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Unterhalt unverheiratete Kindesmutter / Verjährung

19.03.2019 09:19 |
Preis: 51,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Hallo, ich lebe unverheiratet mit dem Kindsvater noch zusammen. Unser Kind wurde im Frühjahr 2018 geboren. Seit dem Mutterschutz bin ich nicht mehr erwerbstätig. Seit der Geburt herrscht ein Konflikt über die monatliche finanzielle Unterstützung meinerseits. Auch für meine Tochter erhalte ich monatlich kein Geld. Bis auf die Miete der Wohnung, in der wir noch gemeinsam leben (1200 Euro insgesamt) und das gelegentliche Bezahlen von Lebensmitteln und Urlaub übernimmt der Kindsvater seit der Schwangerschaft keine finanziellen Pflichten. Elterngeld erhalte ich nun seit 1 Monat keines mehr. Mein Gehalt betrug 3400 Euro brutto und mein Elterngeld betrug ca. 900 Euro. Mein befristeter Arbeitsvertrag ist im August 2018 ausgelaufen und ich werde noch mindestens bis zum 2. Geburtstag im Frühjahr 2020 mein Kind zu Hause betreuen. Meine 1. Frage: wie lange kann ich - auch im Hinblick auf eine eventuelle Trennung- meinen Unterhalt rückwirkend einfordern? Im Moment bekomme ich ja nur einen Bruchteil des mir zustehenden Unterhalts über die Miete. Soweit ich weiß, ist verjährt zumindest der Kindesunterhalt praktisch nicht. Wie sieht es aber mit meinem aus? 2. Frage: Wie lange kann ich nach dem Gesetz mein Kind zu Hause betreuen und Unterhalt vom Kindesvater erhalten? Danke und beste Grüße
19.03.2019 | 10:09

Antwort

von


(406)
HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie können den Betreuungsunterhalt gegenüber dem Vater des Kindes geltend machen, § 1615 l BGB .
Die Höhe des Ihnen zustehenden Unterhalts richtet sich in erster Linie nach der Lebenssituation des betreuenden Elternteils, hier also von Ihnen. Es ist danach zu schauen, welches Einkommen Sie ohne Geburt des Kindes und Betreuung gehabt hätten. Im Grunde genommen wird also der Verdienstausfall als Bedarf angesehen. Der Vater des Kindes hat Ihnen somit quasi Unterhalt in der Höhe des Verdienstausfalles zu zahlen.
Ausnahmen gibt es natürlich, insbesondere in der Höhe.

Hinzu kommt, dass der Vater seinen Selbstbehalt waren können muss und zudem noch Kindesunterhalt zu zahlen hat.

Rückwirkend kann der Betreuungsunterhalt nur eingefordert werden, wenn § 1613 BGB erfüllt ist.
Sie müssen insbesondere den Kindesvater ausdrücklich ( bestenfalls schriftlich) zur Zahlung von Unterhalt aufgefordert haben.

Ist dies bislang nicht geschehen, so ist Betreuungsunterhalt, aber grds. auch Kindesunterhalt für die Vergangenheit nicht geschuldet.

Betreuungsunterhalt kann nach dem Gesetz insbesondere für die ersten drei Jahre ab Geburt geltend gemacht werden. Danach ist eine Geltendmachung auch möglich, wenn eine Vollzeiterwerbstätigkeit aus Gründen der Kinderbetreuung quasi nicht möglich ist.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Gerne bin ich Ihnen bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche behilflich.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Wibke Türk

ANTWORT VON

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