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Unterhalt für studierende Kinder

30.05.2008 16:18 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Wolfram Geyer


Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe 2 erwachsene Kinder (20 und 22 J. alt) aus erster Ehe. Ich bin wieder verheiratet (ein Kind 7 Jahre, meine Frau kein Einkommen). Meine Exfrau ist ebenfalls verheiratet (keine Kinder), arbeitet 2 Tage in der Woche als Angestellte und restl. Tage bei Ihrem Mann (Selbständig). Beide Kinder studieren an Fachhochschulen und leben jeweils in eigenen Wohnungen. Das Kindergeld stehen jeweils mit Einverständnis von meiner Exfrau und mir den Kindern voll zur Verfügung. Ich zahle für jedes Kind € 500,00, also incl. des Kindergeldes verfügen die Kinder je über € 654,00. In der Düsseldorfer Tabelle sind € 640,00 festgelegt. Meine Exfrau verdient ca. 1.200 -1.300 im Monat, also nur wenig über dem angemessenen Eigenbedarf. Sie zahlt den Kinder aber auch noch etwas.
Jetzt möchte meine Exfrau (in Vollmacht meiner Kinder) einen höheren Unterhalt erstreiten und verlangt meinen Arbeitsvertrag, meine Steuererklärung 2006 und 2007 und meine Gehaltsabrechnung (brutto 10.000 im Monat).
Hat sie ein Recht dazu und kann der Unterhalt auch über die in der Tabelle festgelegten 640,00 gehen?

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Ratsuchender,

ob Sie gegebenenfalls einen höheren Unterhaltsbeitrag an Ihre studierenden Kinder zu leisten haben, richtet sich nach den Einkommens- und Vermögensverhältnissen der Beteiligten, die naturgemäß Schwankungen unterliegen können.

Um den Anspruch der Höhe nach prüfen zu können, vermittelt daher § 1605 BGB dem Unterhaltsberechtigten alle zwei Jahre einen Anspruch auf detaillierte schriftliche Auskunft über die Einkünfte des dem Grunde nach Unterhaltspflichtigen. Sie werden somit Ihre Verdienste offen legen müssen, also auch Ihre Gehaltsabrechnung und die letzten Steuererklärungen - nicht aber den Arbeitsvertrag, da ein solcher in der Regel keine unterhaltsrechtlich relevanten Fakten enthält.

Im Normalfall schulden Sie Ihren volljährigen Kindern keinen höheren monatlichen Unterhalt als € 640 (abgesehen von Mehr- und Sonderbedarf), wobei Sie das Kindergeld in voller Höhe anrechnen können. Somit läge der maximale Zahlbetrag jeweils bei € 486, allerdings ohne Berücksichtigung von Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie von Studiengebühren. Dies ergibt sich aus den insoweit gleichlautenden unterhaltsrechtlichen Leitlinien der Bundesländer.

Ich hoffe, meine Auskünfte helfen Ihnen weiter. Bei Unklarheiten beantworte ich gerne auch Rückfragen Ihrerseits.

Die oben genannten Rechtsquellen finden Sie unter den nachfolgend benannten Links:

http://bundesrecht.juris.de/bgb/index.html

http://rsw.beck.de/rsw/shop/default.asp?sessionid=D11B1EB22361464DAEE882EA34EAB10B&toc=heibo.120

Mit freundlichen Grüßen

Wolfram Geyer
Rechtsanwalt

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