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Unterhalt nach Geschwistertrennung

11.02.2015 12:13 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Hallo und guten Tag,

Folgende Frage habe ich. Ich habe 3 Kinder 14, 10 und 6 Jahre alt.
Im Februar ist meine älteste Tochter zu ihrem Vater gezogen, was völlig ok ist.
Mit diesem meinem Ex-Partner habe ich ein weiteres Kind 10 Jahre. Sie lebt bei mir. Sowie meine jüngste Tochter 7 Jahre, welche von meinem Partner danach ist (ebenfalls getrennt lebend). Mit im Haushalt lebt seit Januar mein neuer Partner.
Ich verdiene 1575 Euro netto und bekomme für meine jüngste Tochter 260 Euro Unterhalt.

Durch den Auszug meiner ältesten Tochter hat sich auch meine finanzielle Situation extrem geändert. Die Wohnung konnte ich nicht mehr finanzieren und musste somit eine günstigere Lösung für uns finden. Anfang Januar sind wir dann umgezogen.

Aktuell haben wir (Vater der beiden älteren Kinder und ich) uns darauf geeinigt, dass jeder für das bei ihm lebende Kind selbst aufkommt.
Er ist aktuell arbeitslos und möchte das auch erstmal bleiben.

Monatlich bediene ich aktuell ca 500 Euro an Darlehen, welche für Anschaffungen angefallen sind, die man als alleinerziehende Mutter nicht mal eben so stämmen kann. Plus 106 Euro Betreuung der beiden Kinder 10 und 7 Jahre während meiner Berufstätigkeit und ca 100 Euro Fahrtkosten im Monat.

Nun meine Frage. Ist es rechtlich ok, wenn jeder der Eltern nach Geschwistertrennung für das bei ihm lebende Kind selbst aufkommt oder muss man den Unterhalt festlegen lassen.

Wie ist das bei Ämtern und Anträgen, welche ich zum Beispiel zur Betreuung der Kinder hinzuziehen muss, da die Kosten der Kinderbetreuung in Berlin aufgrund des Einkommens berechnet werden.

Kann gefordert werden, dass wir uns gegenseitig für die Kinder Unterhalt zahlen, weil es ja eigentlich zum Einkommen zählt?

Wenn ja, wieviel Unterhalt müsste ich für meine beim Vater lebende 14 jährige Tochter zahlen?

Danke für die Unterstützung, ich bin etwas ratlos gerade.

Sehr geehrte Ratsuchende,

grundsätzlich kann nicht auf Kindesunterhalt verzichtet werden. Die Vereinbarung zwischen Ihnen und dem Vater ist durchaus üblich und wird als gegenseitige Freistellungsvereinbarung bezeichnet werden, die aber nur im Innenverhältnis wirkt.

Die Aufforderung zur Kindesunterhaltszahlung kann durchaus erhoben werden.

In diesem Fall sollten Sie sich auf Leistungsunfähigkeit berufen. Handelt es bei dem Darlehen um ein solches, das auch anzuerkennen ist, verfügen Sie über ein Einkommen, dass unter dem Selbstbehalt liegt.

Die Kosten der Betreuung und die Fahrtkosten wären anzuerkennen.

Aber auch der Vater ist zum Unterhalt verpflichtet. Er kann nicht "einfach" arbeitslos bleiben. Im Falle eine Auseinadersetzung muss er wegen der gesteigerten Unterhaltsverpflichtung eine Erwerbstätigkeit aufnehmen.

Sollte das Darlehen nicht anerkannt werden, könnte eine Unterhaltszahlung von rund 250,00 € in Betracht kommen.

Berücksichtigen Sie, dass dieses nur eine grobe Einschätzung sein kann. Eine individuelle Berechnung ist unbedingt vorzunehmen. Das gilt auch gerade wegen dem Darlehen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle, Oldenburg

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