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Unterhalt nach Bundesfreiwilligendienst


| 14.11.2017 12:43 |
Preis: 63,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Bianca Vetter


Zusammenfassung: Hat ein volljähriges Kind nach Schulabschluss und dem Bundesfreiwilligendienst einen Unterhaltsanspruch bei Beginn einer zweiten Ausbildung


Guten Tag
Mein Sohn (18 J., bei der Mutter im Haushalt lebend) bezieht regelmassig Unterhaltsleistung von mir. Er hat nach Beendigung seiner Schule mit 16, eine Lehre begonnen. Diese wurde jedoch abgebrochen (Gründe unklar).
Danach ging er erneut zur Schule um einen höheren Abschluss zu erreichen. Während dieser Zeit bezog er weiterhin Unterhalt von mir. Nun, nach seinem erfolgreichen höheren Schulabschluss (Mittlere Reife) und seiner Volljährigkeit macht er seinen Bundesfreiwilligendienst (Ersatzdienst).
Nach diesem BFD wird er voraussichtlich eine neue Lehre beginnen. Bin ich dann noch, resp. wieder Unterhaltsverpflichtet?
Freundlichen Gruss

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Sehr geehrter Fragesteller,

ich danke Ihnen für die Nutzung dieses Forums.
Vor der Beantwortung Ihrer Frage möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass dieses Forum nur eine erste rechtliche Einschätzung und Beantwortung Ihrer Frage(n) gestattet und insbesondere bei Hinzutreten weiterer, auch noch unbekannter, Umstände die Beantwortung der Frage(n) anders ausfallen könnte.

Ich möchte nun Ihre Frage wie folgt beantworten.

Grundsätzlich besteht eine Unterhaltsverpflichtung gegenüber einem volljährigen Kind bis zum Abschluss einer Ausbildung.
Es ist hier zu beachten, dass dem Kind eine sogenannte Orientierungsphase zugestanden wird. Das bedeutet, dass dem Kind ein einmaliger Wechsel einer Ausbildung ohne Nachteile, das heißt dem Verlust des Unterhaltsanspruches, zugestanden wird. Denn oft bemerkt das Kind, dass die zunächst gewählte Ausbildung nicht seinen Interessen oder Fähigkeiten entspricht.
Daher kann das Kind eine Ausbildung wechseln.
In Ihrem Fall dürften daher die zuerst begonnene Ausbildung und der Abbruch derselben gerade unter diesen Aspekt fallen und der Unterhaltsanspruch weiter bestehen.

Der Bundesfreiwilligendienst dient auch dem Kind seine Sozialkompetenz und das Verantwortungsbewusstsein des Kindes zu stärken. Durch die Ableistung des Dienstes sollen daher auch die Berufschancen des Kindes verbessert werden.

Nun ist es allerdings auch so, dass sich ein volljähriges Kind mit einem Schulabschluss und im besten Fall einer abgeschlossenen Ausbildung selbst versorgen muss. Dies gilt auch, wenn das Kind einen Bundesfreiwilligendienst absolviert.
Wenn das Kind danach eine schulische Weiterbildung macht oder eine weitere Ausbildung beginnt, kann nur dann ein Unterhaltsanspruch bestehen, wenn der Dienst als Ausbildung oder zu einer Ausbildung zählend gewertet werden kann. Dies ist zu bejahen, wenn der Dienst zum Beispiel bereits einen Bezug zu der später beginnenden Ausbildung hat oder auch der Dienst später bei der Ausbildung angerechnet werden kann.
Generell wird bei entsprechender Begründung immer davon auszugehen sein, dass die Absolvierung eines Bundesfreiwilligendienstes der späteren Ausbildung dient oder auch später für die Berufsausbildung nützlich ist.

Auf Ihren Fall bezogen bedeutet dies, dass Sie auch nach der Absolvierung des Bundesfreiwilligendienstes Ihres Sohnes und dem Beginn einer Ausbildung mit Unterhaltszahlungen an Ihren Sohn rechnen müssen.

Ich bedauere, dass ich Ihnen keine positivere Nachricht geben kann.

Ich hoffe, dass meine Antwort verständlich und behilflich ist.

Sollten Sie eine Nachfrage haben, so können Sie diese gerne an mich stellen oder mich unter meinen Kontaktdaten kontaktieren.
Bitte nutzen Sie auch die Möglichkeit für die Bewertung meiner Antwort. Vielen Dank.
Bewertung des Fragestellers 14.11.2017 | 13:44


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