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Unterhalt für meinen leiblichen Sohn ab 18. Geburtstag

| 04.01.2014 18:40 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jörg Klepsch


Zusammenfassung: Ab Volljährigkeit sind beide Eltern anteilig zum Barunterhalt verpflichtet. Der Bedarf des Kindes richtet sich nach dem addierten Einkommen der Eltern wenn das Kind noch bei einem Elternteil wohnt, sonst gibt es einen festen Satz von 670 Euro. Das Kindergeld wird vollständig berücksichtigt.

Mein leiblicher Sohn lebt bei der von mir getrennt lebenden Kindsmutter und wird diese Jahr 18 Jahre alt. Ich zahle z.Z. 400€ Unterhalt für meinen Sohn über das Jugendamt. Der Unterhalt für meinen Sohn wird seit 2005 vom Jugendamt festgelegt (ohne Titel aber mit Gehaltsprüfung).
Das Einkommen der Kindsmutter und mein Einkommen sind ähnlich hoch.
Mein Sohn wird in nächster Zukunft auf Grund Schule /Studium kein eigenes Einkommen haben.

Was ist ab dem 18. Geburtstag meines Sohnes

Wie ist mein Verhältnis zum Jugendamt ?
Welcher Unterhalt ist für meinen Sohn von mir angemessen?
Welchen Unterhalt zahlt die Kindesmutter ?

Fall 1: Mein Sohn wohnt weiter bei seiner Mutter.
Fall 2 : Mein Sohn wohnt alleine, z.B. im Studium.

Sehr geehrter Herr H.,

mit Erreichen der Volljährigkeit ändert sich die unterhaltsrechtliche Situation. Während bisher lediglich der Elternteil zum Barunterhalt verpflichtet war, bei dem das Kind nicht wohnt, sind ab der Volljährigkeit beide Elternteile zum Barunterhalt verpflichtet. Betreuungsleistungen sind ab der Volljährigkeit nicht mehr möglich und können daher auch nicht mehr angerechnet werden. Allerdings errechnet sich der Unterhalt auch nicht mehr alleine aus dem Einkommen des einen zum Barunterhalt verpflichteten Elternteils, sondern aus dem Einkommen beider Elternteile addiert. Schließlich wird das Kindergeld nicht mehr nur zur Hälfte, sondern vollständig berücksichtigt, also abgezogen.

Der Unterhalt für das volljährige Kind wird geschuldet bis zum Abschluss der ersten berufsqualifizierenden Ausbildung. Solange das Kind noch eine allgemein bildende Schule besucht, in der Regel bis zum Abitur, hat das Kind noch eine etwas herausgehobener Stellung was aber in Ihrem Fall offensichtlich keine Rolle spielen wird. Diese Privilegierung hat etwas mit dem Rang zu tun den diverse Unterhaltsberechtigte untereinander haben. In Ihrem Fall ist das aber offensichtlich nicht gegeben.

Die Eltern müssen den Unterhalt für das volljährige Kind gemeinsam sicherstellen, beide müssen einen Barbetrag leisten. Der Bedarf des Kindes wird bestimmt aus dem addierten Einkommen der Eltern, aus der Düsseldorfer Tabelle ergibt sich dann ein Unterhaltsbetrag, davon wird das volle Kindergeld abgezogen. Der Restbetrag wird zwischen den Eltern im Verhältnis der Nettoeinkünfte zueinander geteilt. Wenn also in Ihrem Fall Sie und die Mutter ungefähr gleich viel verdienen, dann wird jeder die Hälfte tragen müssen.

Das Jugendamt ist grundsätzlich ab der Volljährigkeit aus dem Spiel. Eine Regelungskompetenz hat das Jugendamt ohnehin nicht. Allerdings kann Ihr Sohn auch noch die Hilfe des Jugendamtes in Anspruch nehmen. Das Jugendamt wird aber nicht mehr als Beistand tätig.

Fall 1:
Sie schreiben, dass Sie bisher ungefähr 400 € Unterhalt bezahlen. Aus der Düsseldorfer Tabelle ergibt sich im Wege der Rückrechnung, dass ihr Einkommen dann der vierten Einkommensstufe der Düsseldorfer Tabelle entspricht, also ungefähr 2500 Euro beträgt (die Tabellenstufe geht von 2301 bis 2700 Euro). Wenn die Mutter das gleiche Einkommen hat, dann ist der Bedarf ihres Sohnes 781 Euro, davon wird das volle Kindergeld (184 Euro) abgezogen, so dass Sie und die Mutter sich 597 Euro teilen müssen. Sind die Einkommen genau gleich, zahlt jeder die Hälfte. Es wird aber genau ausgerchent: hat einer 2600 Euro netto und der andere 2400 Euro netto, dann zahlt der eine 52% und der andere 48%.

Fall 2:
Wohnt Ihr Sohn dann später nicht mehr bei der Mutter, sondern z.B. wegen des Studiums auswärts, dann ist sein Bedarf grundsätzlich 670 Euro. Davon wird wieder das Kindergeld voll abgezogen, so dass zwischen den Eltern noch 486 Euro verteilt werden müssen. Allerdings kommt bei einem Studenten noch hinzu dass dieser Kosten für die Krankenversicherung hat. Diese werden ebenfalls mit der Quote zwischen den Eltern geteilt die dem Verhältnis der Nettoeinkünfte zueinander entspricht. Soweit Studiengebühren anfallen gehören diese ebenfalls dann noch zum Bedarf des Studenten und müssen wieder entsprechend verteilt werden.

Nachfrage vom Fragesteller 05.01.2014 | 10:37

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Habe ich es richtig verstanden, dass der Unterhalt für meinen Sohn solange er noch kein eigenes Einkommen hat und bei seiner Mutter wohnt nach der Düsseldorfer Tabelle berechnet wird, egal ob er studiert oder noch zu Schule geht und wenn er auszieht ob in der Schulzeit oder für das Studium ist der Bedarf grundsätzlich 670€.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.01.2014 | 15:24

Das ist richtig.

Ein volljähriges Kind das noch zu Hause bei einem Elternteil wohnt erhält Unterhalt nach der Düsseldorfer Tabelle aus dem addierten Einkommen der Eltern. Davon werden Kindergeld und evtuelles eigenes Einkommen im Fall einer Ausbildung abgezogen.

Das auswärts wohnende Kind hat einen Bedarf von 670 Euro, egal ob Schüler, Student (hier zuzüglich Krankenversicherung und evtl. Studiengebühren) oder Auszubildender.

Bewertung des Fragestellers 05.01.2014 | 18:23

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FRAGESTELLER 05.01.2014 5/5,0
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