Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
479.629
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Unterhalt volljährig


13.12.2007 21:32 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Sehr geehrte Damen und Herrn,



Ich war lt. Jugendamtsurkunde bis August 2007 für meine nun 21 jährige
Tochter in Ausbildung Unterhaltspflichtig.Anschliessend sollte eine
Neuberechnung erfolgen.Ich wurde jedoch erst im Oktober 2007
zu weiteren Zahlungen aufgefordert.
Nun erhielt ich Post von ihrem Anwalt mit folgnder Forderung:
Bedarf 590 Euro erhöht um Fahrtkosten von 243 Euro für 1350km
monatlich Fahrten 0.18Euro/km (bisher 51 Euro für Wochenkarten)
als Einkommen werden angerechnet:
225 Euro Einkommen + 180 Euro Waisenrente + 154 Euro Kindergeld.
Unterhaltspflicht rückwirkend ab September 2007 :274 Euro,herabgesetzt durch mein
Einkommen auf 261,74 Euro. Wie sollte ich mich verhalten und
ist eine neue Beurkundung erforderlich

Vielen Dank für Ihre Bemühungen,

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich möchte Ihre Frage auf Grund des dargelegten Sachverhalts und unter Bereücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

Ich weise darauf hin, dass dies einer ersten Orientierung über die bestehende Rechtslage dient und ein ggf. persönliches Beratungsgespräch bei einem Anwalt Ihrer Wahl nicht ersetzt.

Grundsätzlich sind Sie nur solange zum Unterhalt verpflichtet, solange sich Ihre Tochter in der Ausbildung befindet.

Sofern dies der Fall sein sollte, muss durch Sie ein Ausbildungsunterhalt gezahlt werden.

Der Bedarf beträgt zutreffend 590 Euro für volljährige, sich in der Ausbildung befindlichen Kindern, die nicht im Haushalt der Eltern wohnen.
Zweifelhaft erscheint hier jedoch die Erhöhung der Fahrtkosten.
Dieser Erhöhung würde ich widersprechen, sofern hier keine Änderungen eingetreten sind, die eine Nutzung des eigenen Pkw erforderlich machen, da es auch weiterhin möglich ist, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, so dass die Nutzung eines eigenen Pkw nicht erforderlich ist.

Geht man davon aus, dass die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel möglich ist, beträgt der Bedarf lediglich 641 Euro.

Hiervon sind die dargelegten Einkommen abzusetzen, so dass demnach nur ein Unterhaltsbetrag in Höhe von 86,00 Euro geschuldet wird.

Grundsätzlich ist keine Beurkundung vorzunehmen. Jedoch liegt hier eine möglicherweise begehrte Beurkundung allein im Bereich des Unterhaltsberechtigten, also Ihrer Tochter.
Natürlich sind Sie nicht daran gehindert ebenfalls eine Beurkundung vornehmen zu lassen, was Ihnen Rechtssicherheit über den zu zahlenden Unterhalt bietet.

Bei einer ggf. vorzunehmenden Beurkundung sollte jedoch auf eine Befristung bis zum Abschluss der Ausbildung, bzw. bis zum Ablauf der Regelstudienzeit geachtet werden.

Bezüglich der Fahrtkosten empfehle ich Ihnen sich an einen Kollegen vor Ort zu wenden, der auf die Zahlungsaufforderung des gegnerischen Anwalts Stellung nimmt.

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit meiner Beantwortung einen ersten Überblick verschaffen.

Mit freundlichen Grüßen

Marco Liebmann
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 14.12.2007 | 19:42

Ist eine Nachforderung unter den gegebenen Ümständen
seit September rechtens ?
Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.12.2007 | 20:29

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Nachfrage möchte ich wie folgt beantworten:

Ja, die Forderung für September 2007 ist berechtigt. Auch nach Ihren eigenen Angaben, sollte im September eine Neuberechnung des Unterhalts erfolgen. Damit hatten Sie Kenntnis von der Unterhaltsverpflichtung. Eine Neuberechung des Unterhalts erst ab Oktober 2007, hindert nicht daran, diesen Betrag dann auch für September 2007 zu geltend zu machen.

Mit freundlichen Grüßen

Marco Liebmann
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 59978 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnelle, ausführliche und ich hoffe auch kompetente Antworten. So richtig weiß man das ja erst später, wenn es zum Streitfall kommt. Jedenfalls weiß ich jetzt viel mehr wie ich weiter vorgehen sollte im Streitfall mit ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort ist klar verständlich, ausführlich und zeugt von fachlicher Kompetenz. Besser geht's nicht. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Super sehr schnelle Antwort.preislich günstig. ...
FRAGESTELLER