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Unterhalt für meinen Sohn (30 Jahre) der jetzt eine Ausbildung beginnt?

| 23.07.2013 10:29 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Hallo, mein Sohn beginnt jetzt nach langer Tätigkeit in einer Holzfirma eine Ausbildung als Berufskraftfahrer. Er hat eine Schulausbildung, hat eine Lehre begonnen, aber leider nicht zu ende geführt.
Muss ich meinen Sohn 1. Unterstützen oder 2. der Agentur für Arbeit meine Einkommensverhältnisse mitteilen.
Wir haben meinen Sohn die Ausbildungsstätte besorgt, suchen jetzt auch eine am Arbeitsplatz näher gelegene Wohnung. Unterstützung bekommt er natürlich. Mir geht es nur um das muss.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage möchte ich anhand der Sachverhaltsschilderung gerne wie folgt beantworten:

Grundsätzlich richtet sich die elterliche Unterhaltspflicht nach §§ 1601, 1602 BGB. Verwandte in gerader Linie sind verpflichtet, sich gegenseitig Unterhalt zu gewähren, wobei nur derjenige unterhaltsberechtigt ist, der sich nicht selbst unterhalten kann, mithin bedürftig ist. Dabei haben auch volljährige Kinder grds. einen Unterhaltsanspruch, solange sie sich noch in einer Berufsausbildung bzw. Studium befinden. Anders liegt der Fall, wenn bereits eine Berufsausbildung abgebrochen worden ist und daraus eine Arbeitslosigkeit resultiert, mithin die wirtschaftliche Unabhängigkeit des Kindes wieder entfallen ist. Das wirtschaftliche Risiko bei Abbruch einer Berufsausbildung haben grds. die Eltern nicht mehr zu tragen. Unterhalt würde in einem solchen Fall lediglich für eine angemessene Übergangszeit geschuldet sein, wobei diese aus den konkreten Umständen des Einzelfalls zu ermitteln ist. Sollte Ihr Kind aufgrund seiner bisherigen Berufstätigkeit (Holzfirma) selbständig für seinen Unterhalt gesorgt haben, dürfte die Angemessenheit der Übergangszeit eher kürzer zu bemessen sein, da die durch die Aufgabe der Tätigkeit in gewisser Hinsicht die Unterhaltsbedürftigkeit selbstverschuldet herbeigeführt worden ist. Der Unterhaltsanspruch des Kindes ist aber nicht grundsätzlich als verwirkt anzusehen, wenn lediglich einmal eine Ausbildung abgebrochen wird, sofern die Gründe dafür sachlich nachvollziehbar waren. In diesem Kontext besteht zunächst aber keine grundsätzliche Verpflichtung zur Offenlegung Ihrer Einkommensverhältnisse. Erst wenn Ihr Sohn von Seiten des Sozialträgers Unterhaltsleistungen beziehen würde und dieser sich aufgrund des dann bestehenden Rückerstattungsanspruches an Sie wenden würde, müssten Einkommensverhältnisse offengelegt werden, um zu prüfen, ob die Eltern zu Leistungen herangezogen werden könnten.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Ausführungen eine erste Orientierung verschafft zu haben. Hinweisen möchte ich noch darauf, dass diese Plattform nur eine erste Einschätzung des geschilderten Sachverhalts ermöglicht. Eine umfassende Rechtsberatung kann und soll hierdurch nicht ersetzt werden.

Mit freundlichen Grüßen,

Bewertung des Fragestellers 23.07.2013 | 11:19

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