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Unterhalt/neue Partnerschaft/Steuerklassenänderung


23.08.2006 07:19 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Folgende Situation:
Mein Partner hat 2 Kinder- jeweils mit den 2 Ex-Frauen und zahlt für diese Kinder Unterhalt und für die letzte Frau. Die erste Frau hat für die Tochter einen Titel erwirkt. Ihm bleiben von seinem Gehalt (etwa 1250 Euro netto) gerade mal 849 Euro übrig.
Nun meine Fragen:
1. Wenn wir zusammenziehen, kann mein Gehalt (etwa 1300 Euro netto) in irgendeiner Form mitberechnet werden? Und wie ist das, wenn wir heiraten würden? Wird es dann irgendwie berücksichtigt?
2. Kann man ihn dann weiter runterpfänden (also unter diese 849 Euro), wenn wir verheiratet sind (etwa weil ich dann für ihn einstehen muß)?
3. Darf er seine Lohnsteuerklasse ohne Probleme wechseln? Also, dass ich 3 und er 5 nehmen würde. Wie würde es sich dann auf seine Unterhaltsverpflichtungen auswirken? Wäre das für uns von Nachteil? Kommt dann mein Gehalt mit in Berücksichtigung? Was können Sie uns raten?
23.08.2006 | 07:39

Antwort

von


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91785 Pleinfeld
Tel: 09144-94930
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Sehr geehrter Fragesteller,
unter Berücksichtigung der von Ihnen erteilten Informationen und Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage wie folgt, wobei ich darauf hinweise, dass im Rahmen einer Online-Erstberatung eine konkrete Unterhaltsberechnung nicht geliefert werden kann, auch angesichts Ihren sehr geringen Einsatzes:

1. Ihr Gehalt hat auf die Unterhaltsverpflichtungen keinen Einfluß, auch dann nicht, wenn Sie heiraten.

2. Auch die Pfändungsgrenze bleibt gleich.

3. Soweit Ihr Partner durch die Heirat in eine günstigere Steuerklasse fällt, kann dies zu einer Erhöhung der Kindesunterhaltsansprüche führen, nicht aber zu einer Erhöhung des Unterhaltes für die Ex-Frau. In der Praxis wird sich dies bei Ihrem Partner nicht auswirken, da der ihm zu belassende Selbstbehalt von 890,00 EUR sowieso schon ausgeschöpft ist.
Soweit Ihr Partner die Steuerklasse wechselt, um dadurch ein niedrigeres Nettoeinkommen zu haben und damit vermeintlich weniger Unterhalt bezahlen zu müssen,ist dies nicht zulässig. Geht die Steuerklassenwahl zu lasten des Unterhaltsgläubigers, weil der Unterhaltsschuldner seiner Ehefrau die günstigere Steuerklasse III überlässt, ist die Unterhaltsberechnung anhand der Steuertabellen zu korrigieren (BGH, FamRZ 1980,984).

Ich hoffe, Ihnen eine erste Orientierung gegeben zu haben und stehe im Rahmen der Nachfragefunktion gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Bernhard Trögl
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 23.08.2006 | 07:54

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Hätte aber noch eine Nachfrage wegen dem Steuerklassenwechsel.
Was genau bedeutet der letzte Satz (das die Unterhaltsberechnung anhand der Steuertabellen zu korrigieren ist)? Wirkt sich das dann negativ in der Steuererklärung aus oder wie kann ich das verstehen? D.h. dass das Sinnvollste dann tatsächlich ist die Steuerklassen 4/4 zu wählen?

Und wie kann das sein, dass ihm nur 849 Euro bleiben (also unter den 890 Euro Selbstbehalt)?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.08.2006 | 08:04

Sehr geehrter Fragesteller,
der letzte Satz in meiner Antwort bedeutet, dass im Rahmen einer Neuberechnung des Unterhalts dann nicht das Nettoeinkommen aus der schlechteren Steuerklasse angesetzt würde, sondern fiktiv das Einkommen aus der besseren Steuerklasse, also das höhere Einkommen. Auf die Steuererklärung selbst hat dies keinen Einfluß.
Meines Erachtens dürfte Stkl.4/4 die beste Wahl sein, auch wenn mir Ihre konkrete Einkommenssituation nur überschlägig bekannt ist. Evtl. könnte aber auch Stkl. 3 von Vorteil sein.Das ist aber mehr eine Frage für den Steuerberater.
Warum die Unterhaltsverpflichtungen Ihres Mannes den Selbstbehalt unterschreiten, kann ich nicht nachvollziehen, hier wäre eine umfangreiche Einsicht in Ihre Unterlagen nötig. Soweit erforderlich, kann dies im Rahmen einer Mandatserteilung außerhalb dieser Plattform gerne erfolgen.

Mit freundlichen Grüßen
Bernhard Trögl
Rechtsanwalt

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