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Unterhalt während BFD


| 13.11.2013 18:02 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Sohn (18, bei der Mutter lebend) beginnt am 18.11. einen BFD im Krankenhaus. Träger ist ein FSJ-Träger.
Für seine Tätigkeit erhält er 100 € Wohn- und Verpflegungszuschuss sowie 280 € Aufwandstentschädigung.

Meine Frage ist, was ich auf meinen Unterhalt an ihn abziehen kann.

Nur die 100 € oder auch die 280 €?

Vielen Dank fü eine Auskunft und
Grüße

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Sehr geehrter Ratsuchender,

als erstes ist zu klären, ob überhaupt noch ein Unterhaltsanspruch des Sohnes besteht.

Gefestigte Rechtsprechung gibt es dazu noch nicht. Bis zur Entscheidung des OLG Celle vom Beschluss vom 06.10.2011 zum Az.: 10 WF 300/11, orienterte sich die Rechtsprechung an den Entscheidungen zum FSJ. Danach besteht - bestand - kein Anspruch eines Kindes, wenn das FSJ nicht Voraussetzung für die beabsichtigte Ausbildung ist.

Nach der genannten Entscheidung soll aber ungeachtet dessen auch ein Unterhaltsanspruch während des FSJ bestehen. Das soll dann auch für den BFD gelten. Es handelt sich dabei noch nicht um die überwiegende Meinung. Man kann sich durchaus auch auf den Stamdpunkt stellen, dass kein Anspruch mehr besteht.

Bei einer Unterhaltsverpflichtung werden die Einkünfte des Kindes aber in voller Höhe auf den Bedarf angerechnet. Dabei handelt es sich um die 100,00 € und die 280,00 €, mithin insgesamt 380,00 €.

Beachten Sie, dass ab Volljährigkeit des Kindes beide Elternteile anteilig nach ihren Einkommen barunterhaltspflichtig sind; also auch die Mutter. Das gilt auch, obwohl der Sohn noch bei der Mutter lebt.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php

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