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Unterhalt hier Anrechnung von Kindergeld

20.07.2005 16:07 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann


Meine Nochfrau und ich möchten anhand der Düsseldorfer Tabelle eigenständig den von mir zuzahlenden Unterhalt festlegen. Hierbei sind wir uns nicht ganz einig wie das Kindergeld und die Steuerklasse anzurechnen sind.
Meine Frau und ich leben seit 01.12.2004 getrennt. Die beiden Kinder 11 und 14 Jahre alt leben bei ihr. Nach Steuerklassenänderung im Jan. 2005 (vier / vier) verfüge ich über ein anrechenbares Nettoeinkommen von 2.200 Euro. Meine Frau von 1200 Euro. Zu diesen 2.200 Euro erhalte ich noch das Kindergeld in Höhe von 308 Euro. Lt. Düsseldorfer Tabelle muss ich für die Kinder Unterhalt in Höhe von 334 Euro und 393 Euro
zahlen. Da dieses 135 Prozent sind, in welcher Höhe oder müsste von mir evtl. noch Kindergeld überhaupt gezahlt werden.
Falls das Kindergeld meiner Frau zustehen würde, wäre es sicher richtig dieses dann direkt an meine Frau vom Arbeitgeber Land NRW überweisen zu lassen.
mfg

Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst bedanke ich mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage der mir von Ihnen mitgeteilten Informationen gerne beantworten möchte.

Generell möchte ich vorab darauf hinweisen, dass das Kindergeld dem Kind zusteht. Es darf also keinesfalls bei einem der Eltern verbleiben. Ich weise darauf so explizit hin, weil auch eine Rückforderung von Ihnen als Nichtberechtigtem insoweit möglich ist! Von daher wird das Kindergeld Ihrem Einkommen aber auch nicht erhöhend angerechnet.

Summarische Unterhaltsberechnung:
Die Unterhaltsanspruch bei einem (für Sie beide zu veranschlagenden) Gesamtnetto von 3400,-- bemisst sich nach der Gruppe 10 (jeweils 495,--/Kind). Eine Höherstufung ist hier nicht erforderlich (vgl. zu diesem Komplex die Erläuterungen der DDT). Wie Sie für die Kinder auf 2 verschiedene Unterhaltshöhen kommen (bei derselben Altersgruppe) erschließt sich mir leider nicht.

Die Quote ist dann in etwa 1/3 // 2/3 zu Ihren Lasten. Dann müssen sie jeweils 330,-- zahlen. Die Kindergeldanrechnung erfolgt dann ganz normal Hälftig pro Verpflichtetem, so dass Sie jeweils 77,-- € abziehen können (=255/Kind).

Ich hoffe, Ihnen mit der ersten, summarischen Prüfung der Rechtslage weiter geholfen zu haben, für genaue Zahlen (mit allen zu berücksichtigenden Daten) sollten Sie aber durchaus einen Kollegen mit der genauen Berechnung betrauen!

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen

Hans-Christoph Hellmann
-Rechtsanwalt-
www.anwaltskanzlei-hellmann.de

Nachfrage vom Fragesteller 20.07.2005 | 18:53

Sehr geehrter Herr Hellmann;
vielen Dank für die schnelle Beantwortung meiner Anfrage.
Lt. Düsseldorfer Tabelle -NRW-
gibt es die Altersstufen sechs bis 11 Jahre und 12 bis 17 Jahre und hieraus die Beträge 334 und 393 Euro Richtunterhalt.
Desweiteren ist mir unbekannt, dass beide Einkommen zusammengerechnet und dann quottiert werden. Gibt es hierüber Gerichtsurteile für etwa gleichgelagerte Unterhaltsfälle?

Vielen Dank für Ihre Bemühungen
mit freundlichen Grüßen




Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.07.2005 | 19:11

Sehr geehrter Fragesteller,

ich bitte um Verzeihung, ich habe erst Maßstäbe für Unterhaltberechnung bei Volljährigen angesetzt und dann auch noch übersehen, dass das zweite Kind 11 Jahre alt ist (nicht 12). Ich danke Ihnen für Ihren kritischen Hinweis.

Natürlich können Sie dies in Ihrer Bewertung berücksichtigen. Als Entschädigung dürfen Sie aber gerne eine weitere Nachfrage per email an mich richten (mail@anwaltskanzlei-hellmann.de).

Richtig ist: Es wird keine Quote gebildet, da nur der nicht betreuende Elternteil (bei Minderjährigen) Barunterhalt schuldet. Die von Ihnen ermittelten Tabellenwerte sind vollkommen zutreffend! Sollten Sie allerdings Unterhalt für Ihre getrennt lebende Frau nicht erbringen, gilt für Sie die siebte Einkommensstufe (= einfache Höherstufung) mit 351,-- bzw. 414,-- Euro Kindesunterhalt dann. Das bitte ich zu berücksichtigen!

Das Kindergeld wird ab der 6. Einkommensgruppe wie gehabt mit 77,-- €angerechnet.

Ich hoffe, die von mir verschuldete Verwirrung aufgelöst zu haben.


Hochachtungsvoll

RA Hellmann

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