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Unterhalt von Kind und nichteheliche Frau

09.10.2008 21:14 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Guten Abend,

meine Frage ist etwas konfus ,ich versuche die Kurzfassung.

Mit meiner Ex Freundin war ich insgesamt 8 Monate zusammen, in dem zweiten Monat ging sie mir schon 1 Monat lang fremd, ich nahm sie wieder bis vor 3 Monaten wo wir uns auch trennten. Genau da erfuhr ich kurz nach unserer Trennung daß sie Schwanger ist und auch einen neuen Freund hat. Es vergingen 1,5 Monate und sie sagte mir daß sie das Kind verloren hatte. Vor kurzer Zeit kam sie allerdings mit dem Bild des Arztes als Beweis daß sie das Kind doch nicht verloren hatte und jetzt auch behalten will.Wir haben es nicht geschafft diese Beziehung zu retten.Angleblich sei es eine Risikoschwangerschaft weil sie vor und während unserer Beziehung "angeblich" immer mit Krebs zu tun hatte, sie hat nicht gearbeitet und Krankengeld bekommen.sie ist im 4-5 Monat schwanger und ich vermute daß ich zu 99% der Vater bin.
Ich habe noch keine Kinder und bin 35 Jahre alt und Single


Ich bin selbständiger Unternehmer einer GmbH , die Gesellschafter sind ich als Geschäftsführer, und meine Mutter als 2. Gesellschafter.

Ich beziehe jeden Monat seit 1,5 Jahren 5350 Euro Nettogehalt aus meiner Firma,Mieteinnahmen meines Hauses wo ich selber drin wohne auch sind ca 850 Euro zusätzlich.

Meine Kosten betragen von der Finanzierung des Hauses ca 1600Euro, dazu bin ich privat versichert mit allen Dingen , ich zahle nur Lohnsteuer auf mein Bruttogehalt.
Was am Ende übrig bleibt zum Leben müsste ich genau nachrechnen.


Jetzt die Fragen:

Meine Ex Freundin wird das Kind behalten wollen, ich werde auch gerne zu diesem Kind stehen, und auch den festgesetzen Unterhalt laut Düsseldorfer Tabelle zahlen. Sie wohnt allerdings auch bei ihrem jetzigem Freund seit wohl 3 Monaten.
Stimmt es ,daß ich wenn sie nicht arbeitsfähig ist wegen ihrer Krankheit ihr auch Unterhalt zahlen muss wenn sie es drauf anlegt?
Welche Kosten entstehen für mich ca. insgesamt im Monat und wie lange muss ich zahlen? Was ich natürlich nur für das Kind zahlen möchte.Denn anscheinend hat sie es drauf angelegt.
Ich war weder mit ihr verheiratet noch hat sie nie bei mir gewohnt. der Fall erinnert mich an Boris Becker, einfach mal ein Kind anhängen lassen.

Ich denke ihnen jetzt schon für eine schnelle Antwort, und auch wie ich mich am besten zu verhalten habe.Da solche Dinge einem das ganze Leben zerstören können.

Mit freundlichen Grüssen.

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Fragen möchte ich im Rahmen einer Erstberatung anhand des geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworten.

1. § 1615l BGB sieht ein Unterhaltsanspruch der Mutter eines unehelichen Kindes für höchstens drei Jahre vor. Diese Begrenzung auf drei Jahre wurde allerdings vor kurzem vom Bundesverfassungsgericht kritisiert. Es wird abzuwarten sein, ob diese zeitliche Grenze vom Gesetzgeber erweitert wird.

Nach derzeitigem Recht kann über den Zeitraum von drei Jahren hinaus Unterhalt geschuldet werden, wenn dies der Billigkeit entspricht. Hierbei spielen Belange des Kindes, aber auch Belange der Mutter eine Rolle. Sofern die Mutter aufgrund einer Krankheit neben der Kinderbetreuung nicht arbeiten gehen kann, wird weiterhin Unterhalt geschuldet bis die Mutter wieder arbeitsfähig ist bzw. die Kindesbetreuung endet.

Sofern sich also in Ihrem Fall die Kindesmutter die ersten drei Jahre ganz der Kindesbetreuung widmen möchte, müssen Sie Betreuungsunterhalt bezahlen. Sofern nach den drei Jahren von der Mutter weiterhin keiner Berufstätigkeit aufgrund Krankheit nachgegangen werden kann, werden Sie auch für die Folgezeit Betreuungsunterhalt schulden. Da dies allerdings der gesetzliche Ausnahmefall darstellt, sollten Sie die Voraussetzungen anwaltlich überprüfen lassen, wenn die Kindesmutter bzw. der zuständige Sozialträger nach den drei Jahren tatsächlich noch Unterhalt fordert.

2. Die Höhe des Unterhalts hängt von zahlreichen Umständen ab, so daß hier nur ein grober Überblick gegeben werden kann.

Der Kindesunterhalt bemisst sich nach der Düsseldorfer Tabelle. Aufgrund Ihres Nettoeinkommen, welches im Einzelfall noch um abzugsfähige Aufwendungen zu bereinigen wäre, müssen Sie davon ausgehen, daß Sie wahrscheinlich mindestens in die 10. Einkommensgruppe einzuordnen sind. Wenn man weiter davon ausgeht, daß die Kindesmutter das Kindergeld bekommt, werden Sie wohl zunächst 370 Euro Kindesunterhalt pro Monat zu zahlen haben.

Der Betreuungsunterhalt für die Mutter richtet sich nach der Lebensstellung der Mutter, welche diese vor Geburt des Kindes inne hatte, also in der Regel nach dem Einkommen der Mutter.

Da in Ihrem Fall die Mutter nicht berufstätig war, dürften Sie nur den notwendigen Eigenbedarf der Mutter bezahlen müssen, welcher derzeit bei 770 Euro monatlich liegt.

Wie gesagt, müsste dies aber anhand aller Umstände genauer ermittelt werden. Sofern die Mutter wirklich Unterhalt für sich selbst fordert, sollten Sie sich in jedem Fall an einen Anwalt vor Ort wenden, welcher den Unterhalt genau ausrechnen und Sie vertreten kann.

Mit freundlichen Grüßen

Lars Steinfelder
Rechtsanwalt


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