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Unterhalt und Kindergeld bei Studium

13.05.2013 12:31 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Zusammenfassung: Bei Eintritt der Volljährigkeit des Kindes hat der Naturalunterhalt keine Bedeutung mehr. Der Unterhalt ist von den Eltern als Barunterhalt zu erbringen, auch wenn das Kind noch bei den Eltern lebt. Kindergeld kann auf Antrag dem volljährigen Kind direkt ausgezahlt werden.

Guten Tag, ich habe gerade mein Abitur gemacht und möchte demnächst ein Studium beginnen.

Meine Eltern sind geschieden, mein Vater bezahlt regelmäßig den Unterhalt und meine Mutter weigert sich mit Unterhalt zu zahlen. Außerdem bekommt meine Mutter bisher das gesamte Kindergeld.

Ich will so schnell wie möglich nun bei meiner Mutter ausziehen und ein Zimmer in einer WG beziehen.

Auch dann will meine Mutter auch dann keinen Bargeldunterhalt an mich zahlen.

Nun zu meiner Frage: Wie bekomme ich nun den Unterhalt von meiner Mutter und habe ich ein Recht, dass Kindergeld direkt von der Arbeitsagentur zu bekommen?

Vielen Dank für Ihre Antwort

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

vielen Danke für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung des Einsatzwertes im Rahmen einer Erstberatung gerne wie folgt beantworten möchte:

Nach Ihren Schilderungen beziehen Sie derzeit von Ihrem Vater Barunterhalt und von Ihrer Mutter Unterhalt in Form von "Kost und Logi", da Sie bei dieser wohnen.

Mit Vollendung des 18. Lebensjahres gelten Sie vor dem Gesetz als Erwachsener. Damit erlischt auch das Sorgerecht Ihrer Eltern.

Ab der Volljährigkeit haben Eltern den Unterhalt als Barunterhalt zu erbringen. Dass heißt, Sie haben sowohl gegenüber Ihrem Vater wie auch gegenüber Ihrer Mutter einen Anspruch auf Unterhaltszahlung in Bar.

Hat Ihr Vater die Unterhaltszahlungen bisher an Ihre Mutter gezahlt, haben Sie ab dem 18. Lebensjahr einen Anspruch darauf, dass er den Unterhalt nunmehr an Sie direkt auszahlt.

Bezüglich der Unterhaltszahlungen Ihrer Mutter sollten Sie sie zunächst schriftlich zur Unterhaltszahlung auffordern und Ihr eine Zahlungsfrist setzen. Sollten Sie nicht zu einer außergerichtlichen Einigung kommen, haben Sie die Möglichkeit, Ihre Ansprüche gegenüber Ihrer Mutter auch gerichtlich geltend zu machen. Insoweit ist an eine Klage auf Unterhaltszahlung zu denken.

Wegen der Zahlung des Kindergeldes haben Sie die Möglichkeit, sich direkt an die Familienkasse zu wenden und dieser entsprechend anzuzeigen, dass Sie nicht mehr bei Ihrer Mutter wohnen. Da Ihnen als volljähriges Kind das Kindergeld auch als Einkommen angerechnet wird, können Sie bei der Familienkassen einen Antrag auf Auszahlung des Kindergeldes an Sie selbst stellen.

Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen eine erste rechtliche Orientierung geboten.

Bei Verständnisproblemen nutzen Sie bitte die Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Anke Thiede
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 15.05.2013 | 14:24

Vielen Dank für Ihre Antwort. Es ist ja davon auszugehen, dass meine Mutter auch dann nicht zahlen will. Da ich kein eigenes Einkommen habe, wäre nun meine letzte Frage an Sie, wie ich mein Recht denn durchsetzten kann und wer bezahlt das dann?
Vielen Dank für Ihre Antwort

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.05.2013 | 14:49

Ihre Nachfrage möchte ich gerne wie folgt beantworten:

1. Vorausgesetzt, dass eine außergerichtliche Einigung zwischen Ihnen und Ihrer Mutter nicht gefunden werden kann, haben Sie die Möglichkeit Ihren Unterhaltsanspruch gegenüber Ihrer Mutter vor dem Familiengericht einzuklagen.

Gem. § 114 Abs. 1 FamFG besteht in allen Unterhaltsverfahren Anwaltspflicht. Dass heißt, Sie müssen zwingend einen Anwalt beauftragen, der Sie im gerichtlichen Verfahren vertritt.

2. Wegen der Kosten besteht die Möglichkeit, wenn Sie über kein bzw. ein nur sehr geringes Einkommen verfügen, beim zuständigen Familiengericht ein Antrag auf Verfahrenskostenhilfe zu stellen.

Entsprechende Antragsformulare können Sie direkt beim Gericht, beim Anwalt aber auch im Internet erhalten. Aus den Antragsformularen ergibt sich, welche Angaben Ihrerseits erforderlich sind und welche Belege ggf. eingericht werden müssen.


Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meiner Antwort weiterhelfen.

Wünschen Sie zur Durchsetzung Ihrer Ansprüche weitere anwaltliche Hilfe, können Sie sich gerne mit mir in Verbindung setzen.


Mit freundlichen Grüßen

Anke Thiede
Rechtsanwältin

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