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Unterhalt nach 9 Jahren einfordern.


13.02.2006 14:22 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Hallo,

eine Freundin hat eine 9-jaehrige Tochter, fuer die sie das alleinige Sorgerecht hat und die bei ihr lebt.

Der Vater ist bekannt, es besteht aber seit der Geburt kein Kontakt. Aufenthaltsort ist bekannt (Deutschland).
Ausserdem ist die Vaterschaft anerkannt, der Vater steht also in der Geburtsurkunde.

Bisher hat die Mutter noch nie Unterhalt gefordert, da sie ueberhaupt nichts mit dem Vater zu tun haben wollte.

Inzwischen geht es ihr aber finanziell schlechter, so dass sie
den Vater in die Pflicht nehmen will.

Wie geht man vor? Kann es problematisch sein, erst nach 9 Jahren Unterhalt zu fordern? Und ist theoretisch moeglich, dass der Vater sogar rueckwirkend, seit der Geburt, zahlen muesste?

Besten Dank fuer ihre Hilfe!
13.02.2006 | 14:44

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

Ein Unterhaltsanspruch kann nur durchgesetzt werden, wenn Ihre Freundin einen Titel (Urteil, Unterhaltsvergleich..)gegen ihren Ex-Partner hat. Sie kann grundsätzlich keinen rückwirkenden Kindesunterhalt für die letzten 9 Jahre verlangen. Nur ausnahmsweise kann der Unterhaltsberechtigte Unterhalt für die Vergangenheit verlangen, wenn der Verpflichtete z.B. bereits in Verzug gesetzt worden ist.

Daher rate ich Ihr dringend dazu, einen Anwalt mit der Durchsetzung des Unterhaltsanspruchs zu beauftragen.

Mit freundlichen Grüßen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt

www.kanzlei-glatzel.de


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

Nachfrage vom Fragesteller 13.02.2006 | 14:55

Hallo Herr Glatzel,

besten Dank fuer Ihre Antwort.

Ist das erwirken eines Titels in diesem Fall problematisch, da ja schon 9 Jahre vorueber sind?

Oder wuerden Sie sagen, das die Chancen gut sind, hier einen Titel zu erhalten?

Besten Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.02.2006 | 17:21

Sehr geehrte Rechtssuchende,

definitiv kann ich es ihnen nicht beantworten. Wenn aber der Vater selber nicht bedürftig sein sollte, (zb Bezieher von ALG II (Harz 4 )), dann dürfte es eigentlich kein Problem sein, einen Unterhaltstitel gegen den Vater zu erlangen.
Ganz wichtig ist zunächst, dass der Anwalt Ihrer Freundin Auskunft über das Einkommen des Vaters verlangt. Will der Vater keine Auskünfte geben, kann der Anwalt diese Auskunft auch gerichtlich erzwingen. Dem Vater droht dann Zwangsgeld oder Beugehaft.

Mit freundlichen Grüssen

Marcus Glatzel
Rechtsanwalt

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