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Unterhalt für studierende Tochter 23 Jahre

07.06.2018 20:59 |
Preis: 51,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Steffan Schwerin


Guten Tag,
folgende Sachlage:
Meine Tochter 23 Jahre möchte für 2018 eine neue Berechnung des Vaterunterhalts haben. Ich bin meiner Unterhaltspflicht immer nachgekommen. Sie hat einen Anwalt beauftragt. Aber aus den ersten Gesprächen, erfuhr ich, dass Ihre Mutter die Gespräche mit dem Anwalt führt. Dies wurde seitens der Mutter über Whats app sogar bestätigt.
Sie lebt in einer anderen Stadt in Deutschland, wo sie auch um die Ecke studiert, gleich im Anachluss ans Abitur. Gemeldet ist sie in der Wohnung Ihrer Mutter (unter der Adresse läuft auch der Schriftwechsel) scheint aber unter einer anderen Adresse erreichbar zu sein.
Sie ist Studentin an der Hochschule, was mir auch belegt wurde (dort auch mit Adresse der Mutter). Aus eigenen Berichten hat sie immer nebenbei gejobbt und Geld verdient.
Die Mutter ist anscheinend seit 2018 nur noch gering Verdiener. Das wurde mir nur zugetragen, 2016 hat sie noch 1.600 € netto verdient.
Ich soll nun allein für den Unterhalt unsere Tochter aufkommen.
Angesetzt wurden 735 € pro Monat abzüglich Kindergeld von 194 €, also soll ich 541 € pro Monat bezahlen.
Bis Feb 2018 bezog meine Tochter noch 163 € Bafög, was laut ihrer Auskunft jetzt nicht mehr gezahlt wird.
Informationen über Einkommen meiner Tochter und der Mutter liegen mir nicht vor.

Ich bin Bauarbeiter mit Schlechtwetterphasen und schwankendem Einkommen, der durchschnittliche Lohn 2017 betrugt 1.870 € im Monat, ich bin alleinlebend und habe keine weiteren Einkommen. Es sind keine weiteren Unterhaltsberechtigten vorhanden. Dass ich falls es zur Klage kommt, einen Anwalt benötige ist mir bekannt.

Fragen:
1) Das ist für mich die wichtigste Frage: Wie ist der Begriff Student mit eigener Wohnung, eigenem Hausstand zu definieren? Die Meldeadresse ist bei der Mutter, die Mutter lebt in unmittelbaren Nähe der Hochschule. Kann der Unterhalt von Seiten der Mutter mit Unterkunft angerechnet werden? Dann würde nicht von 735 € Bedarf die Rede sein, sondern von weniger.
2) Kann ich darauf bestehen eine Information zubekommen, warum kein Bafög mehr gezahlt wird? Davort wurde immer ein Antrag gestellt, den ich auch ausfüllen musste. Wenn die Mutter nix mehr verdient, wäre das ja noch sinnvoller.
3) Habe ich das Recht Einkommen von a) Tochter und b) der Mutter einzusehen?
4) Wie hoch wäre, der maximale Unterhalt, den ich zahlen müsste, z.B wenn Mutter und Tochter kein Geld verdienen. Mir muss doch ein Eigenbehalt (wie hoch?) bleiben oder?
5) Wie soll ich mich verhalten?
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


1) Das ist für mich die wichtigste Frage: Wie ist der Begriff Student mit eigener Wohnung, eigenem Hausstand zu definieren? Die Meldeadresse ist bei der Mutter, die Mutter lebt in unmittelbaren Nähe der Hochschule. Kann der Unterhalt von Seiten der Mutter mit Unterkunft angerechnet werden? Dann würde nicht von 735 € Bedarf die Rede sein, sondern von weniger.

Der Bedarf beträgt 735 Euro, wenn das Kind im eigenen Haushalt lebt. Hier müssten Sie den Nachweis erbringen, dass das so ist.

Lebt das Kind im Haushalt der Mutter wird der Bedarf anders definiert und würde dann bei 633 Euro liegen.

Es geht hier auch nicht zwingend um die Meldeadresse sondern darum, wo sich das Kind schwerpunktmäßig aufhält. Wenn das Kind in einer WG lebt, hat es einen eigenen Hausstand.

2) Kann ich darauf bestehen eine Information zubekommen, warum kein Bafög mehr gezahlt wird? Davort wurde immer ein Antrag gestellt, den ich auch ausfüllen musste. Wenn die Mutter nix mehr verdient, wäre das ja noch sinnvoller.

Ja, Sie können den Unterhalt auch zurückbehalten und darauf bestehen, dass vorrangig Leistungen nach dem BAföG beantragt werden.

3) Habe ich das Recht Einkommen von a) Tochter und b) der Mutter einzusehen?

Ja.

4) Wie hoch wäre, der maximale Unterhalt, den ich zahlen müsste, z.B wenn Mutter und Tochter kein Geld verdienen. Mir muss doch ein Eigenbehalt (wie hoch?) bleiben oder?

Bei dem Bedarf von 735 Euro abzüglich 194 Euro Kindergeld bleiben 541 Euro übrig, die Sie auch zahlen müssten.

5) Wie soll ich mich verhalten?

Der Anwalt verlangt sicher erstmal Auskunft? Also erteilen Sie diese und fordern im Gegenzug Auskunft von Mutter und Kind und werfen auch sonst alle Fragen auf, die Sie zur Ausbildung und zur Wohnsituation des Kindes haben.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 08.06.2018 | 13:07

Danke erst mal.
Die Informationen zu Bafög, Wohnsituation und Einkommen werde ich dann erst mal einfordern. Danke.

Zu 4 . habe ich nochmal eine Frage, ich habe da etwas andres gefunden.

Ich verdiene 1.870 € davon gehen wie viel % ab? als bereinigtes Einkommen wird dann von X€ ausgegangen?
Bei nicht privilegierten Kindern (über 21 Jahre) soll der Eigenbedarf bei 1.300 € liegen,
also dürfte der Unterhalt max. bei 470-480 € liegen, oder? Darf meine Tochter unbegrenzt dazu verdienen?

Danke und Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.06.2018 | 18:59

Bei 1870 Euro netto kann man 5 % berufsbedingte Aufwendungen abziehen, wenn es nachweislich berufsbedingte Aufwendungen gibt.

Der Selbstbehalt zum Volljährigen liegt bei 1300 Euro.

Dann muss nicht der volle Ansatz von 541 Euro geleistet werden.

Den Hinzuverdienst muss sich das Kind anrechnen lassen.


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