Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Unterhalt für meinen volljährigen Sohn( 20 Jahre )


09.11.2005 15:04 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Klaus Wille



hallo herr wille!

hier einige daten:

nettogehalt: 2065 euro
nettogehalt sohn: 359 euro (1.ausbildungsjahr)
ausbildungsbedingter mehraufwand: 90 euro
mein sohn wohnt bei meiner geschiedenen frau
stufe 5 d´ tabelle: 429 euro

wieviel muss ich nun zahlen?



Freundliche Grüße / Best Regards

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter *****,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Leider können wir den genauen Unterhaltsbetrag nicht errechen, da das Einkommen Ihrer Ex- Frau unbekannt ist.

Bei volljährigen Kinder müssen beide Elternteile den Unterhalt anteilig bezahlen.

Wichtig ist aber, daß ab der Volljährigkeit der Sohn gegen beide Elternteile einen Unterhaltsanspruch hat. Dies bedeutet, sowohl Sie als auch Ihre Ex- Frau müssen Unterhalt an den Sohn zahlen, wenn dieser eine Ausbildung macht. Beide Elternteile - d.h. auch der Elternteil, bei dem das Kind wohnt - haftet anteilig nach § 1606 Abs. 3 S. 1 BGB.

Der Sohn muß sich aber sein Gehalt anrechnen lassen. Bei der Unterhaltsberechnung für den volljährigen Sohn werden zunächst beide Einkommen (Vater und Mutter) zusammengerechnet und danach aus der Düsseldorfer Tabelle der Unterhaltsbedarf errechnet. Wir unterstellen nunmehr, daß Ihre Frau ein Einkommen in Höhe von 1.000 EUR hat.

Daraus ergibt sich folgende Berechnung: Hauptverdiener (Mann): Monatsnettoeinkommen aus Erwerbstätigkeit 2.065,00 € = bereinigtes Gesamteinkommen des Hauptverdieners: 2.065,00 €

Zweitverdiener (Frau): Monatsnettoeinkommen der Frau aus Erwerbstätigkeit 1.000,00 € = bereinigtes Erwerbseinkommen: 1.000,00 € Das bereinigte Einkommen ist voll anrechenbar. = bereinigtes Gesamteinkommen des Zweitverdieners: 1.000,00 € Kinderunterhalt nach Düsseldorfer Tabelle 2005 Der Hauptverdiener hat bereinigt 2.065,00 € = Bedarf nach Gruppe 6 (2.100,00 € bis 2.300,00 €)·

Von den Elterngesamteinkünften abgeleiteter Bedarf nach Gruppe 10, bis zur Höhe der eigenen Gruppe.

QUOTIERUNG auf der Grundlage der bereinigten Eigeneinkünfte wie folgt: ·

Minderjährige: Vorwegabzug eines Sockelbetrags von 890,00 €/890,00 € · Privilegierte Volljährige: Vorwegabzug eines Sockelbetrags von 1.100,00 €/1.100,00 € · Volljährige: Vorwegabzug i.H. von 1.100,00 €/1.100,00 € und vorrangigen Kinderunterhalts Kind (20 J) Prägende Anteilshaftung von Haupt- u.Zweitverdiener Eigenes Einkommen: 359,00 € abzügl. Ausbildungskosten 90,00 €= 269,00 €

Unterhaltsbedarf: 570,00 € ./. 269,00 € = 301,00 € · Bedarf des privilegierten volljährigen Kindes aus Elterneinkünften

Unterhaltsanspruch gegen Hauptverdiener: Bedarfsbegrenzung auf eigene Gruppe 184,00 € Anspruch gegen Zweitverdiener: Quote 0,00 % = 0,00 €

Kindergeldbezug: Zweitverdiener. Anrechnung des hälftigen Kindergelds (154,00 €) = 77,00 € Ihr Zahlbetrag 184,00 € - Kindergeldausgleich 77,00 € = 107,00 €

Bitte beachten Sie: dies ist eine vorläufige Berechnung, da das Gehalt Ihrer Ex- Frau , etwaige arbeitsbedingte Aufwendungen Ihrerseits, ehebedingte Verbindlichkeiten unbekannt sind. Eine vollständige Berechnung können Sie nur erhalten, wenn Sie zu einem Anwalt gehen, der alle Unterlagen einsehen kann.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 10.11.2005 | 14:16

hallo herr wille,

danke für die schnelle antwort!
habe gerade von meiner frau erfahren, dass sie 1450 euro verdient! müsste ihnen helfen.

mit freundlichen gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.11.2005 | 15:21

Sehr geehrter *****,

dann ergibt sich folgende vorläufige Berechnung:

Hauptverdiener (Mann):
Monatsnettoeinkommen aus Erwerbstätigkeit 2.065,00 €
= bereinigtes Gesamteinkommen des Hauptverdieners: 2.065,00 €

Zweitverdiener (Frau):
Monatsnettoeinkommen aus Erwerbstätigkeit 1.450,00 €
= bereinigtes Erwerbseinkommen: 1.450,00 €
Das bereinigte Einkommen ist voll anrechenbar.
= bereinigtes Gesamteinkommen des Zweitverdieners: 1.450,00 €

Kinderunterhalt nach Düsseldorfer Tabelle 2005
Der Hauptverdiener hat bereinigt 2.065,00 € = Bedarf nach Gruppe 6 (2.100,00 € bis 2.300,00 €)
· Von den Elterngesamteinkünften abgeleiteter Bedarf nach Gruppe 11, bis zur Höhe der eigenen Gruppe.
QUOTIERUNG auf der Grundlage der bereinigten Eigeneinkünfte wie folgt:
· Minderjährige: Vorwegabzug eines Sockelbetrags von 890,00 €/890,00 €
· Privilegierte Volljährige: Vorwegabzug eines Sockelbetrags von 1.100,00 €/1.100,00 €
· Volljährige: Vorwegabzug i.H. von 1.100,00 €/1.100,00 € und vorrangigen Kinderunterhalts

Kind 1 (20 J)
Prägende Anteilshaftung von Haupt- und Zweitverdiener
Eigenes Einkommen: 359,00 € abzügl. Ausbildungskosten 0,00 €= 359,00 €
Unterhaltsbedarf: 603,00 € ./. 359,00 € = 244,00 €
Bedarf des privilegierten volljährigen Kindes aus Elterneinkünften
Unterhaltsanspruch gegen Hauptverdiener: Bedarfsbegrenzung auf eigene Gruppe 94,00 €
Unterhaltsanspruch gegen Zweitverdiener: Bedarfsbegrenzung auf eigene Gruppe 23,00 €

Kindergeldbezug: Zweitverdiener. Anrechnung des hälftigen Kindergelds (154,00 €) = 77,00 €

Zahlbetrag Hauptverdiener: 94,00 € - Kindergeldausgleich 77,00 € = 17,00 €
Zahlbetrag Zweitverdiener: 23,00 € + Kindergeldausgleich 77,00 € = 100,00 €


FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER