Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Unterhalt nichtehel. Gemeinschaft und 2 Kinder


| 10.06.2007 20:09 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



sehr geehrte damen und herren,
zu meiner situation:
nach 23 gemeinsamen, glücklichen, nichtehelichen jahren und 2 gemeinsamen kindern (12j. und 13j.)hat sich meine partnerin (41 J.)vor genau einem jahr von mir getrennt und ist mit einem anderen mann (arbeitskollegen) in eine mietwohnung zusammengezogen, welche sie allein angemietet hat
(mtl. 660 euro warmmiete).
wir haben in unserer zeit 2 häuser (einschl. hausstand) gekauft, (häuser sind aber noch nicht bezahlt) welche bereits notariell und grundbuchmäßig, vorher war es 50/50 anteil, jetzt jeder partei zu 100 anteil, umgeschrieben wurden.
(hinweis:wir haben immer in eine gemeinsame kasse gewirtschaftet)

meine ex-partnerin hat das mehrfamilienhaus erhalten, welches sich mit drei mieten selbst trägt.
ich habe das einfamilienhaus , ein ehemaliger forellenhof, welchen wir gemeinsam bewohnen , behalten und zahle dafür monatlich 1200 euro an die bank.
sie ist im öffentl. dienst angestellt und verdient ca. 1300 euro monatlich.
ich (42 J.), bin frühpensionierter beamter und beziehe
--einschl. kindergeld ! -- zur zeit 1909 euro.
weiterhin erhalte ich aus einem privatdarlehen, aus einem anderen hausverkauf wo ich alleineigentümer war, und welches ich vor 7 jahren gewährt habe, 511 euro monatlich. aus diesem darlehen erhalte ich noch weitere 12 jahre geld(die genannten 511 euro).

wir hatten uns vor der trennung mündlich darauf geeinigt, dass ich 441 euro unterhalt (berechnet aus den damaligen vaterschaftsanerkennungsurkunden) plus 308 euro kindergeld
= gesamtsumme 749 euro, auf das konto meiner ehem. partnerin überweise.
das funktioniert seit einem jahr sehr gut. doch jetzt verlangt meine ex-partnerin mehr unterhalt.
zur begründung führt sie an, dass meine unterhaltsbeträge veraltet sind und ich aus meiner nebeneinkunft angeblich riesige summen, ohne genaue zahlen zu kennen, erwirtschaften würde.
dabei handelt es sich um mein haus (indem ich wie gesagt auch wohne, wohnwert ca. 500 euro) und grundstück auf dem sich zwei angelteiche und frischfischbecken befinden (ehem. forellenhof).
ich habe dieses angelgewerbe erst nach unserer trennung, vor einem jahr, angemeldet.
es ist ein sogenanntes "kleinstunternehmen" und ist bei meiner besoldungsführenden dienststelle (lbv düsseldorf)und dem finanzamt u. gewerbeamt korrekt auf meinem namen angemeldet. Jahresgewinn bisher ca. 4000 euro.
meine frage: was muss ich an unterhalt zahlen?
meine kosten:
meine darlehnsbelastung 1200 euro mtl., 130 euro krankenversicherung mtl., strom, telefon, autovers./unterhaltung,
und 250 euro im jahr für meine gebäudeversicherung.
ich hoffe, sie können mir weiterhelfen.
viele grüsse , der ratsuchende.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage der mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten kann:

Wie Sie wahrscheinlich schon wissen, ist für die Höhe des Kindesunterhaltes Ihr bereinigtes Nettoeinkommen maßgebend.

In Ihrem Falle ist es nicht ganz so einfach, Ihr bereinigtes Nettoeinkommen darzustellen.

Nach Ihren Informationen verfügen Sie über 1.601,00 € Rente; ferner bewohnen Sie ein eigenes Haus mit einem Wohnwert in Höhe von 500,00 €; schließlich haben Sie Einkünfte aus Ihrem Forellenhof mit monatlich ca. 333,00 €. Die Darlehensrückzahlung in Höhe von 511,00 € p.m. kann vorerst nicht angemessen berücksichtigt werden, da davon auszugehen ist, dass in den 511,00 € ein Zins- und ein Tilgungsanteil steckt. Der Zinsanteil stellt eine Einnahme dar. Dieser Zinsanteil müsste dementsprechend bei der Berechnung Ihres Einkommens mit berücksichtigt werden. Dies wiederum kann dazu führen, dass sich der im Anschluss zu ermittelnde Kindesunterhalt etwas nach oben verschiebt.

Ihr Einkommen stellt sich nach Ihren Angaben somit zunächst wie folgt dar: 1.601,00 + 500,00 + 333,00 € = 1.934,00 €. (Ich gehe hier mangels anderslautender Informationen von Nettobeträgen aus.)

Von Ihrem Einkommen sind nun diverse Aufwendungen in Abzug zu bringen.

Hierzu zählt unstreitig Ihre Krankenversicherung in Höhe von 130,00 €. Problematisch wird es mit Ihrer Darlehensrückzahlungsrate von 1.200,00 € p.m..

Der Gesetzgeber geht in § 1603 Abs. 2 BGB davon aus, dass alle verfügbaren finanziellen Mittel eingesetzt werden müssen, um den Unterhalt der Kinder zu sichern.

In concreto bedeutet dies, dass Schulden für Wohnungseigentum nur soweit Berücksichtigung finden, als sie den Wohnwert nicht überschreiten. Dies wiederum führt dazu, dass Sie nicht die vollen 1.200,00 € ansetzen können, um Ihr Nettoeinkommen zu bereinigen. Hier sind – auf Grundlage Ihrer Angaben – nur 500,00 € in Abzug zu bringen. Ihr Nettoeinkommen von 1.934,00 € ist somit um einen Betrag für Darlehensrückzahlungen in Höhe von 500,00 € zu mindern. Ihr bereinigtes Nettoeinkommen beträgt somit 1.434,00 €.

Ausgehend von diesem Nettoeinkommen beträgt der Tabellenunterhalt für jedes Kind monatlich 312,00 €, insgesamt also 624,00 €. Das Kindergeld wird hier nicht angerechnet. Es steht somit vollumfänglich der Kindesmutter zu. Der Tabellenunterhalt, den Sie zahlen müssen, ist somit um den Betrag des Kindergeldes in Höhe von 308,00 € zu erhöhen.

Da Sie – nach Ihren Angaben - Bezieher des Kindergeldes sind, haben Sie somit monatlich 932,00 € an die Mutter Ihrer Kinder zu zahlen.

Ihre ehemalige Partnerin hat somit nicht ganz Unrecht, wenn sie weitere Unterhaltszahlungen von Ihnen verlangt.

Ich hoffe, Ihnen hiermit einen ersten Eindruck in das für Sie relevante Unterhaltsrecht verschafft zu haben. Selbstverständlich ist es ratsam, Ihre sämtlichen Unterlagen einem Anwalt Ihres Vertrauens vorzulegen, um genauer zu prüfen, welche Aufwendungen gegebenenfalls bei Ihnen noch berücksichtigt werden können.


Mit freundlichen Grüßen

André Schäfer
-Rechtsanwalt-

Nachfrage vom Fragesteller 11.06.2007 | 19:25

sehr geehrter herr schäfer, herzlichen dank für ihre schnelle und kompetente antwort.
meine nachfragen:
1.kann ich einen selbstbehalt geltend machen, da ich durch die darlehnsbelastung und die unterhaltszahlung quasi pleite wäre?
2.meine kinder haben ein eigenes konto. ich möchte gerne den unterhalt auf das konto der kinder und nicht auf das konto der mutter überweisen, (die mutter kann ja als kontobevollmächtigte sowieso darauf zurückgreifen)ist das erlaubt?
vielen dank noch einmal. mfg

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.06.2007 | 12:47

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage. Es tut mir leid, dass ich erst jetzt zur Beantwortung komme.

Sie können selbstverständlich einen Selbstbehalt geltend machen. Dieser Selbstbehalt beträgt derzeit 840,00 €. Von den 840,00 € entfallen 360,00 € auf die Miete für eine angemessene Wohnung.

Den Kindesunterhalt können Sie auf die Konten Ihrer Kinder überweisen, wenn die Kindesmutter - wie Sie schreiben - kontobevollmächtigt ist.

Ich hoffe, Ihre Nachfragen hiermit geklärt zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

André Schäfer
-Rechtsanwalt-

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"freundlich,klasse und kompetent. danke "
FRAGESTELLER 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER