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Unterhalt vollj. Sohn


11.06.2007 22:48 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Grema



Stand der Dinge:
Mein Sohn ist 22 J., wohnt bei meiner Ex-Frau. Nach dem Abitur Zivildienst, bis zum Zivildienst habe ich regelmäßig Unterhalt gezahlt.
Der Kontakt ist seit 2 Jahren "eingeschlafen" (leider).
Nun erfahre ich mit Schreiben vom 01.06.07 von seinem Anwalt, dass der Zivildienst am 31.03.07 endete und bis zu Beginn des Studiums im Herbst der junge Mann ohne Arbeit ist. Unterhalt wird ab 01.04. geltend gemacht.
Unstreitig sind die Höhe des zu zahlenden Unterhaltes (90 Euro) und meine Unterhaltspflicht ab 01.06. Einen Unterhaltstitel gibt es nicht mehr.

Frage 1: Bin ich verpflichtet, den Unterhalt rückwirkend zu zahlen (April/Mai), wo doch mein Sohn mich nicht rechtzeitig über das Ende des Zivildienstes informiert hat (erst am 01.06.)?

Frage 2: Gibt es neben einer ggf. moralischen Verpflichtung evtl. die Möglichkeit, an meine Unterhaltszahlung die Verpflichtung zu koppeln, dass er ein paar Stunden pro Monat als Gegenleistung für den Unterhalt bei mir am Haus helfen (arbeiten) soll?
Herzlichen Dank
L. S.

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Sehr geehrter Fragesteller,

unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Informationen sowie Ihres Einsatzes erlaube ich mir, Ihre Frage wie folgt zu beantworten:

Eine rückwirkende Geltendmachung des Unterhaltsanspruchs ist nur in engen Grenzen möglich. Voraussetzung hierfür ist etwa, dass Sie zuvor dazu aufgefordert worden sind, Ihre Einkommens- und Vermögensverhältnisse für die Berechnung einer Unterhaltssumme dazulegen oder eine konkrete Unterhaltszahlung von Ihnen verlangt worden ist (und Sie damit in Verzug gesetzt worden sind). Eine abschließende Beantwortung der Frage, ob diese Voraussetzungen in Ihrem Fall erfüllt sind, ist angesichts der Angaben zum Sachverhalt nicht möglich.

Zu Ihrer zweiten Frage kann ich Ihnen mitteilen, dass eine gesetzliche Verpflichtung des Kindes zur (angemessenen) Hilfs- und Dienstleistungen im elterlichen Haus und Geschäft nur besteht, wenn es dem elterlichen Hausstand angehört. Abgesehen hiervon kann in Ihrem Fall jedoch die grundsätzliche Verpflichtung des volljährigen Kindes von Bedeutung sein, seinen Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Hierfür hat Ihr Sohn (bis zur Aufnahme etwa eines Studiums) grundsätzlich alle zumutbaren Tätigkeiten aufzunehmen, auch Hilfs- und Nebenjobs. Ihr Sohn hat die Pflicht, seine Bedürftigkeit darzulegen. Dazu gehört auch der Nachweis, dass er trotz größter Anstrengungen keine zumutbare Erwerbstätigkeit finden kann.

Es spricht prinzipiell nichts dagegen, dass er sich zumindest einen Teil seines Verdienstes durch Hilfstätigkeiten in Ihrem Haushalt erarbeitet. Eine gesetzlichen Anspruch Ihrerseits als Elternteil, dass dies quasi als Gegenleistung für einen geleisteten Unterhalt geschieht, gibt es dabei jedoch nicht.

Ich hoffe, Ihnen mit der Antwort weitergeholfen zu haben.

Bitte beachten Sie, dass anhand der zur Verfügung stehenden Informationen lediglich eine erste Einschätzung erfolgen konnte. Für eine weitergehende Beratung ist Ihnen zu empfehlen, einen Kollegen mit der genauen Prüfung des Sachverhalts zu beauftragen. Selbstverständlich stehe auch ich Ihnen hierfür weiterhin zur Verfügung

Mit freundlichen Grüßen

Christian Grema
Rechtsanwalt
_____________
Christian Grema
C-G-W Rechtsanwälte

Postfach 1543
76605 Bruchsal

Tel.: (07251) 392 44 30
Fax.: (07251) 392 44 31

Internet: www.c-g-w.de
E-Mail: info@c-g-w.de
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