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Unterhalt zahlen wenn ich Mutter und Hausfrau bin?


18.12.2012 13:11 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Joachim



Meine beiden Kinder (12 Jahre und 14 Jahre) aus erster Ehe sind zu ihrem Vater gezogen.

Mein Sohn aus zweiter Ehe (6 Jahre) lebt bei mir.

Er ist in der 1. Klasse und hat täglich nur bis 11.30 Uhr Schule und hat leider keinen Hortplatz bekommen.
Das heißt: es ist für mich nicht möglich, arbeiten zu gehen und somit Unterhalt für meine beiden Kinder an meinen Ex-Mann zu zahlen.

Vom Vater meines 6jährigen Sohnes (von dem ich auch geschieden bin) erhalte ich Unterhalt.

Ich bin ein drittes Mal verheiratet und mein Mann hat ein Einkommen, allerdings natürlich nichts mit meinen Kindern aus erster Ehe zu tun.

Bin ich trotzdem verpflichtet - ohne eigenes Einkommen - Unterhalt an meinen Ex-Mann zu zahlen?

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Sehr geehrte Fragestellerin,
herzlichen Dank für ihre Frage und das damit entgegengebrachte Vertrauen.
Grundsätzlich sind Sie unterhaltspflichtig gegenüber Ihren Kindern, solange diese nicht wirtschaftlich selbständig sind. Dies betrifft im Übrigen auch den Vater der Kinder, bei dem sie leben. Der Unterschied ist hier, dass derjenige Elternteil, der die Kinder betreut, den Unterhalt aus Naturalien also der Verpflegung, Bekleidung et cetera erbringt, der Elternteil bei dem die Kinder nicht leben, wäre grundsätzlich zum Barunterhalt verpflichtet.
Barunterhalt müssen Sie jedoch dann nicht leisten, wenn sie nicht leistungsfähig sind und zum jetzigen Zeitpunkt dürfte dies der Fall sein, da sie kein eigenes Einkommen haben und lediglich Hausfrau sind. Darüber hinaus haben Sie auch eine weitere Unterhaltsverpflichtung gegenüber ihrem sechsjährigen Sohn.
Sofern Ihnen jedoch zugemutet werden kann, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, und dies für Sie auch möglich ist, zum Beispiel bei der Genehmigung eines Hortplatzes, besteht eine Verpflichtung gegenüber den Kindern entsprechendes Einkommen zu erzielen und Barunterhalt zu erbringen. Dabei bemisst sich die Unterhaltshöhe sodann nach ihren tatsächlichen Leistungsvermögen, d.h. ihre Ausbildung und ihrer Möglichkeit eine Arbeit aufzunehmen, sowie selbstverständlich auch den weiteren wirtschaftlichen Verpflichtungen und weiteren Unterhaltsverpflichtungen. Ihnen steht dann auch ein Freibetrag in Höhe von etwa 1.000,00 € zu.
Zusammenfassend wäre also darzustellen, dass derzeit eine tatsächliche Unterhaltspflicht aufgrund Leistungsunfähigkeit nicht besteht, die jedoch durchaus in dem Moment entstehen kann, wenn Sie eine geeignete Arbeit gefunden haben. Hierzu wären sie im Übrigen auch im Rahmen der Unterhaltsverpflichtung verpflichtet.
Gerne stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung und hoffe, Ihnen zunächst hilfreich geantwortet zu haben.

Nachfrage vom Fragesteller 18.12.2012 | 14:06

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Joachim,

vielen Dank für Ihre Antwort.
Es geht mir um die momentane Situation.
Da sich in der Grundschulzeit mit hoher Wahrscheinlichkeit kein Hortplatz ergeben wird, werde ich durch die Betreuung meines 6jährigen Sohnes auch nicht arbeiten gehen können.
Das heißt, dass ich in dieser Zeit, in der ich kein eigenes Einkommen habe, nicht unterhaltspflichtig bin?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.12.2012 | 14:56

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Sie müssen unterscheiden: Unterhaltspflichtig sind Sie grds.bis zur Volljährigkeit der Kinder bzw. deren wirtschaftlicher Selbständigkeit, wie o.g. Allerdings praktisch und tatsächlich brauchen Sie aufgrund Ihrer Einkommenssituation zum jetzigen Zeitpunkt keinen Unterhalt zahlen, müssen sich aber grds. bemühen, wenn Ihnen dies zumutbar ist, Einkommen zu erzielen.

Gerne können Sie sich weiter an mich wenden.

Viele Grüße

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