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Unterhalt wenn Kind volljährig, keine Ausbildung und Verdienst

| 30.08.2012 17:57 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Guten Tag,

meine Tochter ist 19 Jahre und ist bei ihrer Mutter (also meine Ex-Frau) ausgezogen und wohnt in einer WG.
Der Verdienst meiner Ex-Frau liegt unter dem Selbstbehalt, ich selbst verdiene 2200,- netto.
Meine Tochter sucht jetzt im zweiten Jahr vergeblich einen Ausbildungsplatz der ihren Vorstellungen entspricht.
Sie hat einen 400 Euro Job als Aushilfe in einem Kaufhaus. Welcher Unterhalt steht ihr nun unter welchen Bedingungen zu?

Vielen Dank für Ihre Antwort!

Sehr geehrter Fragesteller,

unter Berücksichtigung des von Ihnen dargestellten Sachverhalts und Ihres Einsatzes möchte ich Ihre Frage wie folgt beantworten:

Wenn Ihre volljährige Tochter nicht mehr bei einem Elternteil wohnt, liegt ihr Bedarf aktuell bei 670 €. Hierauf sind das eigene Einkommen und das Kindergeld, das der Elternteil, der es erhält, weiterleiten muss, anzurechnen.
Vom Einkommen Ihrer Tochter sind zunächst die berufsbedingten Aufwendungen, also Fahrtkosten usw., abzuziehen. Üblicherweise werden 5 % des Einkommens, das wären im konkreten Fall lediglich 20 €, abzuziehen. Teilweise wird von den Gerichten bei sehr geringen Einkünften aber auch ein Mindestbetrag von 50 € zu Grunde gelegt. Damit hätte Ihre Tochter je nach Berechnungsweise 564 € bzw. 534 € anrechenbares Einkommen (einschließlich Kindergeld), die Bedarfslücke beträgt somit 106 € bzw. 136 €.
Dies wäre der Maximalbetrag, den sie als Unterhalt zu bekommen hätte.

Kritisch zu prüfen wäre aus meiner Sicht allerdings, ob Ihrer Tochter nicht abverlangt werden könnte, mehr zu verdienen. Auch wenn sie keine Ausbildung macht, ist sie verpflichtet, ganztags erwerbstätig zu sein. Sie müsste also im Einzelnen darlegen, welche Bewerbungen sie geschrieben hat, um einen Ausbildungsplatz oder einen Arbeitsplatz mit einer höheren Bezahlung zu bekommen. Soweit Ihre Tochter also Angebote abgelehnt hat oder sich nur auf sehr wenige Stellen beworben hat, ist aus meiner Sicht fraglich, ob ihr überhaupt ein Unterhaltsanspruch zusteht.

Bitte beachten Sie, dass dieses Forum nur eine erste Orientierung bieten, nicht aber die persönliche Beratung ersetzen kann. Dennoch hoffe ich, dass Ihnen meine Antwort weiterhilft.
Abschließend möchte ich Sie auf die Bewertungsmöglichkeit hinweisen.

Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel

Nachfrage vom Fragesteller 30.08.2012 | 19:10

Danke für Ihre Antwort. Sie hilft mir sehr. Eine kurze Nachfrage:

Sollte meine Tochter eine Ausbildung beginnen, ist dann der Berechnungsansatz der gleiche? Setze ich dann an statt der 400 Euro für die Aushilfstätigkeit einfach die Ausbildungsvergütung ein und endet der Anspruch mit 25 Jahren?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.08.2012 | 19:38

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:
Die Berechnungsweise ist identisch, allerdings ergibt sich mit der neuen Düsseldorfer Tabelle ab Januar 2013 möglicherweise ein etwas höherer Bedarf. Diesen können Sie ggf. ab Anfang Januar der Presse entnehmen oder auf der Internetseite des OLG Düsseldorf in Erfahrung bringen.
Bei den berufsbedingten Aufwendungen ist zu berücksichtigen, dass diese, wie oben dargestellt, pauschal berücksichtigt oder konkret berechnet werden können.
Sollte Ihre Tochter z. B. für die Fahrt zum Ausbildungsplatz eine Monatskarte benötigen, können die tatsächlichen Kosten auch dann abgezogen werden, wenn sie höher sind.

Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel

Bewertung des Fragestellers 30.08.2012 | 20:00

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 30.08.2012 5/5,0
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