekommen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.12.2009 | 12:20

Sehr geehrter Fragesteller,

ich darf für dieses kleine Versehen um Entschuldigung bitten.

Es muss natürlich K1 heißen. In dem Fall, dass F1 und M2 ein gemeinsames Kind bekämen, würde sich rechnerisch der Unterhaltsanspruch für K1 reduzieren.

Mit freundlichen Grüßen


Steffan Schwerin
Rechtsanwalt


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