Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Unterhalt volljähriges Kind in Berufsausbildung


| 08.06.2005 13:29 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Sehr geehrte Damen und Herren,

meine volljährige Tochter, die mit meiner gesch. Frau und deren neuem Ehemann in häuslicher Gemeinschaft lebt, befindet sich in einer Berufsausbilung. Ihr monatl. Einkommen beträgt abzgl. der ausbildungsbedingten Aufwendungen 508,79€. Gem. dem Elterneinkommen beträgt lt. Düsseldorfer Tabelle der Unterhalt für eine 18. jährige in Stufe 11 (3600 - 4000 €) 589 €. Da jedoch nur für 1 Kind Unterhaltpflicht besteht, ist die Stufe 13 der Düsseldorfer Tabelle heranzuziehen. Somit beträgt der Unterhalt 654,00 €. Die Differenz von 145,21€ haben wir entsprechend unseren Einkünften (Exfrau und ich) gequotelt, so dass ich einen Betrag von 73,58 € monatlich entrichte.

Nun zu meiner eigentlichen Frage: Seit 3 Monaten erhält meine Frau für unsere Tochter wieder Kindergeld (154,00€). Grund sind erhöhte Aufwendungen für die Ausbildung (Fahrtkosten). Wie sieht es nun mit der Berechnung des Unterhalts aus? Wem ist das Kindergeld zuzurechnen, dem Einkommen unserer Tochter, dem Einkommen meiner Exfrau oder kann ich meine Unterhaltsverpflichtung um die Hälfte des Kindergelds kürzen und damit nichts mehr zahlen?

Ich bedanke mich im Voraus für eine schnelle und hoffentlich hilfreiche Auskunft.

Mit freundlichen Grüßen


P.S. Vielleicht noch wichtig. Ich lebe in den neuen Bundesländern, meine Tochter in den alten.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Ratsuchender,

die Anrechnung des Kindergeldes richtet sich in Ihrem Fall nach § 1612b Abs. 2 BGB.

Das bedeutet, dass sich die Unterhaltspflicht Ihrer EX um die Hälfte des gezahlten Kindergeldes erhöht, also um 77 EUR, mithin auf insgesamt 148,63 EUR. Der Anspruch besteht jedoch nach Ihren Informationen nur in Höhe von 145,21 EUR. Auf diesen Betrag ist die Unterhaltspflicht natürlich begrenzt.

Für Sie verringert sich die Unterhaltspflicht hingegen um 77 EUR, so dass für Unterhaltszahlungen kein Raum mehr ist.

Ich möchte Sie jedoch noch darauf hinweisen, dass sich ab 01.07.2005 die Düsseldorfer Tabelle ändert und der Anspruch in der 13.Stufe dann 670,00 EUR beträgt, was sich natürlich - wenn auch nur geringfügig - auswirken kann.

Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 17.06.2005 | 06:55

Sehr geehrte Frau True-Bohle,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Leider erhielt ich von meiner Exfrau die Information, dass ich dass Kindergeld nicht vom Unterhaltsbetrag abziehen darf sondern dass es als Einkommen anzusehen ist. Somit würde sich also nur mein zur Berechnung des Unterhalts herangezogenes Einkommen um die besagten 77,-€ (Hälfte des Kindergelds) verringern. Wie verhält es sich nun genau damit?

Für eine schnelle Antwort bin ich Ihnen dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.06.2005 | 09:05

Sind beide Elternteile zum Barunterhalt verpflichtet, so erhöht sich der Unterhaltsanspruch gegen den das Kindergeld beziehenden Elternteil um die Hälfte des auf das Kind entfallenden Kindergelds.

Das bedeute nicht, dass sich das Einkommen des einen oder anderen Unterhaltsverpflichteten erhöht oder verringert.

Ihr Fall ist in dieser Beziehung relativ einfach, da beide Eltern Barunterhalt zahlen. In diesem Fall erhöht sich die Unterhaltszahlung auf Seiten der Mutter um 77,00 EUR und verringert sich auf Ihrer Seite um 77,00 EUR.

Einzig die Tatsache, dass damit Ihre Unterhaltspflicht entfällt, könnte von einem Gericht anders gesehen werden. Ich halte das Ergebnis in Ihrem Fall für zutreffend, auch wenn es dazu führt, dass eine Unterhaltspflicht nicht mehr gegeben ist.

Jedenfalls wird das Kindergeld nicht von Ihrem Einkommen abgezogen, sondern vom Unterhaltsbetrag.

Ich hoffe, Sie können Ihrer EX.Frau dieses vermitteln.

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Danke für die schnelle und kompetente Antwort, die mir sehr geholfen hat. "
FRAGESTELLER 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER