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Unterhalt und Kindergeld - Welche Forderungen unserer Tochter wären gerechtfertigt?

| 16.03.2009 13:16 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Doreen Bastian


Guten Tag,

unsere Tochter ist 22 Jahre alt, wohnt bei Ihrem Freund und macht eine Ausbildung, bei der sie 840,--€ brutto verdient. Das sind ca. 650,-- € netto. Von uns bekommt sie mtl. 150,--€ dazu. Da unsere Tochter schon immer sehr schwierig war und wenig Rücksicht auf die Familie genommen hat, begrüßten wir die Entscheidung, auszuziehen. Trotzdem würden wir ihr weiterhin freie Kost und Logie bieten.

Nun beschwert sie sich, dass ich die 150,--€ Zuwendung nicht erhöht habe, da es ja mehr Kindergeld gibt, das ihr zustehen würde. Schließlich fordert sie von uns auch keinen Unterhalt, zu desser wir verpflichtet wären.

Nun hätte ich einfach nur gewusst, was denn wirklich unsere Pflichten gegenüber unserer Tochter sind. Wie viel müssten wir denn an Unterhalt zahlen. Welche Forderungen von unserer Tochter wären gerechtfertigt.

Dazu möchte ich noch sagen, dass mein Mann Alleinverdiener ist und wir noch einen Sohn haben, der noch zur Schule geht und bei uns wohnt.

Sollte der Einsatz von 30,--€ nicht reichen, ich mache das hier zum ersten Mal, melden sie sich bitte.

Vielen Dank

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

unter Zugrundelegung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und in Ansehung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Der Unterhaltsbedarf eines volljährigen Kindes mit eigenem Hausstand, so wie ihn Ihre Tochter nun begründet hat, beträgt grundsätzlich EUR 640,00. Hierin sind Kosten für die Unterkunft in Höhe von EUR 270,00 berücksichtigt.

Anzurechnen auf diesen Bedarf ist das Kindergeld in Höhe von EUR 164,00. Dies ist dann jedoch auch tatsächlich an Ihre Tochter auszuzahlen.

Es verbleibt somit ein Unterhaltsbedarf Ihrer Tochter in Höhe von EUR 476,00. Zu prüfen ist, ob dieser Bedarf durch das eigene Einkommen Ihrer Tochter gedeckt werden kann. Diese verdient nach Ihren Angaben monatlich EUR 650,00 netto. Nach Abzug des ausbildungsbedingten Mehrbedarfs von pauschal EUR 90,00 verbleibt ein anzurechnendes Einkommen von EUR 560,00, so dass Ihre Tochter den Bedarf von EUR 476,00 selbst decken kann.

Sie sind zur Zahlung von Volljährigenunterhalt mangels Bedürftigkeit Ihrer Tochter daher nicht verpflichtet.


Abschließend möchte ich Sie noch auf Folgendes hinzuweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Doreen Krüger
Rechtsanwältin

Rückfrage vom Fragesteller 16.03.2009 | 16:44

Hallo,

eine Frage hierzu habe ich noch:

Sind wir unterhaltspflichtig, wenn wir aufgrund erhöhtem Einkommen unserer Tochter im 2. Ausbildungsjahr kein Kindergeld mehr von der Familienkasse bekommen.

Vielen Dank

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 17.03.2009 | 10:25

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

sofern Sie kein Kindergeld mehr erhalten, kann dieses auch nicht bedarfsmindernd bei Ihrer Tochter angerechnet werden.
Der Bedarf Ihrer Tochter beträgt dann EUR 640,00.

Bei EUR 650,00 Ausbildungsvergütung abzüglich der berufsbedingten Mehraufwendungen verbleibt ein anzurechnendes Einkommen von EUR 560,00, so dass EUR 80,00 des Bedarfs nicht gedeckt sind.
Diesen Betrag müssten Sie Ihrer Tochter als Unterhalt zahlen.
Sollte die Ausbildungsvergütung höher sein, ist der zu zahlende Unterhalt entsprechend geringer.

Mit freundlichen Grüßen

Doreen Krüger
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 19.03.2009 | 15:07

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