Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Unterhalt für vollj. arbeitslose Kinder


| 25.11.2006 07:23 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Meine Tochter (23, Mutter verstorben) bezieht seit 2 Jahren ALG II und lehnt es ab, in meinem Haushalt zu leben. Einen „Ein-Euro-Job“ ist sie nicht angetreten, eine Teilzeit-Beschäftigung in meinem Betrieb (ich bin Selbstständig) lehnte sie ab und suchte sich ca. 120 km entfernt eine neue Wohnung. Dies mit der Begründung, dort einen zeitlich befristeten Arbeitsplatz sowie eine Anstellung für die Zeit nach Beendigung dieses Arbeitsverhältnisses gefunden zu haben. Der zeitlich befristeter Arbeitsvertrag wurde ihr wegen Krankfeiern vorzeitig gekündigt, seitdem bezieht sie wieder ALGII.

Der neue Aufenthaltsort meiner Tochter ist mir z.Zt. unbekannt. Die alte Wohnung hat sie bislang nicht übergeben, Mietausfall und Räumungs-/Renovierungskosten muss ich als Bürge zahlen.

Fragen:
Bin ich gegenüber meiner Tochter unterhaltspflichtig, auch wenn sie es ablehnt, in meinem Haushalt zu leben und in meinem Betrieb einer Teilzeitbeschäftigung nachzugehen?

Für eventuelle Unterhaltsberechnungen: Sind vom Nettogewinn meines Kleinbetriebes (= mein zu versteuerndes Einkommen) meine Einkommensteuer und Aufwendungen für Krankenversicherung/Altersvorsorge abzuziehen?

Können meine Zahlungen für die erheblichen Räumungs-/Renovierungskosten (Kreditaufnahme erforderlich) eventuellen Unterhaltsleistungen angerechnet werden?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich kann Sie beruhigen. Sie sind in dem von Ihnen geschilderten Fall nicht bzw. nicht mehr unterhaltspflichtig. Eine Berechnung der Bedürftigkeit Ihrer Tochter erübrigt sich.

Die Anforderungen an den Unterhaltsanspruch volljähriger Kinder, die nicht mehr im Haushalt eines Elternteils leben, das 21. Lebenjahr bereits vollendet und die allgemeine Schulausbildung abgeschlossen haben, sind weit höher gesteckt, als der Anspruch minderjähriger Kinder.

Ich gehe davon aus, das Ihre Tochter die Schulzeit bereits vor Jahren beendet hat. Da sich Ihre volljährige Tochter offensichtlich auch nicht mehr in einer ersten Berufsausbildung befindet, hat Sie selbst für Ihren Lebensunterhalt zu Sorgen. Dieses unabhängig davon, ob Arbeitslosigkeit vorliegt oder nicht.

Ansonsten gilt: Bei Selbständigen wird das Durchschnittsnettoeinkommen der letzten 3 Jahre zu Grunde gelegt. Dieses ermittelt sich aus dem Bruttoeinkommen, welches um Steuern, Sozialabgaben, Vorsorgeaufwendungen und berufsbedingte Aufwendungen gemindert wird. Konkret zählen hierzu Einkommens- und Gewerbesteuer, die Kosten für die Kranken- und Altersvorsorge, berufsbedingte Aufwendungen sowie ggfls. familienbedingte Schulden.

Sollte weiterer Klärungsbedarf bestehen, nutzen Sie bitte die Nachfragefunktion.

Mit freundlichem Gruß

Wundke
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 25.11.2006 | 08:28

Vielewn Dank für ihre prompte Antwort. Meine Nachfrage dazu:

Sie schreiben:
Da sich Ihre volljährige Tochter offensichtlich auch nicht mehr in einer ersten Berufsausbildung befindet, hat Sie selbst für Ihren Lebensunterhalt zu Sorgen.

Meine Tochter hat bislang noch keine Berufsausbildung begonnen, ist aber angeblich auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Werde ich somit erst dann (wieder) unterhaltspflichtig, wenn sie eine Berufsausbildung beginnt und für welchen Zeitraum?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.11.2006 | 10:30

Vielen Dank für die Nachfrage.

Ein Volljähriger, der nach Abschluss seiner allgemeinen Schulausbildung weder eine Berufsausbildung aufnimmt, noch hinreichende Bemühungen um einen Ausbildungsplatz nachweisen kann, verletzt nachhaltig seine Ausbildungsobliegenheit. Er verwirkt damit seinen Unterhaltsanspruch und muß seinen Lebensunterhalt nunmehr selbst verdienen (vgl. u.a. OLG Düsseldorf, Beschluss vom 13.02.2004 - 3 WF 8/04).

Hinzu kommt, dass mit steigendem Alter auch die Anforderungen an das Kind wachsen, seinen Unterhalt durch eigene Erwerbstätigkeit ganz oder teilweise selbst zu decken.

Aus meiner Sicht wären Sie in dem von Ihnen geschilderten Fall daher auch dann nicht mehr unterhaltsverpflichtet, wenn Ihr Kind
doch noch einen Ausbildungsplatz findet. Offensichtlich verletzt Ihr Kind die geforderten Ausbildungs- und Erwerbsobliegenheiten gröblichst. Dafür spricht nicht nur das bereits erreichte Alter, sondern auch der verschuldete Verlust der befristeten Arbeitsstelle. Es hat seinen Unterhaltsanspruch endgültig verwirkt.

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Rasant schnelle Beantwortung und umfangreicher, als ich erwartet hatte. Sehr gut! "
FRAGESTELLER 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER