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Unterhalt für volljähriges Kind rückwirkend?

24.01.2008 00:37 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


Mein unehelicher Sohn (19) hat im Juni 2007 Abitur gemacht. Ich habe seiner Mutter, wo er bis dahin lebte, bis einschl. Juli 2007 460 Euro Kindesunterhalt gezahlt. Seit seinem Abitur lebt mein Sohn mit einem Freund alleine, reist um die Welt und macht jetzt ein unbezahltes Praktikum und wird anschließend ein weiteres Praktikum machen. Er hat angekündigt, im Sommer- oder Wintersemester ´08 ein Studium aufnehmen zu wollen.
Nun verlangt mein Sohn rückwirkend seit seinem Abitur Unterhalt bis zum Studienbeginn. Hat er einen Anspruch darauf?
Mein Sohn sagt, er habe nach seinem Abitur während einer 4monatigen Karenzzeit Unterhalt bekommen müssen. Stimmt das?
Muß ich während eines Praktikums Unterhalt zahlen, auch wenn es kein Pflichtpraktikum ist?
Für mich ist übrigens klar, dass ich sein Studium voll bezahle. Nur eben das Ferienjahr nur sehr ungern...

Ich freue mich über eine aussagekräftige Antwort

24.01.2008 | 02:19

Antwort

von


(571)
Gerner Str. 17
80638 München
Tel: 089/30758845
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,


im Grundsatz gilt, dass sich Ihr volljähriger Sohn zwischen Schulausbildung und Berufsausbildung selbst unterhalten muss, dies ergibt sich aus den Vorschriften der §§ <a class="textlink" rel="nofollow" href="http://bundesrecht.juris.de/bgb/__1601.html" target="_blank">1601</a>, <a class="textlink" rel="nofollow" href="http://bundesrecht.juris.de/bgb/__1602.html" target="_blank">1602</a> und <a class="textlink" rel="nofollow" href="http://bundesrecht.juris.de/bgb/__1610.html" target="_blank">1610</a> <a class="textlink" rel="nofollow" href="http://bundesrecht.juris.de/bgb/index.html" target="_blank">BGB</a>.

Ausnahmsweise billigt die Rechtsprechung dem Heranwachsenden zum Einen eine Orientierungsphase von in der Regel maximal einem Jahr zu, während der er z.B. einer Ausbildung nachgehen darf, die sich im Nachhinein als ungeeignet erweist, ohne seinen Unterhaltsanspruch zu verlieren, sofern er im Anschluss einer seinen Fähigleiten und Neigungen entsprechenden Ausbildung nachgeht. Ob die beiden Praktika, die Ihr Sohn absolviert hat, insofern zu seinen Gunsten berücksichtigt werden können, ist zweifelhaft, da es sich in aller Regel hierbei nicht um unmittelbare berufsqualifizierende Maßnahmen handelt. Voraussetzung wäre dann aber zumindest, dass diese Praktika einen engen fachlichen und zeitlichen Zusammenhang mit dem späteren Studium aufweisen oder dass sie eine zusätzliche Qualifikation in dem konkret angestrebten Berufsbild oder jedenfalls bessere Erfolgsaussichten bieten.

Zum Anderen kann auch eine kurze Phase der Überbrückung zwischen Schule und Studium von wenigen Monaten geschuldet sein, je nach den konkreten Umständen und der wirtschaftlichen Zumutbarkeit für die Eltern. Diese Phase ist im vorliegenden Fall zu lang, es sei denn, dass die zwischenzeitlich absolvierten Praktika eben doch eine eigenständige Berufsqualifikation vermitteln, was allerdings schwer denkbar ist. Jedenfalls ist die Annahme Ihres Sohnes bezüglich einer „Karenzzeit“ nur dann zutreffend, wenn sich an diese Zeit auch unmittelbar eine (nicht unbedingt einheitliche, aber zusammenhängende) Ausbildung anschließt.


Ich hoffe, meine Auskünfte reichen Ihnen als erste Orientierung zu Ihrer rechtlichen Fragestellung. Bei Unklarheiten beantworte ich gerne auch Rückfragen.

Mit freundlichen Grüßen


Wolfram Geyer
Rechtsanwalt


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