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Unterhalt volljährig - Wie wird der Mehrbedarf berechnet?


| 08.06.2007 10:16 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Hallo,

Sachstand: 1 Sohn 18 Jahre 1 Sohn 15 Jahre . Beide leben bei Ihrer Mutter
Mein Netto ca. 1700 € (Jahresschnitt) Hochgerechnet auf 3200 wegen Abfindung 2004
Einkommen der Mutter ca. 2000 € pro Monat
Zur Zeit zahle ich für den 18 jährigen 495,-- (eine Stufe zu wenig wegen 18 Jahre), 495,-- für den zweiten Sohn und ziehe 154,-- € Kindergeld ab.
Nun die Frage: Mein Sohn beginnt am 1.8.07 eine Lehr und verdient 720,-- brutto,
ca. 550 € Netto. Braucht auch ein Auto um zur Lehrstelle zu gelangen. Wie wird der Mehrbedarf berechnet 90,--€ oder 150,-- € ?
Bin ich noch Unterhaltspflichig für meinen 18. jährigen Sohn. ?

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage.

Zunächst möchte ich Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll, die in keinem Fall die Beratung durch einen Anwalt / Anwältin ersetzen kann.

Die rechtliche Beurteilung kann unter Umständen anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen, wenn bestimmte Angaben hinzugefügt oder weggelassen werden.

Ihre Frage beantworte ich aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben, wie folgt:

Zunächst ist zu beachten, dass ab der Volljährigkeit Ihres Sohnes sowohl Sie als auch Ihre Frau barunterhaltspflichtig sind. Dies bedeutet, dass der Bedarf des Kindes aus dem einkommen beider Elternteile ermittelt wird.

Nach der Düsseldorfer Tabelle wird die Ausbildungsvergütung eines in der Berufsausbildung stehenden Kindes, das im Haushalt der Eltern oder eines Elternteils wohnt, vor ihrer Anrechnung in der Regel um einen ausbildungsbedingten Mehrbedarf von monatlich 90 EUR gekürzt.
Allenfalls kann bei konkretem Nachweis, der hier jedoch noch nicht vorliegt, maximal ein Betrag von 150 € in Abzug gebracht werden. Zu den berufsbedingten Mehraufwendungen zählt in der Regel jedoch nicht die Anschaffung eines PKW.

Somit müsste Ihr Sohn sich auf seinen Unterhaltsanspruch die Ausbildungsvergütung in Höhe von 460 € anrechnen lassen.

Darüber hinaus ist das Kindergeld ab Eintritt der Volljährigkeit voll bedarfsdeckend einzusetzen. Folglich werden nicht nur 77 €, sondern 154 € in Abzug gebracht.

Nach der Düsseldorfer Tabelle hätte Ihr Sohn einen Bedarf von 603 € (gemeinsames Einkommen 3700 €). Hiervon sind das Kindergeld (154 €) sowie die Ausbildungsvergütung (460 €) in Abzug zu bringen. Folglich ist der Bedarf Ihres Sohnes gedeckt und Sie sind nicht mehr verpflichtet Unterhalt an Ihn zu zahlen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit der Antwort weiterhelfen. Sollten Sie noch weiteren Klärungsbedarf haben, nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.

Mit freundlichen Grüßen

Christopher Tuillier
Rechtsanwalt

info@rechtsanwalt-tuillier.de
www.rechtsanwalt-tuillier.de

Nachfrage vom Fragesteller 08.06.2007 | 14:16

Hallo ,
vielen Dank für Ihre Anwort. Ich habe noch folgene Nachfrage
Einommen Vater 3200,--€ (1700 + 1500 wegen Abfindung 2004)
Einkommen Mutter 2000,-- €
Wie hoch ist dann der Bedarf für meinen Sohn ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.06.2007 | 14:51

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.


Die Frage ist zunächst, auf welchen Zeitraum die Abfindung verteilt wurde. Es ist daher vorab zu prüfen, ob überhaupt noch eine Aufstockung stattfindet.

Mit einem gemeinsamen Einkommen von 5.200 € würden Sie oberhalb der 13. Einkommensgruppe der Düsseldorfer Tabelle liegen. In solchen Fällen, gibt es keinen festgeschriebenen Regelbedarf. Hier kommt es auf die Besonderheiten des Einzelfalles an, weshalb hierzu keine pauschale Aussage gemacht werden kann.

Meiner Meinung nach dürfte, im Hinblick darauf, dass das hohe Einkommen nur zustande kommt, da Sie vor 3 Jahren eine Abfindung erhalten haben, maximal der Bedarf der höchsten Gruppe zugrunde gelegt werden. Dieser würde 670 € betragen, wodurch ein nicht gedeckter Bedarf von 56 € verbliebe. Hiervon hätten Sie, wegen der anteiligen Unterhaltsverpflichtung 36 € zu zahlen.

Bitte beachten Sie jedoch, dass es hier wirklich auf die Einzelheiten des Falles ankommt und daher im Rahmen dieses Forums keine abschließende Beurteilung getroffen werden kann.

Entschuldigen Sie bitte, dass ich die Erhöhung des Einkommens durch die Abfindung in 2004 bei der vorhergehenden Berechnung übersehen habe. Die Ausführungen zur Anrechnung der Ausbildungsvergütung behalten hier jedoch ihre Gültigkeit.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Christopher Tuillier
Rechtsanwalt

info@rechtsanwalt-tuillier.de
www.rechtsanwalt-tuillier.de

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