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Unterhalt: zwei Kinder beim Vater, ein Kind bei der Mutter

| 07.03.2008 21:28 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


19:55
Sehr geehrte Damen und Herren,

seit 06/2005 sind wir getrennt
seit 02/2007 geschieden
Ich wohne mit meiner Tochter ( 21 Jahre alt, in Berufsausbildung, 530,--€ netto Vergütung) und meinem Sohn (16 Jahre, Schüler, ohne Einkommen) in unserem während der Ehe gekauften Einfamilienhaus (Belastung mtl. 930,--€). Mein drittes Kind (10 Jahre) wohnt bei meiner Ex-Frau, für ihn zahle ich 249,-- € Unterhalt mtl. und er ist mindestens jedes zweite Wochenende und die halben Ferien bei mir.
Mein durchschnittliches Nettoeinkommen beträgt 2620,--€ mtl., ferner erhalte ich das Kindergeld für die beiden bei mir lebenden Kinder. Außer den normalen Ausgaben habe ich eine Ratenzahlung für das Auto von mtl. 100,-- seit 2002 und Altersvorsorge von mtl. 160,--€. Für meine Ex zahle ich keinen Unterhalt, sie war zum Zeitpunkt der Trennung auf Stundenbasis als Erzieherin tätig und hat nach und nach mehr Stunden und jetzt sogar seit einem Jahr einen festen Arbeitsvertrag bekommen. Das Einkommen müßte bei ca. 1950,--€ netto mtl. liegen. Ferner hat sie aus Zins- und Dividendenzahlungen ein zusätzliches Einkommen von ca. 250,--€ mtl. Bisher hat sie für die bei mir lebenden Kinder keinen Unterhalt gezahlt. Ich habe auch noch keinen Unterhalt eingefordert, da ich die Höhe ihrer Einkünfte bis vor kurzem nicht kannte. Sie ist seit 01/08 wieder verheiratet. Ihr neuer lebt in Tunesien, näheres weiß ich nicht.
Nun zu meiner Frage: Wie hoch ist der Unterhalt für jedes Kind? und: Kann ich für die bei mir lebenden Kinder den Unterhalt der vergangenen Jahre nachfordern?

Vielen Dank für Ihre Beantwortung
07.03.2008 | 22:29

Antwort

von


(106)
Anwandener Straße 43
90431 Nürnberg
Tel: 0911 25395207
Web: http://www.Gabriele-Koch.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich anhand des geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworte:

Der Unterhaltsbedarf der volljährigen Tochter bemisst sich nach Altersstufe IV der Düsseldorfer Tabelle und liegt bei 588 EUR. Hierauf sind das Kindergeld in voller Höhe und das eigene Einkommen der Tochter gekürzt um ausbildungsbedingte Aufwendungen anzurechnen, so dass der Bedarf gedeckt sein wird und kein Unterhaltsanspruch mehr besteht.

Der Unterhaltsanspruch für Ihren älteren Sohn dürfte nach Ihren Angaben bei 402 EUR liegen, wovon das halbe Kindergeld abzuziehen ist, so dass 325 EUR bleiben. Der Unterhaltsanspruch des jüngeren Sohnes, der bei Ihrer Ex-Frau lebt, liegt nach Kindergeldverrechnung bei 278 bzw. 297 EUR (da Ihr Einkommen ziemlich genau an der Grenze zwischen zwei Einkommensstufen der Düsseldorfer Tabelle liegt, kann nur mit einer ganz exakten Berechnung ermittelt werden, welcher von beiden Beträgen zutrifft).

Für die Vergangenheit kann man gem. § 1613 BGB nur ab dem Zeitpunkt Unterhalt fordern, zu dem man den Verpflichteten zum Zwecke der Geltendmachung des Unterhaltsanspruchs aufgefordert hat, Auskunft über sein Einkommen zu erteilen. Eine Nachforderung wird damit ausgeschlossen sein.

Ich hoffe, Ihnen damit eine erste Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Gabriele Koch
Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 08.03.2008 | 14:58

Sehr geehrte Frau Koch,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
Eine Nachfrage hätte ich noch zu dem geschilderten Sachverhalt. Da meine Ex neu verheiratet ist und ich die zukünftige Entwicklung des ganzen nicht absehen kann, beschäftigt mich noch folgende Frage:
Kann ich einen Nachweis über die Verwendung des gezahlten Unterhaltes verlangen und dass der "überschüssige" Betrag auf einem Sonderkonto angelegt wird für etwaige besondere Ausgaben.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.03.2008 | 19:55

Sehr geehrter Fragesteller,

es besteht weder ein Anspruch auf Nachweis noch auf Anlage eines evtl. verbleibenden Überschusses.

Nachdem von dem Kindesunterhalt jedoch, von wenigen Ausnahmen abgesehen, praktisch der gesamte Bedarf des Kindes abzudecken ist, also z.B. anteilige Wohn- und Nebenkosten, Lebenshaltungskosten, Schulbedarf, Sport- und Freizeitaktivitäten etc., ist rein rechnerisch kaum davon auszugehen, dass tatsächlich ein Überschuss verbleibt.

Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Koch
Rechtsanwältin

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(106)

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90431 Nürnberg
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Familienrecht, Versicherungsrecht