Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
478.597
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Unterhalt wegen Erkrankung


11.11.2008 20:35 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Folgende Situation hat sich ergeben:

Frau (A) heiratet Mann (B), bekommt drei Kinder, macht keine Ausbildung, erkrankt an Multipler Sklerose, lässt sich scheiden.

Nun heiratet A einen anderen Mann (C), die Hochzeit findet am 28.11.2003 statt, das Trennungsjahr beginnt am 01.05.2005, Scheidung wird immer weiter hinausgezögert und wird im August 2006 rechtskräftig.
Nun ist C dazu verpflichtet Unterhalt wegen Erkrankung zu zahlen.

Es haben sich aber Gerüchte breit gemacht A, würde 1. schwarz putzen gehen und 2.gar keine Multiple Sklerose haben.
Auch der Krankheitsverlauf während der Ehe war untypisch für MS, so saß A schon zeitweilig im Rollstuhl, nun fährt sie mit ihrem Motorroller durch die Gegend.3. A soll schon seit einem Jahr mit einem neuen Mann in einer häuslichen Gemeinschaft leben.

Nun meine Fragen:
1. Welche Möglichkeiten hat C denn nun, überhaupt irgendwann einmal keinen Unterhalt mehr zu bezahlen?
2. hat C ein Recht darauf auch nach der Scheidung ein amtsärztliche Attest anzufordern (wurde vom Scheidungsanwalt nicht eingefordert) oder den Unterhalt bei mangelnder Terapie zu kürzen?
3. Unter welchen Umständen lohnt es sich einen Privatdetektiv einzuschalten, um die Schwarzarbeit nachzuweisen?
4. Gibt es eine Möglichkeit nachzuprüfen, ob A wieder mit einem neuen Mann zusammen lebt?

Leider/ zum Glück wohnen A und C etwa 450 km voneinander entfernt, so dass eine persönliche Überprüfung bzw. Auseinandersetzung nicht in Frage kommt.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

unter Zugrundelegung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und in Ansehung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

1.) Sofern ein Unterhaltstitel vorliegt, wovon ich ausweislich Ihrer Ausführungen ausgehe, ist die Reduzierung oder Beendigung der Unterhaltsverpflichtung nur unter Abänderung desselben möglich. Eine solche Änderung ist nur möglich, wenn Tatsachen, welche den Unterhaltsanspruch reduzieren oder entfallen lassen, dies rechtfertigen. Solche Tatsachen könnten z.B. sein: unerwarteter positiver Krankheitsverlauf, Gesundung, eigene Erwerbstätigkeit der Unterhaltsberechtigten, neue gefestigte Lebensgemeinschaft etc.

2.) Sofern der vorliegende Titel nicht abgeändert ist, kann eine Reduzierung o.ä. nicht rechtmäßig erfolgen. Die Geltendmachung etwaiger Auskunftsansprüche rechtfertigt kein Zurückbehaltungsrecht.

3.) Die Einschaltung eines Privatdetektivs lohnt sich nur in Fällen eines stark begründeten Verdachtes oder bei fehlenden bzw. unglaubwürdigen Zeugen.

4.) Eine solche Überprüfung ist im Allgemeinen schwierig, da Ihnen direkte Einblicke in das Privatleben verwehrt sein werden. Ein gemeinsamer Hauptwohnsitz, gemeinsame Anschaffungen (z.B. Auto), Versicherungen etc. könnten jedoch ein Indiz sein.

---

Abschließend erlaube ich mir, Sie auf Folgendes hinzuweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Kristin Pietrzyk
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 12.11.2008 | 12:11

Sehr geehrte Rechtsanwältin,

es geht insbesondere um die Erkrankung von Frau A.

Kann ich eine Auskunft darüber erhalten, welche Therapie läuft?
Eine Erkrankung in diesem Ausmaß muss nach ärztlicher Meinung permanent medikamentös und auch therapeutisch begleitet werden.
Kann ich ein amtsärztliches Gutachten verlangen, dass ihre Krankheit bestätigt oder ist dies tatsächlich nur im Rahmen einer Abänderungsklage möglich?

Es ist für mich wichtig zu erfahren, ob die Eheschließung tatsächlich unter Vorspiegelung falscher Tatsachen statt gefunden hat.


Mit freundlichen Grüßen
C

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.11.2008 | 13:33

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage, wenn auch etwas verspätet, wie folgt:

Sofern der Unterhaltstitel auf der Erkrankung Ihrer Ex-Frau beruht und Sie begründeten Verdacht hegen, dass diese entfallen ist, sollten Sie eine Abänderung beantragen. Im Rahmen dieses Verfahrens haben Sie einen Anspruch auf Nachweis des Fortbestehens der Unterhaltsvoraussetzungen durch Ihre Ex-Frau.


Mit freundlichen Grüßen

Kristin Pietrzyk
Rechtsanwältin

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 59764 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
3,2/5,0
Hilfreiche Antwort, die etwas ausführlicher hätte sein können. ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
klar und schnell - jederzeit wieder!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Frage wurde sehr verständlich zu 100% beantwortet. Dankeschön! ...
FRAGESTELLER