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Unterhalt nachträglich einklagbar?

| 02.01.2011 17:33 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


20:23

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich würde mich eine Beantwortung meiner Fragen sehr freuen.

Sachverhalt:

-Scheidung meiner Eltern 1991
-Vater zahlt anfangs vollen Unterhalt
-aufgrund von Arbeitslosigkeit, aussetzen der Unterhaltszahlungen im eigtl. Sinne, nur noch ab und an kleine Beträge werden bar gezahlt (gegen Quittung)
-komplettes Aussetzen der Zahlungen, Amt übernimmt 2 Jahre
-danach keine weiteren Unterhaltszahlungen

Mittlerweile weiß ich das mein Vater wieder einen normal bezahlten Job hat.

Kann ich den nicht gezahlten Unterhalt nachträglich einfordern/einklagen? (bin mittlerweile 29 und mein Vater lebt teilweise im Ausland).

Falls er jetzt zahlungsunfähig ist, kann ich eine Forderung geltend machen und im Falle einer Erbschaft von seinen Eltern das Geld einfordern?

Über eine Antwort wäre ich sehr dankbar.

MFG Kevin Reimann



02.01.2011 | 18:16

Antwort

von


(1217)
Aachener Strasse 585
50226 Frechen-Königsdorf
Tel: 02234-63990
Web: http://www.ra-raab.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Aus Ihrer Schilderung geht nicht hervor, ob der Unterhalt tituliert ist, d. h. ob wegen des Unterhalts ein Urteil oder ein Vergleich besteht.

Sollte der Unterhaltsanspruch nicht tituliert sein, haben Sie keine Möglichkeit, rückwirkend Unterhalt geltend zu machen. Unterhalt kann, sofern die rechtlichen Voraussetzungen dafür vorliegen, nur für die Zukunft geltend gemacht werden.


2.

Sollten Sie dagegen einen Unterhaltstitel haben, könnten Sie gegen Ihren Vater die Zwangsvollstreckung, z. B. in Form einer Lohnpfändung, betreiben.


3.

Die Frage bezüglich der Erbschaft ist nicht ganz verständlich. Meinen Sie den Fall des Ablebens Ihres Vaters oder seiner Eltern? Über die kostenlose Nachfragefunktion können Sie Ihre diesbezügliche Anfrage präzisieren.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 02.01.2011 | 20:05

Danke für die schnelle Antwort.

Hier noch ein paar evtl. wichtige Infos die ich eben von meiner Mutter bekommen habe.

Vor der gerichtlichen Scheidung mussten beide zum Jugendamt und dort wurde das Fürsorgerecht (beide zur Mutter) und die Unterhaltshöhe festgelegt.Das ganze ging dann automatisch zum Gericht.
Einen Vergleich gab es nicht.Meine Mutter meinte sie habe noch einen Schein auf dem steht wieviel er zahlen musste.

Nach Rücksprache sieht die Sachlage folgendermaßen aus.

- er zahlte Anfangs den vollen Betrag
- dann weniger (aufgrund von Arbeitslosigkeit) und dann letztendlich gar nicht mehr
- er ging aber zu keinem Amt um eine Verringerung oder ein Aussetzen der Unterhaltszahlungen zu beantragen
- da ich zu dem Zeitpunkt 12 war zahlte das Amt letztendlich gar nicht mehr für mich
- ab dort gab es somit keinerlei Zahlungen mehr für mich

Besteht also die Chance das ich den ausgebliebenen Unterhalt ab meinem 12ten Lebensjahr einfordern kann?

Bei der Erbschaft meine ich falls seine Eltern (meine Oma,Opa) sterben, ob ich da dann vom Erbe was einklagen kann falls er jetzt zahlungsunfähig ist und ich einen regulieren Titel habe.

MfG Reimann

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 02.01.2011 | 20:23

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Der Hinweis, neben dem Sorgerecht sei vor dem Jugendamt auch der Unterhalt geregelt worden, läßt die Vermutung naheliegend erscheinen, daß seinerzeit bezüglich des Kindesunterhalts eine Jugendamtsurkunde errichtet worden sei. Das ist ein vollstreckbarer Titel, aus dem 30 Jahre lang vollstreckt werden könnte.

Da sich aber aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung nicht sicher sagen läßt, ob es sich tatsächlich um eine vollstreckbare Jugendamtsurkunde handelt, rate ich, mit Ihren Unterlagen einen Rechtsanwalt vor Ort aufzusuchen. Das empfiehlt sich auch wegen evt. einzuleitender Vollstreckungsmaßnahmen.


2.

Die Zwangsvollstreckung können Sie, einen vollstreckbaren Titel vorausgesetzt, einleiten. Vom Erbe können Sie nichts "einklagen". Das Erbe wird im Todesfall der Großeltern auf Ihren Vater übergehen, so daß die Zwangsvollstreckung Aussicht auf Erfolg haben kann.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 02.01.2011 | 20:32

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Ich habe alle meine Fragen detailliert und verständlich in kürzester Zeit beantwortet bekommen.

Recht herzlichen Dank

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