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Unterhalt für volljähriges Kind - Ausbildung


12.11.2005 18:28 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein 22jähriges Kind lebt seit jeher bei mir, mein geschiedener Ehemann hat Unterhalt geleistet bis mein Kind nach der 11. Klasse die Schullaufbahn beendet und eine Berufsausbildung angefangen hat. Seit Beginn der Ausbildung sah mein Ex-Ehemmann sich nicht mehr dazu verpflichtet, Unterhaltszahlungen zu leisten. Erst nachdem mein Kind einen RA einschaltete, welcher ihn auf seine Unterhaltsverpflichtung hinwies und darum bat seine Einkommensverhältnisse offen zu legen, kontaktierte mein Ex-Ehemann uns und bot an monatlich 50€ zu zahlen um einen Rechtsstreit zu umgehen. Mein Kind ließ sich darauf ein, weil es ohnehin nicht an einem Rechtsstreit gegen seinen Vater interessiert war. Nach etwa zwei Jahren wurde das Ausbildungsverhältnis jedoch vom Ausbilder aufgekündigt. Mein Kind holt seitdem das Abitur nach und arbeitet nebenher auf 400€ Basis, um seine Wohnung finanzieren zu können. Die Miete dafür beträgt etwa 250€. Da sich die Wohnung meines Kindes im selben Haus befindet, in dem auch ich wohne, haben wir es so geregelt, dass mein Kind bei mir die Mahlzeiten kocht (auch für mich und seinen noch minderjährigen Bruder), jedoch dafür auch nichts für meinen Einkauf beizusteuern hat.
Nun wurde meinem Kind eine Festanstellung angeboten, welche einen Mehrverdienst von etwa 300€ bedeuten würde, jedoch auch einen höheren Zeitaufwand und somit weniger Zeit für das eigentliche Vorhaben, das Abitur zu beenden. Mein Kind sieht sich dazu gezwungen, da es sonst die Kosten für die Wohnung sowie für Lernmittel nicht mehr aufbringen und den Führerschein ebenfalls nicht anfangen kann, welcher ihm im Berufsleben von Vorteil wäre. Da ich das Abitur meines Kindes gefährdet sehe, habe ich meinen Ex-Ehemann gebeten, sich mit mehr als 50€ monatlich an den Umkosten meines Kindes zu beteiligen, da es wohl auch in seinem Interesse liegen sollte, dass es eine gute Ausbildung erhält. Kindergeld wird für mein volljähriges Kind nicht mehr bezogen und ich kann meinem Kind auch nicht mehr unterstützen als ohnehin schon. Meine Einkünfte belaufen sich auf rund 1.000€, mein zweites minderjähriges Kind - von einem anderen Vater - geht noch zur Schule und wohnt in meinem Haushalt. Die Höhe des Einkommens meines Ex-Ehemannes ist mir seit jeher unbekannt.
Nun meine Frage, kann mein Ex-Ehemann dazu verpflichtet werden, sich in einem stärkeren Maße an den Umkosten des volljährigen Kindes zu beteiligen oder gibt es eventuell andere Möglichkeiten der Beihilfen, so dass mein Kind weiterhin genügend Zeit für das Abitur aufwenden kann?
12.11.2005 | 18:55

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

herzlichen Dank für Ihre Online-Anfrage, die ich sogleich unter Berücksichtigung Ihrer Angaben summarisch beantworten möchte.

1.
Generell schulden beide Elternteile bei einem volljährigen Kind eine angemessene und begabungsgerechte ERSTausbildung. Wie Sie den Sachverhalt allerdings schildern, liegt hier einer der Grenzfälle vor, da von einer Erstausbildung bei einem Nachholen des Abiturs nach einer Lehre regelmäßig nicht mehr gesprochen werden kann. Dies ist nur dann anders bzw. dann von den Eltern Unterhalt geschuldet, wenn schon bei Beginn der Ausbildung geplant war bzw. den Eltern bewusst war, dass nach der Ausbildung ein weiterführender Schulabschluss folgen würde. Ferner dann, wenn gestörte häusliche Verhältnisse vorlagen, die sich nachteilig auf die Entwicklung des Kindes ausgewirkt haben oder wenn das Kind in die Ausbildung gedrängt wurde oder aufgrund der Verweigerung einer Finanzierung der angemessenen Ausbildung (Schule) die berufliche Ausbildung durchführte.

Die obigen Voraussetzungen kann ich hier leider nicht erkennen. Insoweit müssten Sie ggf. noch Erläuterungen zum Verhältnis des Vaters zu der Ausbildung nachreichen.

Von daher wird eine Unterhaltsanspruch gegen den Vater (bei einer alleinigen Konzentration auf die Schule – wie sie es wohl vorhaben) ausscheiden. Wenn das Kind aber nebenher arbeitet, wird eine Bedürftigkeit ausscheiden.

2.
Denkbar wäre aber ein Antrag auf elternunabhängiges Bafög, das für solche Fallkonstellationen geschaffen wurde. Dies sollte dann den notwendigen Unterhaltsbedarf des Kindes abdecken. Informationen / Antragsformulare hierzu können Sie im Jobcenter Ihres Wohnortes bekommen. Weitere Informationen können Sie auch im Jugendamt erhalten.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Prüfung der Rechtslage eine hilfreiche, erste Orientierung gegeben zu haben. Sollten noch Verständnisprobleme bestehen, nutzen Sie doch gerne die kostenlose Nachfragemöglichkeit

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Christoph Hellmann
-Rechtsanwalt-


Burgwedel, den 12.11.05
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Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

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