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Unterhalt für zwei Kinder


06.04.2006 15:36 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo!
Ich habe mit meinem Expartner zwei Kinder im Alter von 7 und 9 Jahren. Wir waren nicht verheiratet, ich habe ihm aber das gemeinsame Sorgerecht übertragen.
Inzwischen wohne ich nicht mehr im gleichen Ort wie mein ehemaliger Partner (ca. 150 km) entfernt. Das Umgangsrecht und die Unterhaltspflicht für die Kinder habe ich bei der Trennung vom Anwalt regeln lassen, damit ich es schriftlich habe. Mein Ex zahlt jetzt immer pünktlich und das Umgangsrecht (alle zwei Wochen holt er die Kinder am Wochenende zu sich, plus variabel gehandhabte Ferienaufenthalte) klappt gut.
Leider habe ich jetzt erfahren müssen, daß er mir nicht die Wahrheit über sein Einkommen (er ist selbständig) gesagt hat (das wurde nicht überprüft). Der Unterhalt wird momentan von einem angenommenen Einkommen von 1300.- Euro monatlich errechnet, so daß er für die Kinder 460.- Euro zahlt (er rundet von 452.- auf). Sein Gewinn (vor Einkommenssteuer) im vorletzten Jahr betrug allerdings über 39000.- Euro, also über 3200.- Euro monatlich. Ich weiß, daß auch das Kindergeld in Ansatz gebracht wird bei der Unterhaltsberechnung.
Jetzt meine Frage: Wie hoch wäre der Unterhalt bei diesem höheren Einkommen? Wird das Kindergeld dann mehr dazu gerechnet? Und könnte mein Ex seine Fahrtkosten irgendwie mit dem Unterhalt verrechnen? Wobei ich sagen muss, daß er damals unterschrieben hat daß er die Kinder holt, ich bin dazu nicht verpflichtet und es wurde nichts über die Fahrtkosten festgelegt.
Ich möchte keinen Streit mehr, andererseits ist es auch das Geld meiner Kinder, das ich zu verwalten habe.
Vielen Dank für die Beantwortung meiner Frage!
06.04.2006 | 16:33

Antwort

von


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Sehr geehrte Rechtssuchende,

wenn ich davon ausgehe, dass es sich bei bei dem 3.200,- EUR um das unterhaltsrelevante bereinigte Nettoeinkommen handelt, dann beläuft sich der Kindesunterhalt unter Anrechung des Kindergeldes bei insgesamt 638,- EUR monatlich !
Die Kindergeldanrechung verändert sich bei höheren Einkommens nicht.

Hierbei handelt es sich allerdings um eine grobe Berechnung unter der Voraussetzung, dass Sie kein Einkommen erzielen. Eine genaue Berechnung unter Vorlage aller Unterlagen kann dies nicht vollständig ersetzten.

Ihr Ex-Mann schuldet dann auch erhebliche Unterhaltsrückstände. Grundsätzlich können auch bei Kindesunterhalt Unterhaltsrückstände nur ein Jahr seit Klageerhebung geltend gemacht werden, da Ihr Ex-Partner aber arglistig über sein Einkommen getäuscht hat, ist hier durchaus anzunehmen, dass auch Rückstände von mehr als einem Jahr geltend gemacht werden können.

Für die Fahrtkosten Ihres Ex-Mannes müssen Sie nicht aufkommen. Allerdings gibt es im Steuerrecht derzeit Bestrebungen, dass die Fahrtkosten zu den leiblichen Kindern als Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen abgezogen werden können, was wiederum die Steuerlast Ihres Ex-Partner reduzieren würde und das unterhaltsrelevante Einkommen eher erhöht.

Ich rate Ihnen daher dringend einen Anwalt vor Ort aufzusuchen. Dieser soll zunächst Auskunft über das Einkommen bei Ihrem Ex-Partner einholen. Lassen Sie sich die Einkommenssteuerbescheide vorlegen. Auch den zum Zeitpunkt des Vergleichsschlusses. Kommt Ihr Ex-Partner dem nicht nach, kann Ihr Anwalt dies auch gerichtlich erzwingen lassen.
Sie haben dann zwei Möglichkeiten. Sie können einerseits eine sog Abänderungsklage bei Gericht einreichen, oder sie können, wenn Sie nicht vor Gericht gehen wollen, versuchen einen weiteren Vergleich mit Ihrem Ex-Partner abzuschließen.

Sie können Ihrem Partner im Falle, dass er keinen Vergleich abschließen will, auch damit drohen, dass Sie dann unter Umständen auch erhebliche Unterhaltsrückstände einklagen werden. Dies wirkt oftmals Wunder.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meiner Antwort helfen

Mit freundlichen Grüssen

Marcus Glatzel
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

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