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Unterhalts Fortzahlung nach dem 18. Lebensjahr


| 30.10.2016 13:09 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Anja Holzapfel



ich habe 2 Söhne im Alter von 17 und 19 Jahren, ich bin seit 10 Jahren getrennt, die Kinder leben bei der Mutter, mit der ich nicht verheiratet war. Der Große hat seine Ausbildung als Elektroniker bei Siemens abgeschlossen, und geht jetzt auf die BOS. Der jüngere hat die Mittlerereife und geht jetzt auf die FOS. Ich habe bei der Geburt leider kein Sorgerecht beantragt. Nach der Trennung habe ich eine Urkunde zur Anerkennung der Unterhaltspflicht bis zum 18. Lebensjahr unterschrieben.2 Sparverträge über je 15.000€ für jedes kind, was ich für die Ausbildung angelegt hatte, musste ich per Beschluß der Mutter übertragen zur Treuhänderischen Verwaltung. Selbst das Geld in den Spardosen der Kinder, hat sie unter Ihre Verwaltung gebracht. Ich gehe davon aus, das der Große ca 20.000€ haben wird, da er sparsam ist, während seiner Lehre sich was gespart hat, und auch von den Großerltern gut versorgt wird.
Einer ehrlichen Auskunft verweigert er sich. War aber mit der Mutter beim Jugendamt um eventuelle weiterführende Ansprüche abzuklären. Für mich völlig überraschend kam er auf mich zu, und teilte mir mit das ich weiter für Ihn bezahlen muß, das hat mich sehr überrascht, und ich habe es bis auf weiteres auch abgelehnt. Seitdem ist er sauer und beide haben den Kontakt fast völlig abgebrochen.Ich hatte all die Jahre ein gutes Verhälnis zu den Kindern, und habe jede mir zustehnde Minute genutzt um teil ihres Lebens zu bleiben. Können die Kinder tatsächlich das Sparguthaben Zweckentfremden und weiterhin fordern oder wurde ihnen von der Mutter bzw. Jugenamt ein Floh ins Ohr gesetzt. Nun möchte ich darüber rechtliche Klärung, wie verhält sich das bei beiden Kindern.

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Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Für den jüngeren Sohn dürfte die Unterhaltspflicht fortbestehen, da minderjährige Kinder grundsätzlich nicht verpflichtet sind, ihr Vermögen für Unterhaltszwecke einzusetzen.

Bei Ihrem älteren Sohn sieht das anders aus: Offenbar hat er bereits eine Ausbildung abgeschlossen, so dass zu überprüfen wäre, ob überhaupt dem Grunde nach noch Unterhalt geschuldet wird. Soweit das der Fall ist, müssen sich beide Eltern am Barunterhalt beteiligen. Eigenes Vermögen muss von volljährigen Kindern bis auf einen "Notgroschen" verbraucht werden, bevor die Eltern (erneut) unterhaltspflichtig werden.

Wenn der Titel auf den 18. Geburtstag befristet war, können Sie die Unterhaltszahlungen für den älteren Sohn zunächst einstellen und ihn auffordern, Nachweise für das Einkommen der Kindesmutter und über den Verbrauch seines Vermögens zu erbringen. Erst wenn diese Auskünfte vorliegen, lässt sich abschätzen, ob und in welcher Höhe Sie künftig Unterhalt zahlen müssen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.


Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-

Nachfrage vom Fragesteller 31.10.2016 | 08:49

vielen Dank für die Antwort, was unbeantwortet blieb, was ist mit meinem kleinen Sohn, der wird in einem 1/2 Jahr 18, ist direkt nach der Schule jetzt auf die FOS und bekommt zu seinem 18. Geburtstag die selbe Summe von der Mutter übertragen.
Außerdem wurde mir auferlegt die Unterhaltszahlung direkt ans Jugenamt zu überweisen. Bin ich gesetztlich dazu verpflichtet, oder steht es mir frei ob ich an die Mutter überweise oder in Bar bezahle, oder wie auch immer ich ihr das Geld zukommen lasse.

schon mal vielen Dank im vorraus für die Beantwortung.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.10.2016 | 09:19

Sehr geehrter Fragesteller,



gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:


Ihr jüngerer Sohn muss aktuell, das hatte ich dargestellt, wegen seiner Minderjährigkeit sein Vermögen nicht einsetzen. Wenn er mit 18 Jahren das Vermögen von seiner Mutter erhält, ist er wie der ältere Bruder verpflichtet, bis auf einen Notgroschen sein Vermögen für den Unterhalt zu verwenden.

Der Gläubiger kann eine Zahlungsbestimmung treffen. Wenn also die Mutter - möglicherweise aufgrund einer Beistandschaft - die Zahlungen an das Jugendamt fordert, sollten Sie dem folgen. Mit der Volljährigkeit ist das Jugendamt ohnehin nicht mehr zuständig, so dass, wenn nach Verbrauch des Vermögens eine neue Unterhaltspflicht entsteht, Ihr Sohn bestimmen kann, wohin gezahlt wird.

Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel


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Bewertung des Fragestellers 31.10.2016 | 10:22


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FRAGESTELLER 31.10.2016 4,4/5.0
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