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Unterhalt für erwachsene schwangere studierende Tochter

9. Juni 2021 09:30 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Guten Tag
Meine Frage geht in den Bereich Familienrecht/Kindesunterhalt. Ich benötige eine qualifizierte, detaillierte und rechtsichere Auskunft, die aber für mich als Leien trotzdem verständlich ist.
Nach meiner Scheidung leistet meine Ex-Frau 25% des Unterhalts für unsere ältere unverheiratete (auch keine eingetragene Lebensgemeinschaft) Tochter (27 J.), und ich 75% (keine Titel). Es gibt keine weiteren Leistungen, wie BAföG o.ä. Meine jüngere Tochter ist erwachsen und arbeitet Vollzeit. Weitere Kinder oder Leistungen an weitere Personen gibt es nicht.
Hier weitere Angaben, die Ihnen die Situation beschreiben
- Tochter (27 J.) Studentin, ist dabei im aktuellen Semester ihr Bachelorstudium abzuschließen
- Master Studiengang ist angestrebt
- Wohnhaft in W. (geschiedene Eltern in H./B.)
- die Mietwohnung wird zusammen mit ihrem Lebenspartner bewohnt
- Hinzuverdienst von ca. 400-500 € monatlich, mit meinem Einverständnis, solange das Studium darunter nicht leidet
- die Tochter ist schwanger – Entbindung voraussichtlich in November 2021

- Lebenspartner, Auszubildender, Ende der Ausbildung voraussichtlich im Sommer 2021
- Anstellung im Betrieb noch nicht eindeutig geklärt
- Keine Eltern
- keine anderen Verpflichtungen (Kinder etc.)

Nun stellt sich für mich die Frage, wie die Schwangerschaft meiner Tochter aus rechtlicher Sicht die Sache des Unterhalts berührt. Wie schon erwähnt, sowohl meine Ex-Frau, wie auch ich, zahlen an unsere Tochter den Unterhalt. Muss der Unterhalt weiter von den Eltern geleistet werden? Muss der Lebenspartner künftig diese Leistung übernehmen? Wenn ja – ab wann? Und wenn er nicht leisten kann (keine Anstellung ?) – wer ist dann verpflichtet den Unterhalt zu zahlen? Wie sieht die Lage aus, wenn meine Tochter unterbrechungsfrei ihr Masterstudium beginnt – und wie, wenn sie ein Semester Pause wegen der Schwangerschaft/Entbindung einlegt? Ist dann auch Unterhalt zu zahlen und von wem, oder kann/muss dann die Unterstützung vom Staat beantragt werden?
Mit Freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,


Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Muss der Unterhalt weiter von den Eltern geleistet werden? Muss der Lebenspartner künftig diese Leistung übernehmen? Wenn ja – ab wann?

Grundsätzlich ist der (werdende) Vater vorrangig zum Unterhalt verpflichtet. Seine Verpflichtung beginnt sechs Wochen vor der Geburt und erstreckt sich auf die Zeit mindestens bis zum dritten Geburtstag des Kindes. Weine Verlängerung ist möglich.

Und wenn er nicht leisten kann (keine Anstellung ?) – wer ist dann verpflichtet den Unterhalt zu zahlen?

Es besteht eine Erwerbsobliegenheit, so dass er sich um Arbeit zu bemühen hat. Ggf. werden ihm fiktive Einkünfte zugerechnet. Insbesondere wegen der Unterhaltspflicht gegenüber dem Kind ist er gehalten, jede Arbeit anzunehmen, auch wenn sie ggf. nicht seiner Ausbildung entspricht. sollte er allerdings nicht leistungsfähig sein, haften die Eltern, also Sie und die Kindesmutter nachrangig.

Wie sieht die Lage aus, wenn meine Tochter unterbrechungsfrei ihr Masterstudium beginnt – und wie, wenn sie ein Semester Pause wegen der Schwangerschaft/Entbindung einlegt? Ist dann auch Unterhalt zu zahlen und von wem, oder kann/muss dann die Unterstützung vom Staat beantragt werden?

Ihre Tochter ist in den ersten drei Jahren nicht gehalten, eine Ausbildung zu machen oder zu arbeiten. Wenn sie es dennoch tut, besteht die Unterhaltspflicht des Vaters fort. Diese setzt nicht voraus, dass sie ihr Studium unterbricht.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.


Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-

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