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Unterhalt nach Scheidung


| 25.09.2007 15:37 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



1995 zog ich aus unserem gemeinsamen Haus aus. Meine beiden Kinder (damals 12 und 17) blieben beim Vater.
Im Dez. 2000 wurde unsere Ehe nach 25 Jahren geschieden. Meine Kinder blieben mit dem Vater im gemeinsamen Haus und waren damals 17 und 22 Jahre alt.
Mein Mann schlug mir damals vor, auf Unterhalt von seiner Seite zu verzichten, im Gegenzug brauchte ich erstmal keinen Unterhalt für die Kinder zu zahlen. Allerdings wurde vermerkt, dass der Anspruch der Kinder mir gegenüber, wenn sie älter als 18 Jahre alt seien, von dieser Vereinbarung unberührt bleiben würde.
Nachdem meine Töchter bei ihrem Vater ausgezogen waren, zahlte ich für sie Unterhalt (bis heute, da beide noch studieren)
Mein Ex-Ehemann ist ordentlicher Professor an einer Fachhochschule in Bayern und verdient sehr gut, ich hingegen hatte damals und auch heute - wegen eines Zweitstudiums - nur ein kleines Einkommen.
Unterhalt von seiner Seite war mir damals nicht wichtig, da ich nur aus dieser Ehe heraus wollte.
Inzwischen habe ich erfahren, dass ich Anspruch auf Unterhaltszahlung von ihm gehabt hätte. Ich hatte nach Geburt der Kinder aufgehört zu arbeiten und mich voll den Kindern gewidmet (auch auf Wunsch meines Ehemannes). Nach meinem Auszug lebte ich in einer Mietwohnung, mein Mann nutzte das gemeinsame Haus zusammen mit den Kindern, später alleine. Nach der Scheidung hat er mir die Hälfte des Wertes des Hauses in Raten ausbezahlt.

Fakten sind:
von 1995-2000 wohnte mein Ex-Ehemann im gemeinsamen Haus, ohne mir "Miete" zu zahlen.
Ich zahlte die Miete für meine Wohnung aus der eigenen Tasche.
Den Unterhalt für unsere beiden Kinder zahlte er allein, bis sie 18 Jahre alt waren, ab da zahlte ich ebenfalls.

Meine Frage jetzt ist: ist da heute, 7 Jahre nach der Scheidung, noch etwas zu machen? Und wie hoch - wenn überhaupt- wäre mein Unterhaltsanspruch gewesen?

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Sehr geehrte Fragestellerin,

der Unterhaltsanspruch entsteht mit Rechtskarft der Scheidung und endet wenn keine Anspruchsgrundlage mehr eingreift (Unterhaltskette). Wenn Sie durchgehend also einen Unterhaltsanspruch hatten, kann dieser grds. auch heute noch geltend gemacht werden.

Die Höhe des Unteralts bemisst sich (vereinfacht) aus der hälftigen Differenz des Einkommes Ihres Ehemannes zu Ihrem Einkommen. Zu berücksichtigen sind hierbei die Unterhaltsleistungen für die Kinder.

Eine Unterhaltsberechung setzt die Kenntnis aller Umstände sowie Einkünfte und Verbindlichkeiten voraus, deshalb räumt der Gesetztgeber einen Auskunftsanspruch ein.

Ich hoffe meine Antwort kann Ihnen zu einer ersten Orientierung dienen. Sie ersetzt nicht die persönliche Beratung durch einen Rechtsanwalt, weil bei Überprüfung des Sachverhaltes, insbesondere anhand der zu prüfenden Unterlagen sich Umstände ergeben, können die zu einer abweichenden Beurteilung führen.


Mit freundlichen Grüßen

Oliver Martin
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 26.09.2007 | 09:29

Danke für diese erste Information, dass Unterhaltsanspruch grundstätzlich auch heute noch geltend gemacht werden kann.

Wie kann ich denn herausfinden, auf wieviel Geld/Unterhalt ich (leichtsinnigerweise) verzichtet habe?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.09.2007 | 10:18

Sehr geehrte Fragestellerin,

machen Sie Ihren Auskunftsanspruch geltend, dann können Sie errechnen lassen, wie hoch der Unterhalt gewesen wäre. Allerdings hätten Sie für den Fall der Unterhaltsforderung sicher Barunterhalt für die Kinder leisten müssen. Ein Verzicht auf diesen von Seiten des Ehemannes ist frei widerruflich, weil es ich um einen Vertrag zu Lasten Dritter handelt. Auf Kindesunterhalt kann für die Zukunft nicht verzichtet werden.


Mit freundlichen Grüßen

Oliver Martin
Rechtsanwalt

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