Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.170
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Unterhalt vom Kindsvater ohne Ehe


10.05.2007 10:07 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Hallo, im September 2007 möchte ich meine Elternzeit nach 2 Jahren beenden. Die Beziehung zu dem Kindsvater ist momentan sehr angespannt und ich möchte nicht aus finanziellen Gründen an ihn gebunden sein. Nun habe ich gelesen, dass bei unverheirateten Paaren der Kindsvater nur 2 Jahre, höchstens 3 Jahre Unterhalt zahlen muss. Das heißt für mich, nicht in Teilzeit arbeiten zu könnnen, keine Zeit für das Kind zu haben und trotz Vollzeitarbeit durch die Kosten der Kindsbetreuung wenig Geld zu haben. Wenn ich mich mit dem Vater des Kindes auf Teilzeitarbeit einigen kann und er bereit ist über die 2 oder 3 Jahre hinaus für das Kind Verantwortung zu zeigen, wie können wir das wasserdicht festlegen, damit ich im Falle einer Trennung nicht mit einem Teilzeitjob und ohne Unterhalt dastehe? Ist eine notarielle Beurkundung möglich und nötig, reicht ein Schriftstück, dass wir beide unterzeichnen? Ich möchte kein Risiko eingehen, denn arbeite ich erstmal Teilzeit, werde ich keinen Vollzeitjob mehr bekommen und wäre somit mit meinem ganzen privaten Entscheidungen an den Kindsvater gebunden.
MfG

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Ratsuchende,

vorab möchte ich klarstellen, dass sich die zeitliche Begrenzung nur auf Ihren Unterhaltsanspruch nach § 1615 l BGB bezieht und nicht auf den Unterhalt für das Kind. Es ist aber auch unter besonderen Voraussetzungen möglich über die drei Jahre hinaus Unterhalt zu bekommen.

Sie können mit dem Kindesvater eine Vereinbarung über Unterhaltszahlungen an Sie treffen. Diese sollten Sie aber durch einen Notar erstellen lassen. Ein einfaches Schriftstück ist zwar möglich, aber keineswegs ausreichend.

Die notarielle Urkunde hat den Vorteil, dass Sie mit dem Notar die genaue Formulierung der einzelenen Punkte ( Höhe des Unterhaltes, Zeitraum, wenn eine zeitliche Begrenzung aufgenommen werden soll, etc. ) besprechen können und er Sie insoweit auch beraät.

Daüberhianus stellt diese Urkunde einen sogenannten Titel dar, mit dem Sie die Zwangsvollstreckung betreiben könnten, da sich der Kindesvater, wie in solchen Vereinbarung notwendig, der Zwangsvollstreckung unterworfen hat.

Er kann bei Vorliegen dieser notariellen Urkunde die Unterhaltszahlungen auch nicht einfach einstellen oder der Höhe nach von der Vereinbarung abweichen. Er muss eine Abänderung der Urkunde beantragen, wenn er sie geändert haben will. Das gilt natürlich auch für Sie, wenn Sie etwas geändert haben möchten.

Wenn Sie sich entscheiden, eine Urkunde erstellen zu lassen, sollten Sie den Kindesunterhalt mit aufnehmen. Dann ist auch dieser geregelt.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60124 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Meine Frage wurde verständlich und ausführlich beantwortet. Vielen herzlichen Dank! ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Klar und unumwunden im Ganzen zu empfehlen ! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antworten auf meine Fragen waren ausführlich und verständlich. ...
FRAGESTELLER