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Unterhalt/Scheidung

23.02.2011 21:56 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Frau und ich haben uns vor ca. einem halben jahr getrennt, Sie hat unsere alte Wohnung behalten und ich musste mir eine neue suchen. Für unseren gemeinsamen zweijährigen Sohn bezahle ich seit dem monatlich 225,-€ Unterhalt. Da Sie Leistungen vom Staat bezieht, geht das Geld erst an den Staat und wird dann an Sie ausgezahlt. Zusammen mit dem Kindergeld hat Sie somit jeden Monat 409,-€ die unserem Sohn zustehen. Da ich weiss das ein zweijähriger nicht jeden Monat über 400,-€ benötigt habe ich Sie darauf angesprochen ob wir nicht einen Teil des Geldes auf ein Sparbuch o.ä. anlegen könnten, für die Zukunft unseres Sohnes. Daraufhin Sagte Sie mir nur, dass auch Sie von irgendwas leben muss. Meine Frage ist nun folgende: Kann ich irgendwas dafür tun damit das Geld auch dort ankommt wo es soll ? Nämlich bei unserem Kind ! Es kann doch nicht sein dass Sie sich ein tolles Leben mit dem Geld unseres Kindes macht, zudem bezieht Sie ja zusätzlich Leistungen vom Staat in vollem Umfang und lebt seit unserer Trennung mit ihrem neuen Freund zusammen der natürlich auch Geld verdient. Des weiteren hätte ich noch eine weitere Frage die mich betrifft: Bisher habe ich meine Lohnsteuerklasse noch nicht ändern lassen, wäre es von Vorteil diese jetzt schon vor der Scheidung zu ändern?

Würde mich sehr über eine Antwort Freuen und badanke mich im Voraus !

Mit freundlichen Grüßen

Thomas

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Da Ihr Sohn bei der Mutter lebt, zahlen Sie Barunterhalt, währen Ihre Ehefrau Unterhalt durch Betreuung des Kindes leistet.

Eine Möglichkeit, das Geld auf ein Konto des Kindes einzuzahlen besteht gegen den Willen der Mutter nicht. Das ersehen Sie aus folgender Überlegung: Würde der Kindesunterhalt nicht verwertet werden können, hätte die Mutter sämtliche Kosten allein zu tragen. Der Kindesunterhalt dient aber gerade zur Abdeckung des Lebensbedarfs.


2.

Bei Zusammenveranlagung bringt Ihnen ein Steuerklassenwechsel keine nennenswerten Vorteile. Soll aber eine getrennte Veranlagung erfolgen, ist eine Änderung zweckmäßig.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 23.02.2011 | 22:28

Sehr geehrter Herr Raab,

1.

so wie Sie schon Schreiben, "Der Kindesunterhalt dient aber gerade zur Abdeckung des Lebensbedarfs". Des Lebensbedarfs der Mutter oder des Kindes? Es heist ja schließlich: Kindesunterhalt. Die Mutter sagt ja selber dass Sie von dem Geld auch lebt. Es geht mir nicht darum dass Sie sämptliche Kosten selber tragen soll sondern darum dass ein zwei jähriges Kind nicht 409,-€ im Monat benötigt und die Mutter selbst zugibt von dem Geld ihres Kindes zu leben. Kann ich dagegen rechtlich etwas tun?

2.

Nun da wir bereits getrennt leben, wird wahrscheinlich auch eine getrennte Veranlagung erfolgen müssen oder sehe ich dass falsch?
Und in wie fern wäre eine Änderung zweckmäßig?

Ich bedanke mich und verbleibe


Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.02.2011 | 09:54

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Die Höhe des Kindesunterhalts bestimmt sich nach der Düsseldorfer Tabelle. Sie verdienen monatlich netto bis 1.500,00 €. Damit zahlen Sie den Mindestunterhalt in Höhe von 317,00 € abzüglich hälftigem Kindergeld von 92,00 €, also 225,00 €.

Eine rechtliche Möglichkeit, den Kindesunterhalt "an der Mutter vorbeizuschleusen" gibt es nicht. Im Gegenteil: Würden Sie nicht ordnungsgemäß zu Händen der Mutter zahlen, könnte gegen Sie Klage erhoben werden.


2.

Wenn die Zusammenveranlagung während der Trennungszeit zur geringsten Steuerbelastung beider Ehegatten führt, besteht die Pflicht zur Zusammenveranlagung. Das ergibt sich aus dem Gebot zur Rücksichtnahme auf der Grundlage des Wesens der Ehe.

Mit anderen Worten: Es gibt nicht die zwingende Folge, daß während der Trennung die getrennte Veranlagung "eintritt".


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

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