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Unterhalt für volljährigen Sohn Schüler

| 01.11.2008 23:52 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


Nach 5jähriger Trennung wurde ich im September 2008 von meinem Mann geschieden. Die beiden Söhne, 11 Jahre und nun 18 Jahre leben seitdem bei mir. Der Kindesunterhalt wurde vom Anwalt meines Ex-Mannes errechnet und auch problemlos gezahlt (für den jüngeren Sohn 257,00 Euro und für den seinerzeit 17jährigen Sohn 316,00 Euro). Mit Erreichen der Volljährigkeit wurde mit mitgeteilt dass ich nun auch barunterhaltspflichtig bin, wogegen ich mich auch nicht wehre. Mein nun volljähriger Sohn geht noch zur Schule und verfügt über kein eigenes Einkommen. Mein Exmann verdient im Durchschnitt ca. +/- 2.000,00 Euro netto. Sein Anwalt hat das Einkommen jedoch wegen hoher Fahrtkosten zur Arbeit (ca.72 km einfache Strecke) sehr weit heruntergerechnet. Leider konnte ich nicht beweisen, ob in Fahrgemeinschaft gefahren wird oder nicht, ich vermute es jedoch. Eine Unterhaltsberechnung zur Prüfung habe ich nie erhalten, sondern mußte die vorgelegten Zahlen akzeptieren. Es wurde jedoch eindeutig darauf hingearbeitet, die Unterhaltszahlungen gering zu halten.
Zu meiner Einkommenssituation: Nach der Trennung 2003 habe ich für 1,5 Jahre Trennungsunterhalt, sowie den o.g. Unterhalt für die Kinder bekommen, dann plötzlich nur noch Kindesunterhalt, ab dem Zeitpunkt, als mein Exmann seinen Anwalt einschaltete. Ich habe ca. 10 Jahre, ab 1996 selbständig als Promoterin / Werbedame gearbeitet, das jährliche zu versteuernde Einkommen betrug ca. 2.200 Euro. Zudem haben mir meine Eltern nach der Trennung oft finanziell geholfen. Dies ging bis August 2006, dann konnte ich einen 400-Euro-Job in meinem Wohnort bekommen, habe nur noch sehr wenig als Promoterin gearbeitet, das zu versteuernde Einkommen senkte sich auf ca. 1.800 Euro. Im Januar 2007 konnte der 400-Euro-Job dann glücklicherweise in eine unbefristete Stelle umgewandelt werden, ich arbeite nun 5 Stunden täglich mit einem Bruttoverdienst von 1.330 Euro, Nettoverdienst 986 Euro. Nebenbei verdiene ich mir etwas durch Fingernägel machen im Freundeskreis dazu. Meine Beratungen bei der IHK, beim Steuerberater und beim Finanzamt haben ergeben, dass ich bei dem geringfügigen Umfang des Nebenverdienstes kein Gewerbe anmelden muss. Aus Angst, wegen Schwarzarbeit angezeigt zu werden, habe ich dennoch ein Kleingewerbe für Nageldesign am 01.04.08 angemeldet. Durch die Pflege der Fingernägel im Freundeskreis habe ich noch ungefähr ein Zusatzeinkommen von ca. 65 - 70 Euro monatlich. (Genau kann man es nie sagen, da die Abstände zwischen den einzelnen Terminen zwischen 5 - 7 Wochen variieren). Kosten für Material, Strom und sonstiges sind schon abgezogen, also Reingewinn.
Der Anwalt meines Exmannes hat nun angeboten, dass mein Exmann für seinen volljährigen Sohn nun 200,00 Euro monatlich zahlt. Laut seinen Berechnungen ergibt sich nach dem Einkommen der Eltern eine Einstufung in Einkommensgruppe 4 der Düsseldorfer Tabelle. Mir wurde jedoch nicht mitgeteilt, auf Grund welcher Zahlen hier die Berechnungen erfolgten. Mein Sohn und ich sind der Meinung, das hier eine ordentliche Unterhaltsberechnung stattfinden soll, hierzu hat mir ebenfalls das Jungendamt geraten (obwohl sie für volljährige Kinder ja nicht mehr zuständig sind). Nun verlangt der gegnerische Anwalt den Nachweis der Einkünfte meiner selbständigen Tätigkeit der letzten 3 Jahre. Das Promotiongewerbe wurde zum 01.April diesen Jahres abgemeldet und Nageldesign zum 01.April angemeldet. Ich habe eine Einnahmen-Überschussrechnung vom Nageldesign vorgelegt, dies genügt dem gegn. Anwalt jedoch nicht.
Nun meine Frage: Hat er das Recht, mir die Einkünfte aus selbständiger Arbeit anzurechnen, obwohl das Gewerbe als Werbedame abgemeldet ist? Und bin ich dazu verpflichtet, ihm "vom Nägel machen" alle Unterlagen, Rechnungen usw. vorzulegen und Einblick zu gewähren? Wie verhält sich hier die Situation??
Mir wird hier versucht, mit allen Mitteln ein richtiges Geschäft, bzw. einen richtigen Laden anzuhängen, obwohl sich meine Dienste ausschließlich auf meine Freundinnen und meine Mutter beziehen und ich auch kein offizielles Studio betreibe, sondern einen kleinen Raum in meinem Haus im Keller nutze.
Was soll ich tun, bzw. wie soll ich mich verhalten? Ist der gegenerische Anwalt mit der Einforderung der Unterlagen im Recht? Zu meiner finanziellen Situation ist noch hinzuzufügen, dass ich meinem Exmann den Anteil seiner Haushälfte ausgezahlt habe und derzeit ein Hypothekendarlehen in Höhe von 65.000 Euro auf mir lastet.
02.11.2008 | 03:46

Antwort

von


(257)
Ludwig-Thoma-Strasse 47
85232 Unterbachern
Tel: 08131/3339361
Web: http://www.rechtsanwaeltin-altmann.de
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Sehr geehrte Fragestellerin,

hiermit nehme ich zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen unter Berücksichtigung des dargestellten Sachverhaltes wie folgt Stellung:

Zunächst benötige ich für die Berechnung des Unterhalts gegenüber Ihrem Sohn noch einige Informationen. Bitte teilen Sie mir mit, ob Ihr Sohn bei Ihnen, Ihrem Exgatten oder auswärtig wohnt und ob er eigenes Einkommen hat.

Nachdem Ihr söhn volljährig ist, müsste er seinen Unterhalt selbst geltend machen, und zwar wohl Ihnen gegenüber als auch gegenüber Ihrem Exgatten.

Zur Unterhaltsberechnung ist es erforderlich, dass Auskunft über das Einkommen erteilt wird und zwar sowohl von Ihrem Ex – Gatten als auch Ihrerseits. Neben den Gehaltsabrechnungen dürfte aber eine Einnahmen – Überschussrechnung ausreichen. Welche anderweitigen Unterlagen verlangt der gegnerische Rechtsanwalt denn noch?

Bei Ihrer Unterhaltspflicht wären dann auch noch die Schulden zu berücksichtigen, zumindest im Rahmen eines vernünftigen Tilgungsplanes. Bitte machen Sie hierzu noch ergänzende Angaben.

Wie bereits erwähnt, hat Ihr Sohn gegenüber Ihrem Exgatten auch einen Anspruch auf Auskunft hinsichtlich des unterhaltsrelevanten Einkommens. Dieser Anspruch kann auch gerichtlich geltend gemacht werden.

Ob der Unterhalt in Höhe von EUR 200,00 berechtigt sind, kann ich erst beurteilen, wenn ausreichende Informationen über das Einkommen Ihres Exgatten vorliegen. Natürlich können Sie die Angaben im Rahmen der Nachfragefunktion ergänzen oder sich direkt mit mir in Verbindung setzen.

Abschließend möchte ich Sie noch auf Folgendes hinweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Einblick in die Rechtslage verschafft haben zu können und verbleibe
mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 02.11.2008 | 10:18

Sehr geehrte Frau Hein,
wie bereits in meiner Anfrage geschildert, wohnt mein 18jähriger Sohn bei mir und verfügt über kein eigenes Einkommen, da er noch Schüler ist. Ich habe von ihm die Vollmacht bekommen, seine Interessen gegenüber seinem Vater durchzusetzen.
Der gegnerische Anwalt möchte genaue Einsicht in alle Belege aus meiner geringfügigen selbständigen Tätigkeit haben, um zu prüfen, welche Ausgaben unterhaltsrechtlich angerechnet werden können und welche nicht.
Das Hypothekendarlehen der Bank beläuft sich auf 65.000 Euro und wird mit monatlich 361,25 Euro getilgt. Dieses Darlehen ist wiegesagt aufgenommen worden, um meinem Exmann den Eigenanteil an der ehemals gemeinsamen Immobilie auszuzahlen.
Laut einer mir vorliegenden Gehaltsabrechnung meines Exmannes vom August 2008 liegt das bis einschließlich August 2008 aufgelaufene Einkommen bei Steuerbrutto 26.433,57 und Gesamtnetto bei 16.264,59. Desweiteren verfügt er noch über ein Nebeneinkommen von ca. 200,00 Euro netto.
Wäre es nicht am sinnvollsten, wenn sich mein Sohn bei Gericht einen Beratungshilfeschein besorgt und von einem Anwalt eine Unterhaltsberechnung gegen beide Elternteile geltend macht?? Ich bin mir sicher, dass der Anwalt meines Exmannes hier wieder versucht, durch Anrechnung hoher Fahrtkosten usw. den Unterhaltsbetrag so gering wie möglich ausfallen zu lassen. Wie bereits erwähnt wurde mir bisher noch nie eine Unterhaltsberechnung zur Prüfung überlassen, sondern es wurden einfach Beträge genannt, die ich akzeptieren sollte.
Vielen Dank für Ihre Antwort.
Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.11.2008 | 11:34

Sehr geehrte Fragestellerin,

dass Ihr Sohn noch bei Ihnen wohnt, hatte ich überlesen, das tut mir leid.

Der Unterhalt kann von beiden Eltern gefordert werden. Die Höhe wird je nach Leistungsfähigkeit des Elternteils berechnet. Um den Unterhaltsanspruch Ihres Sohnes berechnen zu können, müssen sämtliche Unterlagen betreffend das Einkommen der Eltern gesichtet werden. Daher halte ich es für zweckmäßig, wenn sich Ihr Sohn von einem ortsansässigen Rechtsanwalt beraten lässt. Im Rahmen der Beratungshilfe werden auch die Kosten für eine anwaltliche außergerichtliche Tätigkeit eines übernommen, so dass der beauftragte Kollege die Gegenseite schriftlich um Auskunft bitten kann.

Es tut mir leid Ihnen an dieser Stelle nicht weiterhelfen zu können und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Astrid Hein
Rechtsanwältin


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Bewertung des Fragestellers 02.11.2008 | 21:47

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"Nach dieser Antwort bin ich genauso schlau wie vorher. Schade um die 25,00 Euro! Zum einen wurde anscheinend meine erste Anfrage mehr oder weniger überflogen und Angaben nicht wahrgenommen. Ich denke, wenn ich als Anwalt keine definitive Antwort geben kann, nehme ich die Anfrage erst garnicht an. Ich fand es diesmal nicht hilfreich."
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 02.11.2008
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Nach dieser Antwort bin ich genauso schlau wie vorher. Schade um die 25,00 Euro! Zum einen wurde anscheinend meine erste Anfrage mehr oder weniger überflogen und Angaben nicht wahrgenommen. Ich denke, wenn ich als Anwalt keine definitive Antwort geben kann, nehme ich die Anfrage erst garnicht an. Ich fand es diesmal nicht hilfreich.


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