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Unterhalt und andere Verpflichtungen bei unehelichem Kind in Norwegen

24.04.2017 19:58 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter


Zusammenfassung: Unterhalt

Guten Tag,

Wie sieht es mit der Rechtslage aus, wenn ich mit einer Frau die bereits 2 Kinder aus vorheriger Partnerschaft hat ein uneheliches Kind bekommen habe. Sie ist Norwegerin und lebt auch dort. Ich bin Deutscher Staatsbürger, lebe aber in Katar und habe keinen Wohnsitz in Deutschland mehr.
Was kann maximal von der Mutter des Kindes bzw. ebenso vom norwegischen Staat an mich an Forderungen gestellt werden.
Was wäre ebenfalls rechtlich notwendig, um das Sorgerecht für das Baby zu erhalten? Bzw welche Vorteile bringt dies mit sich ?

Des Weiteren fragt nun der Staat (norwegische) bei der Mutter an, dass sie angeben solle wer der Vater ist mit Anschrift , Telefon, E-Mail, Sprache etc. was hat es hiermit auf sich und was ist hierbei zu beachten bzw. ist es besser nichts anzugeben ?

Bzw. was ist empfehlenswert, um nicht unnötig zu viele finanzielle Verpflichtungen zu haben.


Vielen Dank und mit freundlichen grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich ist somit norwegisches Recht anwendbar, da die Kindesmutter mit den minderjährigen Kindern in Norwegen lebt.

Somit kann sie nach norwegischem Recht von Ihnen Unterhalt verlangen - hier ist allerdings rechtzeitig ein norwegischer Anwalt einzuschalten.

Wenn Sie das Sorgerecht beantragen wollen, so ist ebenfalls das Familiengericht in Norwegen zuständig.

Da es Ihr Kind ist und Sie zu Unterhalt verpflichtet sind, sollten Sie eine Urkunde errichten lassen. Lassen Sie sich den Unterhalt vorher ausrechnen und errichten entweder beim deutschen Jugendamt oder einer deutschen Auslandsvertretung einen Titel - nach norwegischem Recht können Sie auch mit der Kindesmutter eine einfache schriftliche Unterhaltsvereinbarung treffen.

Dieser Weg ist auf alle Fälle günstiger, als wenn Sie durch den norwegischen Staat oder die Kindesmutter gerichtlich in Anspruch genommen werden.

Mein Rat daher: Lassen Sie wie gesagt den Unterhalt von einem Kollegen in Norwegen ausrechnen und erklären sich dann zur Zahlung bereit.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 24.04.2017 | 21:47

Vielen Dank für Ihr schnelle Rückmeldung. Das heißt also dass ich eine private schriftliche Vereinbarung mit der Mutter treffen kann und auch das Sorgerecht/Vaterschaft anerkannt bekommen könnte und somit der norwegische Staat an mich keine weiteren Forderungen stellen kann?!
Des weiteren hatte ich noch diese Frage in der Hauptfarbe:

Des Weiteren fragt nun der Staat (norwegische) bei der Mutter an, dass sie angeben solle wer der Vater ist mit Anschrift , Telefon, E-Mail, Sprache etc. was hat es hiermit auf sich und was ist hierbei zu beachten bzw. ist es besser nichts anzugeben ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.04.2017 | 22:00

Das Sorgerecht ist vom Unterhalt unabhängig - die Vereinbarung bezog sich auf den Unterhalt. Sie können jedoch auch beim Jugendamt hier die Vaterschaft anerkennen. Hier in Deutschland steht Ihnen auch das Sorgerecht zu, wenn Sie nicht verheiratet sind, ob das in Norwegen so ist, ist mit dem Kollegen vor Ort zu klären.

Der Staat fragt natürlich nach, denn wenn die Kindesmutter Leistungen bezieht, wollen die natürlich Ansprüche verfolgen. Haben Sie aber den Unterhalt anerkannt, haben Sie nicht viel zu befürchten bzw. nur die Differenz zu zahlen, falls Sie zu wenig anerkannt haben.

Gibt die Kindesmutter Sie nicht an, werden Nachforschungen angestellt. Zudem wenn Sie sich an Umgang und Sorgerecht beteiligen wollen, hätten Sie ohne die Angabe der Vaterschaft überhaupt keine Chance auf Durchsetzung. Ich rate daher nicht zu diesem "Versteckspiel" aus finanziellen Gründen. Zudem würde die Kindesmutter falsche Angaben machen, da sie ja den Vater kennt.

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