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Unterhalt im Kindermodell

| 14.05.2012 09:26 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Steidel


Mein Sohn wird im Sommer 18 macht sein Abi in 2013 und studiert dann, er lebt bei mir.
Meine Tochter ist 14 geht noch 3 Jahre zur Schule und lebt bei meiner Ex Frau.
Meine Ex Frau ist ganztätgig berufstätig und verdient 2000€ netto.Derzeit zahle ich für sie und meine Tochter durch eine notariell und gerichtlich bestätigte Scheidungsvereinbarung 600€. Die Vereinbarung endet 2012 im Dezember.
Ich bin berufstätig und verdiene 4000 netto. Das Kindergeld bezieht jeder zur Hälfte.
Wie verhält sich das jetzt mit dem Unterhalt ab 2013? Verrechnet sich der Unterhalt gegenseitig? Gibt es eine Musterberechnung? Weil ich mehr verdiene muss ich dann anteilig noch bezahlen? Muss sich meine Ex an den Studienkosten ab 2013 so sie anfallen beteiligen?
Sowohl meine Ex als auch ich leben wieder in einer festen Woe Beziehung!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Unterhaltsansprüche minderjähriger und volljähriger Kinder müssen differenziert betrachtet werden. Dies liegt an der Konzeption des Unterhaltsrechts in der Weise, dass bei mj. Kindern der eine Teil den Unterhalt durch Betreuung, der andere durch Barunterhalt leistet.

Mit Eintritt der Volljährigkeit endet dieser Grundsatz, da der Gesetzgeber davon ausgeht, dass volljährige Kinder keiner Betreuung mehr bedürfen. Daher sind ab diesem Zeitpunkt beide Elternteile anteilig -im Verhältnis Ihrer Einkommen- barunterhaltspflichtig.

Dies bedeutet:

1. Ihre Tochter
Ihre Tochter ist noch minderjährig, so dass die Mutter Ihren Unterhalt allein durch die Betreuung/ Versorgung leistet. Sie sind weiterhin barunterhaltspflichtig. Der Höhe nach müsste der Unterhalt anhand Ihres "unterhaltsrelevanten Einkommens" exakt berechnet werden. Geht man aber einmal überschlägig davon aus, dass Ihnen nach Abzug von berufsbedingten Fahrtkosten netto zwischen 3.500,- und 3.900,- EUR verbleiben, so unterfielen Sie der Einkommengruppe 7 der Düsseldorfer Tabelle zum Unterhalt. Der monatl. geschuldete Unterhaltsbetrag beliefe sich dann auf 488,- EUR (anteiliges Kindergeld bereits berücksichtigt).

2. Ihr Sohn

Ihr Sohn hat nun mit Eintritt der Volljährigkeit einen Barunterhaltsanspruch gegen beide Elternteile. Dabei muss nun unterschieden werden, ob er weiterhin in Ihrem Haushalt lebt ( dann finden die Bedarfssätze der Düss. Tabelle Anwendung ) oder ob er einen eigenen Hausstand gründet.

Der Bedarf eines Studierenden mit eigenem Haushalt wird derzeit bei etwa 670,- EUR monatlich gesehen. Diesen Betrag müssen beide Eltern im Verhältnis Ihrer Einkommen aufbringen.

Solange Ihr Sohn in Ihrem Haushalt lebt,richtet sich sein Bedarf nach der Düss. Tabelle. Zur Ermittlung des Bedarf werden beide bereinigten Nettoeinkommen zusammengerechnet und die zutreffende Einkommensgruppe ermittelt, sodann erfolgt eine Herabstufung "wegen doppelter Haushaltsführung" um eine Stufe. Nach der höchsten Einkommenstufe wäre ein Unterhalt von 597,- EUR monatlich anzunehmen, der dann im Verhältnis Ihrer Einkünfte von beiden Elternteilen zu tragen wäre. Mit Eintritt der Volljährigkeit muss sich Ihrer Ex-Frau also in der Tat am Unterhalt Ihres Sohnes beteiligen.

Eine genaue Unterhaltsberechnung ist hier leider nicht möglich. Die Grundsätze habe ich aber damit erläutert.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Sascha Steidel, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 14.05.2012 | 11:02

Vielen Dank! Die Antwort ist verständlich und klar!
Verstehe ich das richtig, dass meine Unterhaltspflicht an meine Tochter mit Volljährigkeit ( wenn sie nicht studiert ) oder spätestens wenn sie in Ausbildung geht endet?

Danke nochmals!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.05.2012 | 11:12

Ob die Unterhaltspflicht gegenüber Ihrer Tochter mit Eintritt der Volljährigkeit endet, hängt davon ab, ob Unterhaltsbedarf aus eigenen Einkünfte gedeckt ist oder nicht.

Mal angenommen, sie macht eine Ausbildung und verdient dort 400,- EUR. Ihr Unterhaltsbedarf beträgt aber ( s. dazu die Ausführungen zum Volljährigenunterhalt oben ) rund 500,- EUR. Dann bestünde ein offener Bedarf von 100,- EUR, der dann wieder anteilig im Verhältnis der Einkommen zueinander von beiden Elternteilen zu tragen wäre.

Bewertung des Fragestellers 14.05.2012 | 11:14

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