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Unterhalt nach der Ausbildung


11.03.2006 16:37 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Jutta Petry-Berger



Ich habe einen 20 jährigen Sohn, der seine Ausbildung erfolgreich beendet hat. Bis zum Ende der Ausbildung habe ich Unterhalt regelmäßig gezahlt, ohne nach seiner Ausbildungsvergütung zu fragen. Nun wurde er nicht vom Betrieb übernommen, sodas er sich arbeitslos melden mußte. Bin ich nun weiter zum Unterhalt verpflichtet? Er lebt bei seiner leiblichen Mutter. Vielen Dank für Ihre Antwort

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre online-Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Grundsätzlich schulden Eltern ihren Kindern Erziehungs- und Ausbildungsunterhalt. Die Unterhaltspflicht der Eltern ist hingegen nicht auf das Ende der Ausbildung beschränkt. Vielmehr gilt sie bei bestehender Bedürftigkeit, die im Allgemeinen auch aufgrund einer Arbeitslosigkeit begründet werden kann, zeitlich unbefristet.

Da das volljährige Kind für seinen Lebensunterhalt jedoch regelmäßig selbst aufkommen muss, trifft es eine Erwerbsobliegenheit. Ist in dem erlernten Beruf keine Anstellung zu finden, muss das Kind auch berufsfremde und einfache Tätigkeiten annehmen und ggf. Ortswechsel in Kauf nehmen, um für seinen Unterhalt selbst aufzukommen. Verstößt das Kind gegen diese Obliegenheiten, kann es zur Anrechnung fiktiver Einkünfte kommen, so dass sich die Unterhaltspflicht der Eltern entsprechend mindert.

Im Ergebnis werden Sie Ihrem Sohn mit Eintritt der Arbeitslosigkeit zunächst weiterhin unterhaltspflichtig sein. Bei anhaltender Arbeitslosigkeit wird sich Ihre Unterhaltspflicht aufgrund der Anrechnung fiktiver Einkünfte wie auch etwaiger Leistungen nach dem SGB II (gem. §§ 24, 16 Abs. 3 oder 29 SGB II) jedoch mindern.

Ich hoffe, Ihnen eine hilfreich erste Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Jutta Petry-Berger
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 11.03.2006 | 20:08

Wieviel Geld steht meinem Sohn zum Lebensunterhalt denn zu?
Wer errechnet den Unterhalt?
Vielen Dank!!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.03.2006 | 00:23

Sehr geehrter Fragesteller,

für die Unterhaltsberechnung Ihres volljährigen Sohnes ist zunächst sein Bedarf festzustellen. Da dieser noch im Haushalt der Mutter lebt, beträgt sein Bedarf nach der 4. Altersstufe der geltenden Düsseldorfer Tabelle je nach Höhe des zusammenzurechnenden Einkommens beider Elternteile zwischen EUR 335,- (bei Einkommen bis EUR 1.300,- ) bis EUR 670,- (bei Einkommen bis EUR 4.800). Im Übrigen beträgt der angemessene Unterhaltsbedarf des volljährigen Kindes mit eigenem Hausstand in der Regel mtl. EUR 640,- . - Da es für die Unterhaltshöhe auf Ihr Einkommen sowie dasjenige der Kindesmutter ankommt, kann eine genaue Berechnung erst nach Kenntnis der anrechenbaren Einkommen erfolgen. Nach Abzug des Unterhaltsanspruchs muss Ihnen jedenfalls der angemessene Selbstbehalt von EUR 1.100,- verbleiben.

Mit freundlichen Grüßen
Petry-Berger
Rechtsanwältin

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