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Unterhaltsanspruch bei vorübergehendem Aufenthalt bei Kindsvater

| 16.10.2020 17:28 |
Preis: 35,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


Hallo,

meine Tochter lebte bis vor kurzem bei mir. Ihr ging es nicht gut, da sie noch immer unter dem Trennungsstress litt, dadurch Schule und Freunde vernachlässigte. Wir sind immer häufiger aneinandergeraten und der Vater hat sie zudem leider immer wieder gegen mich aufgetachelt. Sie zog daher vorübergehend zu ihrem Vater, wo sie sich ungefähr 40 Tage aufhielt, ehe sie in eine Wohngruppe kam, die das örtliche Jugendamt organisiert hat. Dort soll sie sich nun auf unbestimmte Zeit aufhalten.

Der Vater, der unsere Tochter in zwei Jahren vielleicht zu 5 Übernachtungen bei sich hatte und keinen Cent Unterhalt zahlte (die Tochter bzw. ich erhielten UVG-Leistung), möchte nun für diesen Zeitraum vollen Unterhalt geltend machen und droht mit gerichtlicher Eintreibung.

Hat der Vater ein Anrecht auf Unterhalt plus Kindergeld für diesen sehr überschaubaren Zeitraum?

Danke im Voraus.

Eingrenzung vom Fragesteller
16.10.2020 | 17:30
16.10.2020 | 19:05

Antwort

von


(344)
Wessels Str. 13
49134 Wallenhorst
Tel: 05407-8575168
Web: http://www.scheidung-ohne-rosenkrieg.de
E-Mail:

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

nachträglich kann ein Unterhaltsanspruch nach § 1613 BGB nur geltend gemacht werden, wenn der Unterhaltsverpflichtete zuvor zum Zwecke der Unterhaltsberechnung aufgefordert worden ist, Auskunft über Einkommen und Vermögen zu erteilen. Oder nachdem er in Verzug gesetzt wurde (z.B. durch die Aufforderung, ab einem bestimmten Zeitpunkt eine bestimmten Unterhaltsbetrag monatlich zu zahlen). Oder ab dem Zeitpunkt, zu dem der Anspruch rechtshängig geworden ist durch Zustellung des Unterhaltsantrags durch das Familiengericht an den Unterhaltsschuldner.

Zeitlich kann der Unterhalt dann ab dem 1. des Monats verlangt werden, in dem der Auskunftsverlangen, die Inverzugsetzung oder die Rechtshängigkeit fällt.

Wenn der Vater also jetzt erst im Oktober Unterhalt wie oben genannt geltend macht, so kann davon in zeitlicher Hinsicht erst der Unterhalt frühestens ab dem 01.10. erfasst sein. Nicht aber der Unterhalt aus vorangangenen Monaten.

Abgesehen davon führt ein vorübergehender Aufenthaltswechsel des Kindes aber auch nicht dazu, dass der eigentlich betreuende Elternteil nun auf einmal anstelle des anderen Elterteils barunterhaltspflichtig wird. Insoweit ist die Situation - Aufenthalt nur ca. sechs Wochen beim Vater - vergleichbar mit einem längeren Ferienaufenthalt beim Vater. Der damit nur seiner Umgangsverpflichtung nachgekommen ist.

Mit freundlichen Grüßen

Gabriele Haeske
Rechtsanwältin


Bewertung des Fragestellers 18.10.2020 | 16:04

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