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Unterhalt für erwachsenes Kind


| 03.10.2007 10:21 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Tochter, geb. o4/1985, hat ihr Abitur 06/2oo3 abgelegt und eine Berufsausbildung als "Kauffrau im Grundstücks- uns Immobiliengewerbe" o8/2oo3 begonnen. Diese Ausbildung hat sie o6/2oo6 abeschlossen. 10/2oo6 begann sie ein Studium als "Diplomhandelslehrer - Wirtschaftspädagogik/Ethik" an einer Universität. Alle Entscheidungen über ihren Berufsweg hat sie selbstständig getroffen.

Der leibliche Vater meiner Tochter ist Sozialhilfeempfänger. Das Studentenwerk hat nun im Rahmen des BAföG Antrages festgelegt, dass ich meiner Tochter einen Unterhaltsbeitrag in Höhe von 139 EUR zu zahlen hätte.

Es stellt sich nun die Frage, ob dieser Anspruch gerechtfertigt ist.

Dem entgegen spricht die Tatsache, dass es sich bei dem Studium um eine Zweitausbildung handelt. Eigentlich wäre doch meine Tochter mit Abschluß einer Berufsausbildung wirtschaftlich selbstständig?

Weiterhin hat Sie o8/2oo4 auf eigenen Wunsch die elterliche Wohnung verlassen, obwohl sie sowohl die Berufsausblidung als auch das Studium im gleichen Ort absolviert, in dem sich meine Wohnung befindet. Auch nachträgliche Angebote für die Zeit des Studiums die elterliche Wohnung zu nutzen hat sie abgelehnt.

Außerdem bin ich grundsätzlich nicht in der Lage meine Tochter finanziell zu unterstützen, was ich ihr auch von Anfang an erläutert hatte. Ich bin alleinstehend und habe 2oo3 aus einer Erbauseinandersetzung ein Grundstück erworben. Für diesen Kauf habe ich einen Kredit aufgenommen, den ich monatlich bedienen muss. Nach Abzug aller notwendigen Kosten (Miete, Betriebskosten, Versicherungen, Kreditrate) verbleibt mir monatlich ein Betrag von ca. 300,- EUR für meinen Lebensunterhalt. Mein Sohn, geb. 12/1987, befindet sich derzeit in einer Berufsausbildung in einem anderen Bundesland.

Diese Umstände wurden offensichtlich bei der Berechnung des Unterhaltsanspruchs durch das Studentenwerk nicht berücksichtigt.

Ich hoffe, Sie können mir die aktuelle Situation erläutern.
Für Ihre Bemühungen bedanke ich mich im voraus recht herzlich.

Mit freundlichen Grüßen
03.10.2007 | 10:57

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage beantworte ich aufgrund des mitgeteilen Sachverhaltes wie folgt:

Richtig ist, dass Ihre Tochter zunächst durch die Ausbildung wirtschaftlich selbständig geworden ist. Richtig ist auch, dass für eine Zweitausbildung grundsätzlich kein Unterhalt geschuldet wird. Bei der vorliegenden weiter angestrebten Ausbildung handelt es sich meines Erachtens aber nicht um eine Zweitausbildung. Eine Zweitausbildung steht in keinem sachlichen Zusammenhang mit der Erstausbildung. Hier kann eine Weiterbildung vorliegen. Eine solche setzt eine abgeschlossene Berufsausbildung voraus, und muss zu derselben Berufssparte gehören oder einen engen sachlichen und zeitlichen Zusammenhang mit der Erstausbildung aufweisen. Dies wird man nach Ihren Schilderungen hier bejahen müssen. Schließlich muss Ihre Tochter nach ihren Fähigkeiten und Neigungen für die Weiterbildung geeignet sein. Dann kommt auch in Betracht, dass Weiterbildungsunterhalt geschuldet ist.

Dieser ist jedoch nur geschuldet, wenn Sie unterhaltsrechtlich leistungsfähig sind. Ausgangspunkt für die Beurteilung der Leistungsfähigkeit ist das Bruttoeinkommen, dass um berufsbedingte Aufwendungen und Sozialversicherungsbeiträge zu bereinigen ist. Auch Schulden wie bei Ihnen können die Unterhaltspflicht herabsetzen oder ganz beseitigen. Ihr Selbstbehalt beträgt bei volljährigen Kindern über 21 bis zu 1100,00 € netto.

Ihre Tochter sollte gegen einen entsprechenden Bafög-Bescheid Widerspruch einlegen. Zur Begründung sollte dann in diesem Ihre mangelnde Leistungsfähigkeit ausführlich dargesetllt werden.

Ich hoffe, Ihre Fragen sind zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet.

Mit freundlichem Gruß

Patrick Inhestern
Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 25.12.2010 | 01:07


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