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Unterhalt für studierende Mutter


07.12.2012 18:04 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Anja Holzapfel



Guten Tag,

welchen Unterhalt muss ich vorrausichtlich zahlen?

Mein Einkommen beträgt 44.000 Brutto pro Jahr, 4.000 Euro Bonus (2x 2000 pro Jahr)
Netto regelmässig ohne Bonus 2105 EUR, Riesterrente 162 EUR pro Monat
2x pro Jahr Nettogehalt: 3000 EURO

Die Mutter (29) (aus Ukraine, Studiumende Sep 2013) erwartet das Kind im Juli 2013. Sie studiert und hat einen Nebenjob und verdient aktuell schätzungsweise 600 EURO im Monat.

Ich habe von der 3/7 Methode gelesen weiß jedoch nicht ob sich die Zahlungen ändern wenn die Mutter wieder arbeitet (600 EUR) oder evtl. nur 300 EURO verdient. Mein Netto nach Riester beträgt dann 1943 EUR.

Der Unterhalt an das Kind wird meinen Recherchen nach lt. Düsseldorfertabelle sein, abzüglich 1/2 Kindergeld, also 92 EUR weniger, stimmt das so?

Was zählt alles zu ihrem Einkommen und welche Unterstützung bekommt sie evtl. vom Staat?

Vielen Dank für eine Erklärung, was mich finanziell so erwartet.
Viele Grüße

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Bezüglich des Kindesunterhalts haben Sie Recht: Dieser richtet sich nach der Düsseldorfer Tabelle. Dabei ist Ihr Durchschnittsnetto zugrunde zu legen, also 2.254,17 €. Nach Abzug von 5 % berufsbedingten Aufwendungen (112,71 €) und dem Beitrag für die Riesterrente verbleiben 1.979,46 €. Wenn es keine weiteren Abzugspositionen gibt, schulden Sie einen Unterhalt in Höhe von 349 € abzgl. hälftiges Kindergeld. (Dabei unterstelle ich, dass das Kind in Deutschland lebt und Kindergeld gezahlt wird.) Der Zahlbetrag liegt bei 257 €.

Sollten Sie keine weiteren Unterhaltsverpflichtungen haben, insbesondere der Mutter keinen Unterhalt zahlen, erhöht sich der Betrag auf 273 €.

Die 3/7-Berechnung, die Sie erwähnen, gilt nur für den Unterhalt der getrennt lebenden oder geschiedenen Ehefrau. Ich verstehe Sie so, dass Sie mit der Mutter nicht verheiratet sind. In diesem Fall schulden Sie der Mutter nur den Unterhalt, der sich aus der Differenz ihrer bisherigen Einkünfte und der Einkünfte nach der Geburt ergeben. Es wird allerdings ein Mindestbedarf von 800 € angenommen, den die Mutter als Existenzminimum braucht.

Da sie bisher nur 600 € verdient, liegt ihr Bedarf nach der Geburt bei 800 €. Hierauf sind die eigenen Einkünfte nach Abzug der berufsbedingten Aufwendungen anzurechnen. Soweit die Mutter Elterngeld bezieht, wird dieses teilweise angerechnet: 300 € sind anrechnungsfrei, der Rest ist Einkommen im Sinne der Unterhaltsberechnung. Bei einer "Streckung" des Elterngeldes auf 24 Monate sind 150 € anrechnungsfrei.

Ihr Selbstbehalt gegenüber der Mutter liegt bei 1.100 €, dieser Betrag muss Ihnen immer verbleiben.

Konkret bedeutet dies: Wenn die unverheiratete Mutter 600 € verdient, wären 50 € als berufsbedingte Aufwendungen (Mindestbetrag bei geringen Einkünften) abzugsfähig. Bei einem Bedarf von 800 € müssten Sie ihr 250 € Unterhalt zahlen.

Sollte die Mutter gar keine Erwerbseinkünfte beziehen und nur Elterngeld in Höhe von 300 € erhalten, wäre der ungedeckte Bedarf (weil das Elterngeld in dieser Höhe nicht angerechnet wird) 800 €. Sie können aber insgesamt maximal 879,46 für Mutter und Kind zahlen, damit Ihr Selbstbehalt nicht unterschritten wird. Für das Kind blieben (wie oben errechnet) 257 €, für die Mutter 622,46 €.

Bitte beachten Sie, dass dieses Forum nur eine erste Orientierung bieten, nicht aber die persönliche Beratung ersetzen kann. Häufig ergeben sich dabei Details, die zu einer anderen Bewertung führen.

Dennoch hoffe ich, dass Ihnen meine Antwort weiterhilft.


Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel

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