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Unterhalt für meinen Sohn - Ausbildung

03.07.2013 06:25 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Tobias Rösemeier


Sehr geehrte Damen und Herren

Mein Sohn hat mit 17 Jahren ohne mein Wissen die Schule verlassen und sich seit dem mit Praktikumstellen über Wasser gehalten.

Seit Mai ist er nun 18 und hat erst ende Juni eine Lehrstelle gefunden welche er im September antretten wird.

Nun wurde ich von einem Anwalt aufgefordert weiterhin Unterhalt zu zahlen.

Jedoch bin ich der Ansicht das die Unterhaltspflicht mit der Volljährigkeit endet oder mit dem Abschluss einer ersten, sinnvoll zusammenhängenden Berufsausbildung, grundsätzlich einmal egal welcher Art diese ist und wie lange sie dauert.

D.h für mich er hat erst nach seinem 18ten Lebensjahr mit der Ausbildung angefangen und war bis zu diesem Zeitpunkt auch nicht mehr in der Schule.

Es würde mich freuen von Ihnen zu hören.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Voranzustellen ist, dass die Unterhaltspflicht der Eltern gegenüber Ihren Kindern nicht automatisch mit dem Eintritt der Volljährigkeit endet. Vielmehr besteht die Unterhaltsverpflichtung grundsätzlich bis zu dem Zeitpunkt, in welchem das Kind wirtschaftlich selbständig ist, d.h. ein Berufsausbildung abgeschlossen ist.

Dies bedeutet, dass auch nach Eintritt der Volljährigkeit das Kind weiterhin unterhaltsberechtigt ist, solange es noch nicht wirtschaftlich selbständig ist.
Voraussetzung für den Unterhaltsanspruch ist allerdings auch, dass das Kind sich in einer Ausbildung befindet. Ausnahmsweise besteht auch in sogenannten Übergangsphasen, also zwischen Beendigung der Schule und Beginn der Ausbildung/des Studiums ein Unterhaltsanspruch.

Vorliegend hat Ihr Sohn allerdings offensichtlich die Schule bereits letztes Jahr verlassen, so dass in der Tat fraglich erscheint, ob derzeit ein Unterhaltsanspruch besteht. Dies wird wohl eher zu verneinen sein, da er sich in keiner Ausbildung befindet. Ihr Sohn wäre daher derzeit gehaten, seinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten und zwar durch Aufnahmen von Gelegenheitsjobs etc. Kann er allerdings den Nachweis führen, dass dies trotz ernsthafter Bemühungen nicht möglich ist, bestünde wohl mangels wirtschaftlicher Selbständigkeit ausnahmsweise doch ein Unterhaltsanspruch. Da der Abbruch der Schule bereits während der Minderjährigkeit erfolgt ist, kann der Einwand der Verwirkung des Unterhaltsanspruchs nicht erhoben werden.

Jedenfalls lebt mit Beginn der Ausbildung im September spätestens die Unterhaltsverpflichtung wieder auf.

Zu beachten ist in diesem Zusammenhang, dass nunmehr beide Eltern unterhaltspflichtig sind, also auch die Kindesmutter.

Für den zu ermittelnden Unterhaltsbedarf auf Basis der Einkommensverhältnisse beider Elternteile sind entprechende Haftungsanteile zu ermitteln und zwar unter Berücksichtung des einschlägigen Selbstbehaltes. Hierneben ist das staatliche Kindergeld in voller Höhe und eine etwaige Ausbildungsvergütung bedarfsmindernd anzurechnen.

Es ist daher anzuraten, die notwendige Neuberechnung des Unterhaltsanspruches durch einen Fachanwalt für Familienrecht durchführen bzw. prüfen zu lassen.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt

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