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Unterhaltsanspruch bei Abfindung

| 03.05.2021 00:21 |
Preis: 51,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


12:31

Hallo,

ich habe eine Frage zum Aufhebungsvertrag mit Abfindung und die Abhängigkeit zu Ansprüchen der Ex-Frau (geschieden seit 6 Jahren, keine Ehegattenunterhaltszahlung mehr)
und zum Kindesunterhalt.

Folgende Fragen:
1) Welchen Anspruch hat die Ex-Frau auf die Abfindungssumme?
2) Wie verhält es sich mit dem Kindesunterhalt bei einer selbständigen Anschlussbeschäftigung:
a) Bei gleichem Nettoeinkommen in der Selbständigkeit:
Zahlung des bisherigen Kindesunterhalts? Wie wird die Abfindung berücksichtigt?
b) Wie wird die Abfindung berücksichtigt falls sich mein
Nettoeinkommen bei der selbständigen Anschlussbeschäftigung z.B. halbiert?
Müsste ich den bisherigen Kindesunterhalt zahlen, mit fiktiv angenommenen Nettoeinkommen
wie bei der jetzigen Beschäftigung?
Wie lange würde das Nettoeinkommen fiktiv angenommen?
Wie wird die Abfindung berücksichtigt? Zum Zahlen des bisherigen
Kindesunterhaltes (als Aufstockung auf den aktuell gezahlten
Betrag des Kindesunterhalts) oder würde der Abfindungsbetrag zum
dem halbierten Nettoeinkommen in der Sebständigentätigkeit
hinzugerechnet und der Kindesunterhalt neu berechnet?

Vielen Dank für Ihre Antwort und Grüße.

03.05.2021 | 00:50

Antwort

von


(275)
Freiheitsweg 23
13407 Berlin
Tel: 03080571275
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zu 1) Keine. Es fehlt eine Anspruchsgrundlage für Ihre Frau.

Zu 2) Die Abfindung wird durch die Zeit geteilt, für die sie gezahlt wird.

Beispiel: Abfindungshöhe 24 Monatsgehälter = 24 Monate mit bisherigem Gehalt.

Das Einkommen aus der selbständigen Tätigkeit wird hinzugerechnet. Dann wird der Kindesunterhalt neu berechnet. Der neu berechnete Kindesunterhalt wird solange geschuldet, bis die Abfindung verbraucht ist. In dem Beispiel währen das 24 Monate.

Danach wird der Unterhalt anhand des Einkommens aus selbständiger Tätigkeit neu berechnet.

Eine Anrechnung fiktiven Einkommens findet nur statt, wenn Sie nach dieser Berechnung weniger als 100% des Mindestunterhalts nach Düsseldorfer Tabelle bezahlen können. Dann wird soviel fiktives Einkommen hinzugerechnet, dass Sie den Mindestunterhalt zahlen können.

Wenn bereits ein Unterhaltstitel besteht, muss der jedes mal abgeändert werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Bernhard Müller

Rückfrage vom Fragesteller 03.05.2021 | 11:39

Sehr geehrter Hr. RA Müller,

vielen Dank für Ihre schnelle Rückmeldung!
Bitte um Ihre kurze Rückmeldung zu der Formulierung:
„Die Abfindung wird durch die Zeit geteilt, für die sie gezahlt wird"
und den von Ihnen angenommenen „24 Monaten". Die Abfindung „wird gezahlt" für
die Betriebszugehörigkeit, ist aber in Ihren Ausführungen mit „24 Monaten"
wahrscheinlich nicht gemeint.
Folgendes angenommene Zahlenbeispiel zum Verständnis:
Betriebszugehörigkeit: 10 Jahre (spielt bei der Berechnung des Kindesunterhalts keine Rolle?)
Abfindungshöhe: Brutto 40.000€ -> Netto 20.000T€
Jetziges Gehalt: Brutto 4.000€ / Monat-> Netto 2.000€ / Monat
Abfindung= 10x2.000€/ Monat= Netto 20.000T€
Neue Sebständigentätigkeit: Netto 1.000€/ Monat
Nettoeinkommen (Basis für neuen Kindesunterhalt: Netto 1.000€/ Monat + 2.000€/ Monat(aus Abf.) = 3.000€/ Monat
Der neue Kindesunterhalt wird auf Basis der neuen Nettoeinkünfte von 3.000€/ Monat
berechnet und wird für die nächsten 10 Monate fällig („bis die Abfindung verbraucht ist").

Nach den 10 Monaten würde der Kindesunterhalt auf Basis von Netto 1.000€/ Monat aus der Selbständigentätigkeit berechnet (angenommen keine Änderung der Selbst. Nettoeinkunft in den 10 Monaten).

Würde diese Berechnung auch gelten, wenn es sich bei der Anschlusstätigkeit
um eine Festanstellung handeln würde mit halben Nettoeinkommen (1.000€/ Monat) zur heutigen Tätigkeit?

Sind Ihre Ausführungen anhand des angenommenen Zahlenbeispiels richtig verstanden?

Vielen Dank für Ihre Antwort und viele Grüße.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 03.05.2021 | 12:31

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie haben die Ausführungen richtig verstanden.

Da das neue Einkommen von nur 1.000 Euro netto bei Ihnen unterhalb des Selbstbehalts liegt, würde bei Ihnen eine Hinzurechnung fiktiver Einkünfte erfolgen, so dass Sie nach den 10 Monaten den Mindestunterhalt nach Düsseldorfer Tabelle zahlen müssten.

Oder Sie müssten pro Woche 3 bis 4 Bewerbungen um besser bezahlte Jobs nachweisen, um eine Mangelfallberechnung zu erhalten.

Mit freundlichen Grüßen.

Bewertung des Fragestellers 03.05.2021 | 12:35

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