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Unterhalt volljähriger Kinder im Ausland

03.08.2008 14:15 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Guten Tag ,

ich habe einen unehlichen Sohn von 19 1/2 Jahren der im Eu Ausland lebt .
Mein Sohn lent seit ca 15 Jahren im EU Ausland wo er bei den Großeltern aufwächst . Die Kindesmutter lebt in Deutschland und hat nach der Geburt eines weiteren Kinde mein Sohn zu Ihren Eltern ins Ausland " abgeschoben " . Dies wurde mir aber erst im nachhinein mitgeteilt weil ich den Unterhalt an die Großeltern überweisen solle .
Ich bin selbstständig und habe ein durchschnittliches Nettoeinkommen von monatlich ca. 2000 EURO . Mit den Großeltern erfolgt eine mündlöiche Absprache das ich monatlich 300 EURO an Sie überweisen solle .Bislang gab sich der Großvater mit diesem Betrag die letzten Jahre zufrieden . Es ist natürlich fast unmöglich nachzuvollziehen ob mein Sohn eine Ausbildung , Schule oder ähnliches macht . Laut Aussage der Großeltern besucht er eine weiterführende Schule . Dieses haben Sie durch eine Bescheinigung ( auf spanisch ) dargelegt . Diese Bescheinigung hatte ich ( naiver Weise ) so akzeptiert und habe den Unterhalt weiter gezahlt . Nun habe ich aussagekräftige Bescheinigung ( Zeugnisse , Lehrverteg oder ähnliches ) angefordert . Es wurde mir einenKopie der selben Schulbescheinigung zugesendet . Diesmal hane ich es allerdings übersetzen lassen . Laut Aussage des Großvaters sowie nach der Schulbescheinigung , geht mein Sohn 3 x die Woche von 17.30-19.00 Uhr zu einer Art Volkshochschule wo er angeblich den Realschulabschluß nachmacht . Diese Schule soll angeblich noch bis Sommer 2009 gehen . Zeugnisse oder ähnliches wurden mir nicht überlassen . Da für mich die Sachlage recht unklar scheint , habe ich den Unterhalt von 300 EURO nicht überwiesen und auf ein Sparbuch angelegt .


Hier nun meine Fragen :
1 . Kann mein Sohn verlangen das ich die Bescheinigungen auf meine Kosten übersetzen lassen muß
2. Welche Bescheinigung kann ich einfordern um zu prüfen ob Er eine Ausbildung macht oder nur " rumlungert "
3. Bin ich unter den o.g. Vorraussetzungen verpflichtet weiterhin den Unterhalt zu zahlen ?
4 . Müßte ich die Differenz des Unterhaltes lt. Düsseldorfer Tabelle nachzahlen
5. Ist die Kindesmutter auch gegenüber dem Sohn Unterhaltspflichtig ?

Über eine baldige Nachricht würde ich mich freuen und verbleibe

Mit freundlichem Gruß

Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Fragen unter Berücksichtigung Ihrer Angaben und Ihres Einsatzes zusammenfassend wie folgt:

zu 1: Diese Frage ist nicht eindeutig zu beantworten, da es diesbezüglich keine konkreten Vorschriften gibt. Allerdings trägt immer derjenige, der von einem anderen etwas haben will, die Beweislast für diesen Anspruch. Es obliegt also Ihrem Sohn, Ihnen seinen Anspruch auf Unterhalt nachzuweisen. Dazu gehört es meines Erachtens auch, den Anspruch in einer dem Unterhaltsschuldner verständlichen Sprache nachzuweisen.

zu 2: Für den Unterhaltsanspruch ist es nicht nur maßgeblich, dass überhaupt eine Schule besucht oder eine Ausbildung durchgeführt wird, vielmehr ist es auch erforderlich, dass die Ausbildung konsequent und zielgerichtet durchgeführt wird. Vor diesem Hintergrund haben Sie nicht nur einen Anspruch darauf, zu erfahren, dass überhaupt eine Schule besucht wird, vielmehr haben Sie auch einen Anspruch darauf, durch die Vorlage von Zeugnissen etc. zu erfahren, ob die Ausbildung auch zielgerichtet durchgeführt wird.

zu 3: Einen Anspruch auf Kindesunterhalt hat Ihr Sohn nur dann, wenn er sich in einer Ausbildung befindet - und zwar in Vollzeit. Das heißt, der Anspruch auf Unterhalt muss darin begründet sein, dass es Ihrem Sohn aufgrund seiner Ausbildung/Schulbesuch nicht möglich oder nicht zumutbar ist, seinen Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Wenn Ihr Sohn nur eine Abendschule besucht, kann man nicht von einer Vollzeit-Ausbildung ausgehen. Ihrem Sohn ist es daher m.E. zuzumuten, sich seinen Lebensunterhalt selbst zu verdienen, sodass ein Unterhaltsanspruch nicht mehr (oder nur noch eingeschränkt) besteht.

zu 4: Wenn Ihr Sohn im Ausland lebt, ist die Düsseldorfer Tabelle ohnehin nur dann maßgeblich, wenn die Lebensverhältnisse des jeweiligen Landes mit den Lebenshaltungskosten in Deutschland vergleichbar sind. Sollte in Spanien der Bedarf des Kindes geringer sein als in Deutschland, dann kann der Unterhalt auch unterhalb der Düsseldorfer Tabelle liegen.

Eine Nachzahlung hätten Sie nur dann zu befürchten, wenn Sie durch eine Aufforderung zu höhrem Unterhalt in Verzug gesetzt worden wären. Dies ist aber nach Ihrer Schilderung nicht ersichtlich, da Sie ja schreiben, sie Großeltern wären mit den 300,- Euro zufrieden gewesen.


zu 5: Selbstverständlich! Beide Eltern sind gegenüber einem volljährigen kind zu gleichen Teilen barunterhaltspflichtig. Dies gilt insbesondere dann, wenn das kind nicht bei einem Elternteil lebt. Ob Sie deswegen aber weniger zahlen müssen, hängt davon ab, ob die Kindesmutter leistungsfähig ist, also die finanziellen Möglichkeiten hat, ebenfalls ihren anteiligen Unterhalt zu zahlen.


Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung geben. Gerne stehe ich Ihnen für eine Nachfrage oder eine weitergehende Interessensvertretung zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Aust
Rechtsanwalt

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